Programm

 

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

EINTRITTSPREIS: 6,00 EUR.

BEI ÜBERLÄNGE, FESTIVALS UND SONDERVERANSTALTUNGEN ERHEBEN WIR EINEN KLEINEN PREISAUFSCHLAG.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

RESERVIERUNGEN SIND LEIDER NICHT MÖGLICH.

WIR NEHMEN NUR BARGELD. CASH ONLY.

WIR SPIELEN KEINE WERBUNG, DESHALB BITTE PÜNKTLICH KOMMEN.

 

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HEART OF LIGHT – ELEVEN SONGS FOR FIJI
Deutschland/Frankreich 2026.
Regie: CYNTHIA BEATT.
Mit Tilda Swinton, Talei Draunibaka, Nemia Vanua, Simione Sevudredre, Simon Fisher Turner.
HD Digital. 166 Min. Originalfassung (englisch, fidschianisch, deutsch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
HEART OF LIGHT – ELEVEN SONGS FOR FIJI erzählt eine Geschichte von Fidschi und seinen Menschen, der Natur und dem alltäglichen Leben. Cynthia Beatt verknüpft die Rückkehr Ionas (Tilda Swinton) auf die Inseln ihrer Kindheit mit der Gegenwart des Landes. Eine kontemplative, immersive und doch lebendige Reise durch das Fidschi-Archipel.
Die Kamera begleitet Fidschianer*innen bei der Arbeit in der Stadt und auf ihren Plantagen, zeigt Wanderer*innen in der bergigen Landschaft, die tropischen Wälder sowie die Strände und Häfen der Inseln. Diese beeindruckenden Landschaften sind aber auch Schauplätze des alltäglichen Lebens und seiner Praktiken. Sei es der Fischfang, die Ernte der Kava-Pflanze und das zeremonielle Trinken des daraus gewonnenen Getränks oder das Weben der traditionellen Kuta-Matten. HEART OF LIGHT ist ein Film über das Leben auf Fidschi und den Geist, der die Inseln umweht. Dabei verbindet der Film fiktive und dokumentarische Elemente. Drei europäische Reisende treffen auf die Menschen Fidschis. Simon reißt durch Fidschi und sammelt Klänge, die er als Instrumente für seine musikalischen Arbeiten und Klanglandschaften nutzt. Niels ist ein deutscher Autor auf Recherchereise. Nach langjähriger Abwesenheit kehrt Iona (Tilda Swinton) zurück nach Fidschi, dem Land ihrer Kindheit, in dem sie aber dennoch eine Außenstehende ist. Zwischen diesen Gegensätzen von Dazugehörigkeit und Fremdsein sucht sie nach Klarheit. (Filmgalerie 451)
4. – 8.10. jeweils um 20.00 h

 

OF MUD AND BLOOD: KONGO – IM RAUSCH DER HOFFNUNG
(LE SANG ET LA BOUE)
Deutschland/Frankreich 2025.
Regie: JEAN-GABRIEL LEYNAUD.
HD Digital. 97 Min. Originalfassung (französisch, swahili, kinyarvanda) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
OF MUD AND BLOOD ist ein immersiver Dokumentarfilm. Dieser erkundet das Alltagsleben in Numbi, einer kleinen kongolesischen Stadt, die für die westliche Welt eine wichtige Rolle spielt. Aus der Perspektive der Protagonisten bekommt der Zuschauer einen Einblick in das Leben der Menschen, die dort mit bloßen Händen Coltan-Erz abbauen, das für fast alle unsere elektronischen Geräte unverzichtbar ist.
Montag, 5.10. und Dienstag, 6.10. jeweils um 17.45 h

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8 – 14 oktober 2026
21. UNDER|DOX
internationales filmfestival für dokument und experiment
werkstattkino|filmmuseum|theatiner|villa stuck
underdox-festival.de


new avant-garde cinema
AFTERLIVES
Deutschland/Frankreich/Belgien 2025.
Regie: KEVIN B. LEE.
Mit Kevin B. Lee, Morehshin Allahyari, Nava Zarabian, Anne Speckhard.
HD Digital. 88 Min. Originalfassung (englisch, deutsch).
Desktop-Film Die historischen Spuren extremistischer Propaganda und deren Auswirkungen. Überwiegend am Desktop entstanden, bewegt sich der Film zwischen dem virtuellen Bildschirm und der physischen Umgebung. 
„AFTERLIVES ist einer der wenigen Kinofilme unserer Zeit, der den Bildern, die unser aller Leben prägen, auf Augenhöhe begegnet.“ (Lukas Förster) 
„Can we ever truly look without being complicit? And is there another way to care?“ (Kevin B. Lee)
Freitag, 9.10. um 18.00 h

new narrative cinema
AUSLANDSREISE
Deutschland 2026.
Regie: TED FENDT. 
Mit Leonie Rodrian, Florian Model, Alejo Franzetti, Hanna Döring, Mia Sellmann, Sigrid Vagt. 
16mm. 63 Min. Originalfassung (deutsch, italienisch, französisch) mit englischen Untertiteln. 
„Eine eigenartige utopische Kraft geht von den Bildern Ted Fendts aus. Die analoge Körnigkeit des 16mm-Materials gibt unscheinbaren Berliner Straßen, Fassaden, Parks und Ecken einen matten Schimmer, der sie aller Zeitlichkeit enthebt. Alejo ist aus Argentinien nach Berlin gekommen, wegen des vielen Grüns in der Stadt ist er geblieben. Und Leonie liest. Bücher von Anna Maria Ortese, in deutscher Übersetzung, auf Italienisch, dann auch auf Französisch. Ein Lesekreis bildet sich. Das Lesen durchwirkt diesen Film ganz und gar und gibt der Textur der 16mm-Bilder ihre sanfte Eindringlichkeit.“ (Wolfgang Lasinger) 
Freitag, 9.10. um 20.00 h
zu gast: Ted Fendt

artist talk | thema: erinnern
KEINE FREIGABE – HIDDEN TRACK OF A LABEL HISTORY
„Vilém Flusser hat die fotografische Geste als phänomenologische beschrieben: eine Suche nach Standpunkten, vorgezeichnet vom Programm des Apparats, aber nie ganz von ihm erschöpft. Die MiniDV-Kamera im Club, in den Jahren 1997–2004 in vielen Händen gehalten, radikalisierte diese Geste – sie war beweglich, kollektiv, vom Affekt geführt statt kalkuliert. Ein Film entstand 2004 aus diesem Bestand: montiert aus hunderten Stunden Material, gedreht von vielen rund um Veranstaltungen eines in München ansässigen internationalen Musik-Labels. Die Methode nahm vorweg, was erst mit YouTube zur Norm werden sollte – nutzergenerierte Aufzeichnung vor der Plattform, die erst später in Erscheinung trat, um diese zu verwalten und zu monetarisieren. Die Montage entzifferte aus diesem Bildkonvolut eine Historiografie des Labels und seines Hypes.
Zwanzig Jahre später kehrt das Material zurück – nicht als Erinnerungsstücke, sondern als Frage: Was heißt Autor*innenschaft, wenn die Kamera in vielen Händen liegt und sich der fertige Film erst in der Montage ergibt?  Und was heißt „keine Freigabe” – technisch, juristisch, epistemisch – wenn das Archiv seiner eigenen Verwaltung entwachsen ist? KEINE FREIGABE – HIDDEN TRACK OF A LABEL HISTORY ist eine Archive Lecture mit Filmausschnitten, Dokumenten und Gespräch.“ (Angelika Lepper)
Freitag, 9.10. um 22.30 h
zu gast: Angelika Lepper

filming nature
KUKATA MITI 
Deutschland/Indonesien/Demokratische Republik Kongo 2026.
Regie: DANIEL KÖTTER. 
HD Digital. 79 Min. Originalfassung (deutsch, Suaheli, indonesisch) mit englischen Untertiteln. 
Die Wälder Deutschlands, Indonesiens und der DR Kongo entlang der Praktiken der Holzgewinnung. Die historischen und ökonomischen Ungleichheiten werden ebenso manifest wie das allgegenwärtige Streben nach der Ausbeutung natürlicher Ressourcen.
„Kötter wendet sich der Analyse eines Phänomens zu, das sich in unterschiedlichen Kontexten widerspiegelt und in lebendigen Szenen eingefangen wird, die klare Beobachtung mit beeindruckender formaler Kontrolle verbinden. Die Kapitel dokumentieren unterschiedliche Vorstellungen von Wäldern und nehmen uns mit auf eine ethnografische Reise in die Vergangenheit: von Ressourcen, die einer mechanisierten Gewinnung unterliegen, über sich wandelnde Ökosysteme im Dialog mit der menschlichen Präsenz bis hin zu Ahnenwesen, die dunkle Kräfte beherbergen oder vor ihnen schützen.“ (Sergio Fant) 
Samstag, 10.10. um 18.00 h 
zu gast: Daniel Kötter

queer brazilian avant-garde: Bernardo Zanotta
THE CANNIBAL TRILOGY – THE COMMON ROOTS OF CANNIBALISM AND QUEERNESS:
HEART OF HUNGER | IN HIS BOLD GAZE | WILD FRUITS 
Niederlande/Frankreich 2018/2020/2024.
Regie: BERNARDO ZANOTTA.
HD Digital. 84 Min. Originalfassungen mit englischen Untertiteln. Deutsche Premieren.
Eine Hommage an den Körper, die Geschichte eines Computertechnikers aus Rothenburg und ein Kostümdrama nach Montaigne untersuchen die gemeinsamen Wurzeln von Queerness und Kannibalismus. Außerdem: Fantasie über ein Mordkomplott gegen den Vater, mit der Zanottas filmisches Schaffen begann. 
TRAGÉDIA
Niederland/Brasilien/Frankreich 2025.
Regie: BERNARDO ZANOTTA.
HD Digital. 15 Min. Originalfassung mit englischen Untertiteln.
Mit 13 Jahren bekommt Bernardo Zanotta eine Videokamera und filmt seine Familie während der Ferien. Zusammen mit seiner Stiefmutter ersinnt er ein Mordkomplott gegen seinen Vater, der sie beide vernachlässigt. Eine fiktiv-dokumentarische Found-Footage-Geschichte, die von der erwachenden Liebe zum Kino erzählt.
Samstag, 10.10. um 20.00 h
zu gast: Bernardo Zanotta

midnight movie
THE THING IN THE COFFIN
Ungarn 2026.
Regie: PÉTER LICHTER.
HD Digital. 62. Min. Ohne Dialoge. Deutsche Premiere.
Von der Heimsuchung durch bad dreams erzählt Lichter ausgehend von Francis Ford Coppolas schwülstigem BRAM STOKER’S DRACULA (1992). Der ungarische Experimentalfilmregisseur hat Hunderte von DraculaVerfilmungen in einen träumerischen Montage-Reigen gebracht, mit einem suggestiven Soundscape unterlegt und in rote Farbe gebadet. Künstlerisch verfährt Lichter im Zwischenreich vom Analogen und Digitalen: Auf Ebay ersteigerte Filmkopien werden Kader für Kader abfotografiert und im Rechner animiert, dabei mit der Kamera des Mobiltelefons vom Monitor abgefilmt.
Samstag, 10.10. um 22.30 h

thema: erinnern
DAS SCHWEIGEN BRECHEN
Deutschland 2025.
Regie: ROBERT DOMES.
HD Digital. 37 Min.
Um die 300.000 Menschen fielen in der Nazi-Zeit den „Euthanasie”- Morden zum Opfer. Jeder achte Deutsche hat einen ermordeten Verwandten unter seinen Vorfahren. Doch in der Erinnerungs- und Gedenkkultur spielen sie nur selten eine Rolle. Viele Nachkommen machen sich auf Spurensuche. Sie brechen das Schweigen und erzählen von den ermordeten Angehörigen, nennen öffentlich ihre Namen. DAS SCHWEIGEN BRECHEN zeichnet das NS-System der Krankenmorde nach und gibt den Angehörigen das Wort, die sich auf die Suche nach der Wahrheit gemacht haben. In Kooperation mit der Gedenkinitiative NS-„Euthanasie“-Opfer. 
EIGENTLICH WOLLTE ICH NICHT SO LANGE BLEIBEN
Deutschland 2025.
Regie: ANDREAS GRÜTZNER.
HD Digital. 23 Min.
Wie veränderte sich das Umgehen mit Menschen in Heil- und Pflegeanstalten von den 70er Jahren bis heute? Wer sind die Menschen, die in so einer Einrichtung leben und wie erlebt es ein junger Mann, der in den 70ern dort anfängt zu arbeiten? Konfrontiert mit einer traumatischen Entdeckung in der Familienbiografie startet eine Reflexion. (Andreas Grützner)
Sonntag, 11.10. um 16.30 h
zu gast: Barbara Baum, Margarete Flygt, Josef Held (Angehörige der NS-„Euthanasie“-Opfer) und Sibylle von Tiedemann (Gedenkinitiative)

cine ibérico
FOURTEEN NIGHTS
(HAMALAU GAU)
Spanien 2026.
Regie: OSKAR ALEGRIA.
HD Digital. 91 Min. Originalfassung (baskisch) mit englischen Untertiteln. Deutsche Premiere.
„In diesem Film wird vierzehn Mal die Nacht hereinbrechen. Wir werden sie zählen.“ So beginnt diese nächtliche musikalische Reise durch die Vision des baskischen Künstlers Jorge Oteiza, die vor allem von einem Schauplatz geprägt ist: der Basilika von Arantzazu. Dort erzählt der Filmemacher Oskar Alegria dem Pianisten Iñar Sastre von den vierzehn Nächten – und ruft ihn dazu auf, durch die Tasten der Orgel Bilder zu zaubern, die er nicht sehen wird. Es entsteht eine Sammlung von vierzehn Monden, vierzehn Dunkelheiten und vierzehn Geheimnissen, die einen einzigartigen Fries bilden. Vierzehn, wie die Zahl der Apostel, die Oteiza an der Fassade des Tempels unterbringen konnte; und vierzehn, weil, wie Oteiza selbst sagte, „kein Platz mehr für weitere war“. (San Sebastián Filmfestival)
Sonntag, 11.10. um 20.00 h

filming nature
ÁGUA MÃE
Portugal 2025.
Regie: HIROATSU SUZUKI, ROSSANA TORRES.
HD Digital. 72 Min. Originalfassung (portugiesisch) mit englischen Untertiteln. Deutsche Premiere.
In dem kleinen südportugiesischen Mértola gibt es viele alte Wassermühlen. Die Gezeiten rhythmisieren das Leben. Die Farbe des Wassers und das Aussehen der Landschaft ändern sich im Laufe des Jahres. Der Ort hat auch eine Dichterin hervorgebracht, Manuela Ferreira. In ihrem Gedicht „Alma“ stellt sie die wichtige Frage: „Warum betrachten wir den Fluss?“
„It’s very hard to describe a film with words that is only made of sensibility and time. You feel so deeply the passage of time, and the movement of the wind and water. We are given, by Torres and Suzuki, a chance to reflect and feel our bodies. The text is filled with grace, humor, and incomprehensible beauty. The text (written by the mother of Rossanna Torres) seeps into your soul, like the sun that creeps over the valley, slowly, without you ever noticing how profoundly present you are when you staring at a river.” (Samantha Clara, Letterboxd)
Grand Prix DocLisboa 2025
Montag, 12.10. um 18.00 h

documents & experiments | kurzfilmrolle 1
THE B-SIDE OF THE LANDSCAPE
HD Digital. 114 Min. 
Elektrische Vögel im Anthropozän, Kenneth Anger & die Liebe zum Wartburg, eine Reise zum Mars, Alfred Edel und die legendären Mehlbeutel in einer Raststätte. 
Mit Filmen von Ulu Braun, Nicolás Zukerfeld, Julien Rivoire, Markus Mischkowski & Christos Dassios, Dagie Brundert, Rainer Knepperges, Siegfried A. Fruhauf, Jan Soldat, Philipp Hartmann.
Montag, 12.10. um 20.00 h
zu gast: Ulu Braun, Christos Dassios, Philipp Hartmann, Rainer Knepperges, Markus Mischkowski 

cine ibérico – new narrative cinema
MIRAGE
(EL ESPEJISMO)
Portugal/USA/Deutschland 2026.
Regie: BINGHAM BRYANT.
Mit Francisca Alarcão, Maria Novo, Constance Rousseau, Rita Azevedo Gomes, Jan Baeta Salvany, Matías Tolchinsky.
HD Digital. 70 Min. Originalfassung (portugiesisch, spanisch, französisch) mit englischen Untertiteln. Deutsche Premiere.
Luftspiegelungen an der spanischen Küste haben Anne auf die Insel Santa Clara gebracht. Auf der Überfahrt nach San Sebastián begegnet sie der Portugiesin Margarida. Eine verwunschene Geschichte über das Sehen, Begehren und die Sinnestäuschung.
„From its very title, MIRAGE is a film about the act of looking, about the visible and about what our gaze constructs from external reality. It is also a film built around long sequence shots that open themselves to the unexpected and grow in complexity as the narrative advances: reflections within reflections, variations and versions of the same character, and even different temporalities coexisting within a single sequence shot. Thus, in a certain way, the entire film appears as one great mirage.” (FID Marseille)
Dienstag, 13.10. um 18.00 h
zu gast: Bingham Bryant

documents & experiments | kurzfilmrolle 2
MUNICH ORBITAL
HD Digital. 81 Min.
Ein Stubenhocker-Rocker, die Eliminierung diakritischer Zeichen in Formularen, eine schöne Reise, ein Hund, ein Hinterhof, die Erinnerung an einen Namen. 
Mit Filmen von Okin Cznupolowsky (in Memoriam), Claire Angelini, Mina Simendić, Myriam Arleth, Rainer Knepperges, LUZI, Benedikt Guntentaler, Noah Mrosczok, Amelie Hochhäusler, Dunja Bialas.
Dienstag, 13.10. um 20.00 h
zu gast: Die Filmemacher*innen

thema: erinnern
ACTIVE VOCABULARY
Deutschland 2025.
Regie: YULIA LOKSHINA.
HD Digital. 82 Min. Originalfassung (deutsch, englisch, russisch, kirgisisch) mit englischen Untertiteln.
Eine russische Lehrerin wird von einer Schülerin denunziert, weil sie im Unterricht die Invasion der Ukraine kritisiert. Im Exil in Berlin stellt sie mit einer Schulklasse den Fall nach. Sie will verstehen, warum es zu dem Verrat kam, und welche Auswirkungen und Konsequenzen Zensur und Verfolgung auf das Leben der Einzelnen und die Gemeinschaft haben. Eine Lehrstunde über Totalitarismus, Verrat und Widerstand und ein dokumentarisches Experiment. 
„Lokshina ordnet in einer Art dokumentarischem Konstruktivismus verschiedene Materialien zu einem Netz aus Bezügen an. Verunsichernd wirkt die Debatte über das sogenannte Überwältigungsverbot, die im Film aufgezeigt wird. Dabei handelt es sich um ein Prinzip, das in Deutschland für die politische Bildung im Unterricht gilt und verhindern soll, dass Schüler:innen eine bestimmte Meinung oder einen bestimmten Standpunkt aufgezwungen bekommen. Man ertappt sich unwillkürlich bei der Frage, ob die russische Lehrerin dagegen verstoßen haben könnte… Lokshinas tentative Art erzeugt immer wieder solche Kipppunkte.“ (Wolfgang Lasinger) 
Goldene Taube DOK Leipzig 2025
Mittwoch, 14.10. um 18.00 h
zu gast: Yulia Lokshina

thema: erinnern
PEACEMAKER
(MIROTVORAC)
Kroatien 2025.
Regie: IVAN RAMLJAK.
HD Digital. 100 Min. Originalfassung (kroatisch) mit englischen Untertiteln.
1991 spitzen sich die Konflikte zwischen der serbischen Minderheit und den Kroaten in Slawonien zu. Der Polizeichef von Osijek vermittelt zwischen den Gegnern und wird ermordet. Wie kam es zu dieser aufgeheizten Atmosphäre der Angst? Wie konnte der Terror zum Alltag werden? Das Material von damals erlaubt die tabulose, fast kriminalistische Analyse der politischen Umstände.
„Sommer 1991. Der Beginn des Kroatienkriegs scheint unausweichlich, doch Josip Reihl-Kir, Polizeipräsident der ostkroatischen Stadt Osijek, setzt sich unermüdlich für Frieden und Verhandlungen ein. Dieses Engagement bezahlt er mit dem Leben: Reihl-Kir wird auf offener Straße ermordet. Obwohl der Täter mittlerweile im Gefängnis sitzt, sind viele der Hintergründe immer noch unklar. Ivan Ramljak setzt Reihl-Kir ein würdiges filmisches Denkmal – und legt mit einer klugen Kombination aus Archivmaterial und aktuellen Interviews offen, wie gezielt geschürter Hass und Nationalismus zu einer Atmosphäre allgegenwärtiger Angst führen konnten.“ (Oliver Stangl, Crossing Europe Linz) 
Mittwoch, 14.10. um 20.00 h

Alle weiteren Spieltermine, Infos und Tickets unter https://www.underdox-festival.de

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DEMNÄCHST:

 

 

 

 

 

 

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PROGRAMMÜBERSICHT:

 
So. 4.10. um 17.30 h: COMIC CAFÉ | Mit Gästen
So. 4.10. um 20.00 h: HEART OF LIGHT (OmU)
 
Mo. 5.10. um 17.45 h: OF MUD AND BLOOD (OmU)
Mo. 5.10. um 20.00 h: HEART OF LIGHT (OmU)
 
Di. 6.10. um 17.45 h: OF MUD AND BLOOD (OmU)
Di. 6.10. um 20.00 h: HEART OF LIGHT (OmU)
 
Mi. 7.10. um 20.00 h: HEART OF LIGHT (OmU)
 
Do. 8.10. um 20.00 h: HEART OF LIGHT (OmU)
 
Fr. 9.10. um 18.00 h: UNDER|DOX: AFTERLIVES (OV)
Fr. 9.10. um 20.00 h: UNDER|DOX: AUSLANDSREISE (OmeU) | Mit Gast
Fr. 9.10. um 22.30 h: UNDER|DOX: KEINE FREIGABE – HIDDEN TRACKS OF A LABEL HISTORY | Mit Gast
 
Sa. 10.10. um 18.00 h: UNDER|DOX: KUKATA MITI (OmeU) | Mit Gast
Sa. 10.10. um 20.00 h: UNDER|DOX: THE CANNIBAL TRILOGY – THE COMMON ROOTS OF CANNIBALISM AND QUEERNESS (OmeU) | Mit Gast
Sa. 10.10. um 22.30 h: UNDER|DOX: THE THING IN THE COFFIN (OV)
 
So. 11.10. um 16.30 h: UNDER|DOX: DAS SCHWEIGEN BRECHEN | EIGENTLICH WOLLTE ICH NICHT SO LANGE BLEIBEN | Mit Gästen  
So. 11.10. um 20.00 h: UNDER|DOX: FOURTEEN NIGHTS – HAMALAU GAU (OmeU)
 
Mo. 12.10. um 18.00 h: UNDER|DOX: ÁGUA MÃE (OmeU)
Mo. 12.10. um 20.00 h: UNDER|DOX: THE B-SIDE OF THE LANDSCAPE – DOCUMENTS & EXPERIMENTS 1 | Mit Gästen 
 
Di. 13.10. um 18.00 h: UNDER|DOX: MIRAGE (OmeU) | Mit Gast
Di. 13.10. um 20.00 h: UNDER|DOX: MUNICH ORBITAL – DOCUMENTS & EXPERIMENTS 2 | Mit Gästen
 
Mi. 14.10. um 18.00 h: UNDER|DOX: ACTIVE VOCABULARY (OmeU) | Mit Gast
Mi. 14.10. um 20.00 h: UNDER|DOX: PEACEMAKER – MIROTVORAC (OmeU)
 
 

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