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WHERE THE WAVES TOOK HER
Deutschland 2025.
Regie: JANA STALLEIN.
HD Digital. 87 Min. Originalfassung (arabisch, deutsch, englisch, französisch, italienisch, somali) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Eine deutsche Hebamme nimmt an einer Seenotrettungs-Mission im Mittelmeer teil. Der Dokumentarfilm zeigt Bilder von der Arbeit der Crew des Schiffs „Humanity 1“ und kombiniert sie mit Interviewsequenzen von geflüchteten Personen, die vor einem Bildschirm stehen, auf dem das Meer zu sehen ist. Der Film interessiert sich für die Logistik von Seenotrettung und das Verhältnis von Geflüchteten und Rettenden, die auf dem Schiff für kurze Zeit eine Gemeinschaft bilden. Menschen werden aus dem Wasser gezogen, Essen wird verteilt, ein Ultraschall durchgeführt. Alle tun, was sie können. Seenotrettung wird als Arbeit beobachtet, die immer zuerst bei der Rettung und Bewahrung von Körpern einsetzt und die sowohl durch die Abschottung der EU als auch durch die Tücken des Mittelmeers in ihren Möglichkeiten eingegrenzt wird. Dabei zeigt der Film auch, dass dieser Zustand für die Geflüchteten nicht mit der Landung an der italienischen Küste aufhört. Bei ihrer Erfassung durch die italienische Polizei und auch in den Interviewsequenzen wird deutlich, dass sie das Mittelmeer nie wirklich verlassen und immer in Unsicherheit und Instabilität leben. (Filmdienst)
Samstag, 5.9. / Montag, 7.9. / Dienstag, 8.9. jeweils um 20.00 h
VOM TRAUM, UNSINKBAR ZU SEIN
Deutschland 2026.
Regie: TOM FRÖHLICH.
HD Digital. 91 Min. Erstaufführung.
Eine Reise über das Meer und durch die Zeit: Vier Schiffe der einst größten DDR-Fischereiflotte haben die Wende überdauert und fahren heute in neuen Gewässern. Sie erzählen von Arbeit, Gemeinschaft und Heimat und der Frage, was davon bis heute geblieben ist.
Der Rostocker Regisseur Tom Fröhlich begibt sich auf eine maritime Heimatreise. Auf dem Höhepunkt ihrer Blütezeit
umfasste die Flotte der DDR-Hochseefischerei über 100 Schiffe – die größte, die je unter deutscher Flagge fuhr. Vier Jahrzehnte lang verlor die Großreederei kein einziges Schiff auf See. Heute existieren nur noch wenige dieser stählernen Kolosse. Vier von ihnen hat Tom Fröhlich aufgespürt: vor Grönland, in einem spanischen Hafen, auf einem dänischen Schrottplatz und im Hamburger Hafen. Sie sind die letzten Zeugen einer untergegangenen Arbeitswelt – und zugleich lebendige Orte, an denen noch immer gearbeitet, gelebt und erinnert wird. Der Film thematisiert die Auswirkungen von Wende, Globalisierung und Industrialisierung – zugleich ist er eine vielschichtige Reflexion über Erinnerung, Heimat und den schmerzhaften Verlust in einer sich stetig wandelnden Welt. Denn diese Schiffe sind mehr als stählerne Objekte. Menschen kehren zu ihnen zurück, um Geschichten zu erzählen, Lieder zu singen oder einfach die Hände auf den kalten Stahl zu legen – als könnten sie ihren Herzschlag spüren.
Dienstag, 8.9. um 18.00 h | Mittwoch, 9.9. um 20.15 h
SEMILLAS – BIS DER REGEN FÄLLT
(SEMILLAS)
Kolumbien/Spanien 2024.
Regie: ELIANA NINO OVIEDO.
Mit Shaira Castro, Alvaro Chaparro, Andres Andrade.
HD Digital. 101 Min. Originalfassung (spanisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Es herrscht eine langanhaltende Dürre in den östlichen Ebenen Kolumbiens, den Llanos Orientales. Diese trifft auch Shaira und ihre Familie. Kraft gibt dem Mädchen ihr großer Traum: Sie will bei einem Rodeo mitmachen. Der dokumentarisch anmutende Coming-of-Age-Film SEMILLAS taucht tief in das entbehrliche, von Viehzucht und Landwirtschaft geprägt Leben der Los Llanos ein. Das Werk ist zutiefst poetisch, metaphorisch aufgeladen und entfaltet in all seiner Langsamkeit eine fast traumhaft- hypnotisierende Wirkung. (programmkino.de)
Samstag, 5.9. um 17.45 h | Sonntag, 6.9. um 20.00 h | Montag, 7.9. um 17.45 h
FINDING CONNECTION
Deutschland 2026.
Regie: FLORIAN KARNER.
HD Digital. 86 Min. Originalfassung (deutsch, englisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Nachrichten an einen Chatbot, spät in der Nacht. Antworten, die verstehen, trösten, Nähe spenden. FINDING CONNECTION begleitet vier Menschen, für die KI-Chatbots zu Gefährten im Alltag oder sogar zu Beziehungspartnern geworden sind. Mit großer Sensibilität beobachtet der Film ihre Routinen und emotionalen Bindungen. Als sich die KI-Systeme im Jahr 2024 spürbar verändern und die persönliche Ansprache zurückfahren, werden diese Beziehungen auf die Probe gestellt. In einem Zusammenspiel aus zurückhaltender Beobachtung und abstrakten, KI-generierten Bildern öffnet FINDING CONNECTION einen Resonanzraum für Fragen nach Intimität im Zeitalter künstlicher Intelligenz und macht vor allem unser tiefes Bedürfnis sichtbar, gehört, verstanden und getröstet zu werden. (dokfest-muenchen.de)
Vorerst letzte Vorstellung am Montag, 7.9. um 22.00 h
Deutschland 2026.
Regie: BREZEL GÖRING.
Mit Lilith Stangenberg, Chang Wang, Mücke, Twiggy Glouglou.
HD Digital. 74 Min. Erstaufführung.
Brezel Göring ist eine unersetzliche Persönlichkeit der Berliner Musik- und Kunstszene. Von den frühen 1990er-Jahren bis weit in die 2010er hinein bildete Göring eine Hälfte von Stereo Total, der vielgeliebten Band, die er gemeinsam mit seiner Partnerin Françoise Cactus anführte. Das Duo erarbeitete sich von Amerika bis nach Frankreich (der Heimat von Cactus) einen Kultstatus – dank seiner enthusiastischen DIY-Haltung und des fruchtbaren Zusammenspiels genreübergreifender Experimente. Seit Françoise Cactus 2021 auf tragische Weise verstarb, widmet sich Göring dem Vermächtnis der eigenwilligen künstlerischen Sensibilität seiner Partnerin. Sie war eine leidenschaftliche Schriftstellerin, und Göring stieß bald auf eines ihrer unveröffentlichten Bücher. FÜR IMMER 16 ist Görings filmische Elegie auf dieses wiederentdeckte Werk. Es ist ein roher, psychedelischer Fiebertraum, untermalt vom Soundtrack von Stereo Total, der einen fragen lässt, warum es nicht viel mehr Filme dieser Art gibt. (rapid eye movies)
„Super 8, super geil. Mit FÜR IMMER 16 drehte Brezel Göring den vermutlich anarchischsten deutschen Film des Jahres: eine Punk-Komödie über das Altern und die Weigerung erwachsen zu werden.“ (artechock)
Letzte Vorstellung am Mittwoch, 9.9. um 22.15 h
ALL MY SISTERS
(SEH KHAHAR)
Deutschland/Österreich/Frankreich/Iran 2026.
Regie: MASSOUD BAKHSHI.
HD Digital. 78 Min. Originalfassung (persisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Die in Teheran aufwachsenden Schwestern Mahya und Zahra plappern als Mädchen drauf los, tanzen und erfreuen sich an allerhand Blödsinn. Doch bald schreiben sich die Zwänge der iranischen Gesellschaft in ihren familiären Alltag ein. Aller staatlichen Indoktrinierung zum Trotz entwickeln sich die beiden zu politisch wachsamen, kritischen jungen Frauen. Über einen Zeitraum von 18 Jahren hat der Filmemacher Massoud Bakhshi seine beiden Nichten mit der Kamera dokumentiert, die in der Rahmenhandlung mittlerweile Studentinnen sind. Ein Home-Movie über das Aufwachsen im Iran, das die Beschränkungen der Sicht- und Zeigbarkeit des weiblichen Körpers nachdrücklich in den Vordergrund rückt. (Filmdienst)
Letzte Vorstellung am Sonntag, 13.9. um 18.00 h
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COMIC CAFÉ
https://highlightzone.de/comic-cafe/
Eintritt frei!
Sonntag, 6.9. um 17.30 h
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HARD BOILED
(HARD BOILED/LASHOU SHENTAN).
Hongkong 1992.
Regie: JOHN WOO.
Mit Chow Yun-Fat, Tony Leung, Teresa Mo.
HD Digital. 128 Min. Originalfassung (kantonesisch mit deutschen Untertiteln).
Ein erfolgreicher, aber rücksichtsloser Polizist in Hongkong kämpft gegen eine Bande von Waffenhändlern, in die sich mit nicht weniger zimperlichen Methoden ein Undercover-Agent eingeschleust hat. Erst allmählich raufen sich
die beiden zusammen und beginnen einen Krieg, der seinen Höhepunkt in einem Krankenhaus findet, in dem die Gangster ihr Waffenlager verstecken.
»Ein Hongkong-Polizeithriller der Extravaganz… reines, überdrehtes Chaos, welches man nur selten auf der Leinwand zu sehen bekommt.« (The Guardian)
»Woo hat den Actionfilm in den Bereich der Kunst erhoben… spannender und blutiger als jeder ,,Stirb Langsam-Film“… besser kann Actionkino nicht sein.« (Empire)
Donnerstag, 10.9. um 20.15 h
Samstag, 12.9. um 22.00 h
Dienstag, 15.9. um 20.15 h
DAS LAND IN DEM ICH GEBOREN BIN
Deutschland 2001.
Regie: MARC BECKER.
HD Digital. 77 Min. Originalfassung (rumänisch, deutsch) mit deutschen Untertiteln. Wiederaufführung.
Ein zeitloses Film-Essay das in diesem Jahr das 25-jährige Jubiläum mit einer Kino-Tour feiert. Zwei Wandermönche streifen durch ein Land „da sich Rumänien nennt“. Der wissbegierige Novize, stellt seinem Meister Fragen über Land und Leute und bekommt zum Beispiel erzählt, wie Gott die Welt erschuf und auf jedes Volk unterschiedliche Gaben verteilte. Auf diese Weise sind zwei der wichtigsten epischen Erzählungen der rumänischen Kultur in die Rahmenhandlung des Filmes eingearbeitet. Weiter werden vorgestellt, ein Holzkirchenbauer der in seinem Dorf
Kirchen erstellt, diese im nummerierten Zustand wieder abbaut und in die ganze Welt verschickt; eine Agraringineurin, die mit ihrem Mann einen ehemals staatlichen Landwirtschaftsbetrieb, in einer Bettenburg am
schwarzen Meer übernommen hat; sowie ein Arzt, der als Student in der kommunistischen Zeit, als politischer Gefangener inhaftiert war; und ein Fußballlehrer der zwei Jobs ausüben muß, weil sein Gehalt an der
Universität nicht ausreicht. Gemeinsam ist allen vier Protagonisten ihr klares Bekenntnis zu ihrem Land, obwohl ein jeder seine Erfahrungen mit der westlichen Welt gesammelt hat, und trotzdem lieber die Umstände im eigenen Land akzeptiert als die vermeintlich wirtschaftlich besseren im Ausland.
Am Freitag, 11.9. um 17.30 h in Anwesenheit des Produzenten Hansi Breier und anschließendem Filmgespräch
WE’LL FIND HAPPINESS
(ON SERA HEUREUX).
Kanada/Luxemburg 2025.
Regie: LEA POOL.
Mit Mehdi Meskar, Aron Archer, Alexandre Landry, Celine Bonnier.
HD Digital. 101 Min. Originalfassung (französisch, englisch, spanisch, arabisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ein junger Marokkaner, der auf der Flucht die Spuren seiner Identität verwischt hat und ohne gültige Papiere in Montreal lebt, will die Abschiebung seines iranischen Liebhabers verhindern, dem in seiner Heimat der Tod droht. Dazu sucht er die Nähe eines Referenten der Immigrationsministerin. Als er sich in den Beamten verliebt, gerät er einen Zwiespalt. Ein Genre-Mix aus Fluchtdrama, queerer Liebesgeschichte und Thriller. (Filmdienst)
Freitag, 11.9. um 20.00 h
Samstag, 12.9. um 17.30 h
Sonntag, 13.9. um 20.00 h
Montag, 14.9. um 17.30 h
BERND – OPERATION GERMANENKIND
Deutschland 2025.
Regie: CORNELIUS SCHWALM.
Mit Verena Unbehaun, Matthias Rheinheimer, Silvina Buchbauer, Sasha Weis.
HD Digital. 93 Min. Erstaufführung.
Bernd arbeitet als Schauspieler mit Behinderung in einem linken Berliner Künstlerkollektiv. Mit ihrem neuen Stück reisen sie nach Peenemünde, das vor allem für die Raketenentwicklung in der einst dort stationierten
Heeresversuchsanstalt bekannt ist. Bernd, der zunehmend vom Dritten Reich fasziniert ist, demonstriert seine rechten Tendenzen: laut, sexistisch, rassistisch, respektlos – ein Affront gegen jede moralische
Gewissheit der Gruppe. Mit jeder seiner Provokationen zerbricht zunehmend mehr von ihrer Toleranz. Aus Haltung wird Hass, aus Humanismus Gewalt. Am Ende prügeln jene, die sich für die besseren Menschen halten, wie Barbaren auf ihn ein – und aus Demokraten werden exzentrische Wutbürger. Eine Dystopie über Moral, Macht und die dünne Haut der Demokratie. (Filmgalerie 451)
„Ein Film, der Diskussion nicht illustriert, sondern auslöst – genau dort, wo es wehtut.“ (Lichter Filmfest)
Samstag, 12.9. um 20.00 h
Montag, 14.9. um 20.00 h in Anwesenheit des Regisseurs und anschließendem Filmgespräch
Dienstag, 15.9. um 18.15 h
KITO. ZOMBIES UND KANNIBALEN
Deutschland 2025.
Regie: RALF MÖLLENHOFF.
Mit Rocco Finamore, June Schmiedinghoff, Luke Romero Möllenhoff.
HD Digital. 92 Min. Erstaufführung.
Als Amateuraufnahmen bestätigen, dass auf der unerforschten Insel Kito die Leiche eines bekannten Arztes von primitiven Einheimischen verzehrt wurde, bricht eine Expeditionsgruppe umgehend auf. Kaum angekommen, reißt der Kontakt zur dortigen Missionsstation ab.
Mit der aktuellen Underground-Produktion KITO. ZOMBIES UND KANNIBALEN wird die Hochzeit des einst umstrittenen 70er/80er-Jahre Horrorfilms, fernab von Mainstream oder Hochglanz, in Feel & Look stilecht wiederbelebt: Komplett analog gedreht für verwegene Super 8-Filmästhetik, mit handgemachten Splatter-Effekten garniert und mit typisch-prägnanten Synthesizer-Scores beschallt – KITO bietet SPECIAL INTEREST für gepflegte Untergrund-Kultur!
Mittwoch, 16.9. um 20.00 h in Anwesenheit des Regisseurs und anschließendem Filmgespräch
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PROGRAMMÜBERSICHT:
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