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FÜR IMMER 16
Deutschland 2026.
Regie: BREZEL GÖRING.
Mit Lilith Stangenberg, Chang Wang, Mücke, Twiggy Glouglou.
HD Digital. 74 Min. Erstaufführung.
Brezel Göring ist eine unersetzliche Persönlichkeit der Berliner Musik- und Kunstszene. Von den frühen 1990er-Jahren bis weit in die 2010er hinein bildete Göring eine Hälfte von Stereo Total, der vielgeliebten Band, die er gemeinsam mit seiner Partnerin Françoise Cactus anführte. Das Duo erarbeitete sich von Amerika bis nach Frankreich (der Heimat von Cactus) einen Kultstatus – dank seiner enthusiastischen DIY-Haltung und des fruchtbaren Zusammenspiels genreübergreifender Experimente. Seit Françoise Cactus 2021 auf tragische Weise verstarb, widmet sich Göring dem Vermächtnis der eigenwilligen künstlerischen Sensibilität seiner Partnerin. Sie war eine leidenschaftliche Schriftstellerin, und Göring stieß bald auf eines ihrer unveröffentlichten Bücher. FÜR IMMER 16 ist Görings filmische Elegie auf dieses wiederentdeckte Werk. Es ist ein roher, psychedelischer Fiebertraum, untermalt vom Soundtrack von Stereo Total, der einen fragen lässt, warum es nicht viel mehr Filme dieser Art gibt. (rapid eye movies)
„Super 8, super geil. Mit FÜR IMMER 16 drehte Brezel Göring den vermutlich anarchischsten deutschen Film des Jahres: eine Punk- Komödie über das Altern und die Weigerung erwachsen zu werden.“ (artechock)
28.8. – 1.9. jeweils um 20.15 h
Mittwoch, 2.9. um 22.00 h
SCHWARZERS KOSMOS
Deutschland 2026.
Regie: KLAUS MARTENS.
HD Digital. 90 Min. Erstaufführung.
Der Düsseldorfer Künstler Bernd Schwarzer hat sich mit Haut und Haaren einem Gesamtkunstwerk verschrieben. Schwarzer nennt es das „Europa Kunstwerk“. Solcher Art politisch aufgeladen hängen seine Bilder nicht nur in den Museen, sondern im Schloss Bellevue beim Deutschen Bundespräsidenten, im Bundestag oder demnächst im Europäischen Parlament. Wenngleich Schwarzers pastose Technik, seine handwerklichen Qualitäten einzigartig sind – manche behaupten gar, er sei genial – entgleitet ihm die Kontrolle über sich und seine Kunst. Schwarzer strapaziert die Geduld seiner Sammler und Galeristen und treibt die, die an ihn glauben, in schiere Verzweiflung. Dem Künstler scheint jedes Maß für sich und seine Kunst verloren zu gehen. Der Film SCHWARZERS KOSMOS ist das Sittenbild eines exzentrischen Kunstmarktes mit all den dazugehörigen Klischees von Unangepasstheit, Freiheit, Genie und Wahnsinn. Am Ende des Films geht es nur noch um die Frage, ob der Künstler selbst diesen Wahnsinn überstehen wird. (realfictionfilme)
Dienstag, 1.9. um 18.15 h
THE LIGHTS, THEY FALL
Deutschland 2026.
Regie: SASA VAJDA.
Mit Yassin Ben Majdouba, Flor Prieto, Mahira Hakberdieva.
HD Digital. 87 Min. Erstaufführung.
Während seine todkranke Mutter von einer mexikanischen Palliativpflegerin durch ihre letzten Lebenstage begleitet wird, scheint ein 16-jähriger Jugendlicher der Wirklichkeit ein Stück weit entglitten zu sein. Abwesend, fast schattenhaft treibt er durch die Peripherie einer Stadt, die sich nicht wirklich zu erkennen gibt. Zunehmend gleicht der Heranwachsende einem Geist. In dem betont leisen Film werden Figuren, Räume und Bewegungen in einen annähernd schwerelosen Zustand versetzt und auf diese Weise von einem bevorstehenden Abschied erzählt und von dem schwer fassbaren Gefühl, hier und zugleich woanders zu sein. (Filmdienst)
Letzte Vorstellung am Mittwoch, 2.9. um 20.00
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SHORTS ATTACK – KONTROLLVERLUST
Neun Filme in 85 Minuten mit deutschen Untertiteln.
#Error! – Durch Systemfehler und Überforderung ereignet sich Merkwürdiges. Ob auf Arbeit, im Restaurant oder bei der Fortpflanzung, ob im demokratischen Raum oder durch die Finanzwelt, defekte Kontrolle riskiert Gleichgewichtsstörung und setzt die Zukunft aufs Spiel. Augenzwinkernd und stringent zeigen 9 filmische Zwischenfälle gesellschaftliches Straucheln.
https://www.shortsattack.com/kontrollverlust/
Nur am Donnerstag, 3.9. um 20.00 h
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WHERE THE WAVES TOOK HER
Deutschland 2025.
Regie: JANA STALLEIN.
HD Digital. 87 Min. Originalfassung (arabisch, deutsch, englisch, französisch, italienisch, somali) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Eine deutsche Hebamme nimmt an einer Seenotrettungs-Mission im Mittelmeer teil. Der Dokumentarfilm zeigt Bilder von der Arbeit der Crew des Schiffs „Humanity 1“ und kombiniert sie mit Interviewsequenzen von geflüchteten Personen, die vor einem Bildschirm stehen, auf dem das Meer zu sehen ist. Der Film interessiert sich für die Logistik von Seenotrettung und das Verhältnis von Geflüchteten und Rettenden, die auf dem Schiff für kurze Zeit eine Gemeinschaft bilden. Menschen werden aus dem Wasser gezogen, Essen wird verteilt, ein Ultraschall durchgeführt. Alle tun, was sie können. Seenotrettung wird als Arbeit beobachtet, die immer zuerst bei der Rettung und Bewahrung von Körpern einsetzt und die sowohl durch die Abschottung der EU als auch durch die Tücken des Mittelmeers in ihren Möglichkeiten eingegrenzt wird. Dabei zeigt der Film auch, dass dieser Zustand für die Geflüchteten nicht mit der Landung an der italienischen Küste aufhört. Bei ihrer Erfassung durch die italienische Polizei und auch in den Interviewsequenzen wird deutlich, dass sie das Mittelmeer nie wirklich verlassen und immer in Unsicherheit und Instabilität leben. (Filmdienst)
Freitag, 4.9. um 17.00 h | In Anwesenheit von Teammitglieder*innen mit anschließendem Filmgespräch
Samstag, 5.9. / Montag, 7.9. / Dienstag, 8.9. jeweils um 20.00 h
VOM TRAUM UNSINKBAR ZU SEIN
Deutschland 2026.
Regie: TOM FRÖHLICH.
HD Digital. 91 Min. Erstaufführung.
Eine Reise über das Meer und durch die Zeit: Vier Schiffe der einst größten DDR-Fischereiflotte haben die Wende überdauert und fahren heute in neuen Gewässern. Sie erzählen von Arbeit, Gemeinschaft und Heimat und der Frage, was davon bis heute geblieben ist.
Der Rostocker Regisseur Tom Fröhlich begibt sich auf eine maritime Heimatreise. Auf dem Höhepunkt ihrer Blütezeit
umfasste die Flotte der DDR-Hochseefischerei über 100 Schiffe – die größte, die je unter deutscher Flagge fuhr. Vier Jahrzehnte lang verlor die Großreederei kein einziges Schiff auf See. Heute existieren nur noch wenige dieser stählernen Kolosse. Vier von ihnen hat Tom Fröhlich aufgespürt: vor Grönland, in einem spanischen Hafen, auf einem dänischen Schrottplatz und im Hamburger Hafen. Sie sind die letzten Zeugen einer untergegangenen Arbeitswelt – und zugleich lebendige Orte, an denen noch immer gearbeitet, gelebt und erinnert wird. Der Film thematisiert die Auswirkungen von Wende, Globalisierung und Industrialisierung – zugleich ist er eine vielschichtige Reflexion über Erinnerung, Heimat und den schmerzhaften Verlust in einer sich stetig wandelnden Welt. Denn diese Schiffe sind mehr als stählerne Objekte. Menschen kehren zu ihnen zurück, um Geschichten zu erzählen, Lieder zu singen oder einfach die Hände auf den kalten Stahl zu legen – als könnten sie ihren Herzschlag spüren.
Freitag, 4.9. um 20.00 h | Dienstag, 8.9. um 18.00 h | Mittwoch, 9.9. um 20.15 h
SEMILLAS – BIS DER REGEN FÄLLT
(SEMILLAS)
Kolumbien/Spanien 2024.
Regie: ELIANA NINO OVIEDO.
Mit Shaira Castro, Alvaro Chaparro, Andres Andrade.
HD Digital. 101 Min. Originalfassung (spanisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Es herrscht eine langanhaltende Dürre in den östlichen Ebenen Kolumbiens, den Llanos Orientales. Diese trifft auch Shaira und ihre Familie. Kraft gibt dem Mädchen ihr großer Traum: Sie will bei einem Rodeo mitmachen. Der dokumentarisch anmutende Coming-of-Age-Film SEMILLAS taucht tief in das entbehrliche, von Viehzucht und Landwirtschaft geprägt Leben der Los Llanos ein. Das Werk ist zutiefst poetisch, metaphorisch aufgeladen und entfaltet in all seiner Langsamkeit eine fast traumhaft- hypnotisierende Wirkung. (programmkino.de)
Samstag, 5.9. um 17.45 h | Sonntag, 6.9. um 20.00 h | Montag, 7.9. um 17.45 h
FINDING CONNECTION
Deutschland 2026.
Regie: FLORIAN KARNER.
HD Digital. 86 Min. Originalfassung (deutsch, englisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Nachrichten an einen Chatbot, spät in der Nacht. Antworten, die verstehen, trösten, Nähe spenden. FINDING CONNECTION begleitet vier Menschen, für die KI-Chatbots zu Gefährten im Alltag oder sogar zu Beziehungspartnern geworden sind. Mit großer Sensibilität beobachtet der Film ihre Routinen und emotionalen Bindungen. Als sich die KI-Systeme im Jahr 2024 spürbar verändern und die persönliche Ansprache zurückfahren, werden diese Beziehungen auf die Probe gestellt. In einem Zusammenspiel aus zurückhaltender Beobachtung und abstrakten, KI-generierten Bildern öffnet FINDING CONNECTION einen Resonanzraum für Fragen nach Intimität im Zeitalter künstlicher Intelligenz und macht vor allem unser tiefes Bedürfnis sichtbar, gehört, verstanden und getröstet zu werden. (dokfest-muenchen.de)
Montag, 7.9. um 22.00 h
ALL MY SISTERS
(SEH KHAHAR)
Deutschland/Österreich/Frankreich/Iran 2026.
Regie: MASSOUD BAKHSHI.
HD Digital. 78 Min. Originalfassung (persisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Die in Teheran aufwachsenden Schwestern Mahya und Zahra plappern als Mädchen drauf los, tanzen und erfreuen sich an allerhand Blödsinn. Doch bald schreiben sich die Zwänge der iranischen Gesellschaft in ihren familiären Alltag ein. Aller staatlichen Indoktrinierung zum Trotz entwickeln sich die beiden zu politisch wachsamen, kritischen jungen Frauen. Über einen Zeitraum von 18 Jahren hat der Filmemacher Massoud Bakhshi seine beiden Nichten mit der Kamera dokumentiert, die in der Rahmenhandlung mittlerweile Studentinnen sind. Ein Home-Movie über das Aufwachsen im Iran, das die Beschränkungen der Sicht- und Zeigbarkeit des weiblichen Körpers nachdrücklich in den Vordergrund rückt. (Filmdienst)
Wird wiederholt sobald wir einen freien Termin finden!
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COMIC CAFÉ
https://highlightzone.de/comic-cafe/
Eintritt frei!
Sonntag, 6.9. um 17.30 h
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PROGRAMMÜBERSICHT:
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