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WIR GLAUBEN EUCH
(ON VOUS CROIT)
Belgien 2025.
Regie: CHARLOTTE DEVILLERS, ARNAUD DUFEYS.
Mit Myriem Akheddiou, Laurent Capelluto, Natali Broods.
HD Digital. 78 Min. Originalfassung (französisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Alice, eine 40-jährige Mutter, steht vor der größten Herausforderung ihres Lebens: Vor Gericht muss sie alles daransetzen, die Rechte und Ängste ihrer Kinder hörbar zu machen. Die Möglichkeit, ihren Vater wiedersehen zu müssen, versetzt sie in Schrecken. Doch an diesem Tag ist nicht nur der Vater angeklagt – vielmehr gerät plötzlich Alice selbst ins Visier der Justiz. Der Film porträtiert einen aufwühlenden und emotionalen Kampf um Gerechtigkeit, in dem die schmerzlichen Grenzen zwischen Schuld und Verantwortung verschwimmen. Im Zentrum steht der verzweifelte Versuch, das Richtige zu tun. Geprägt von Ängsten und Zweifeln kämpft Alice um das, was ihr am wichtigsten ist: die Sicherheit ihrer Kinder. WIR GLAUBEN EUCH ist ein Drama über eine Mutter, die keine Heldin sein will, aber eine sein muss. Über eine Justiz, die nicht nur urteilt, sondern auch hinterfragt. Und über die Frage, wie weit man gehen darf, um diejenigen zu schützen, die sich nicht selbst verteidigen können.
Letzte Vorstellung am Samstag, 16.5. um 18.00 h
WILD FOXES
(LA DANSE DES RENARDS)
Belgien/Frankreich 2025.
Regie: VALERY CARNOV.
Mit Samuel Kircher, Facal Anaflous, Jef Jacobs, Anna Heckel.
HD Digital. 94 Min. Originalfassung (französisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
„Nach einem schweren Unfall, den ein Jugendlicher nur dank seines besten Freundes überlebt, verändert sich für den Nachwuchsboxer auf einem Sportinternat alles. Denn fortan wird er von Schmerzen und Panikattacken geplagt. Doch weder bei seinem Trainer noch bei seinen Mitschülern findet er Verständnis für seinen Zustand. Ein dicht und sensibel inszeniertes Drama über das Erwachsenwerden, bei dem die Kamera hautnah erfasst, wie die jungen Charaktere sich eine stark auf Körperlichkeit ausgerichtete Männlichkeit aneignen. Über die Konfrontation der Hauptfigur mit der eigenen Verletzlichkeit lotet der Film die Grenzen einer Welt aus, die keinen Raum für Schwäche lässt.“ (Filmdienst)
Letzte Vorstellung am Montag, 18.5. um 18.00 h
ROYA
Deutschland/Tschechien/Luxemburg/Iran 2025.
Regie: MAHNAZ MOHAMMADI.
Mit Melisa Sözen, Hamid Reza Djavdan, Mohammad Ali Hosseinalipour.
HD Digital. 96 Min. Originalfassung (farsi) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
„Roya, eine iranische Lehrerin, die wegen ihrer politischen Überzeugungen im Teheraner Evin-Gefängnis inhaftiert ist, muss eine Entscheidung treffen: im Fernsehen öffentlich ein erzwungenes Geständnis ablegen oder in ihrer Drei-Quadratmeter-Zelle eingesperrt bleiben. Während Vergangenheit und Gegenwart aus der zeitlichen Ordnung geraten und ineinander übergehen, bewegt sich Roya zwischen inneren Landschaften und gelebter Realität. Der Film zeigt deutlich, wie Isolationshaft Wahrnehmung und Identität verändert und die Chance auf Widerstand brüchig werden lässt.“ (Berlinale)
„ROYA ist der zweite Spielfilm der iranischen Regisseurin und Frauenrechtsaktivistin Mahnaz Mohammadi. 2011 wurde sie im Iran festgenommen, war selbst 2014 in Evin inhaftiert. Ihr Pass wurde für zehn Jahre beschlagnahmt, nach ihrem Debüt SON-MOTHER (2019) wurde ihr die Arbeitserlaubnis entzogen. ROYA entstand ohne Genehmigung des Regimes, wurde teilweise heimlich im Iran und in Georgien gedreht. Der Film ist von Mohammadis Erfahrungen in der Haft inspiriert, erzählt aber nicht ihre Geschichte.
ROYA ist ein eindringliches filmisches wie psychologisches Kunstwerk, das doch in keiner Sekunde vergessen lässt, was Abertausende Menschen im Iran tagtäglich in der Realität erleiden.“ (epd Film)
Letzte Vorstellung am Freitag, 22.5. um 18.00 h
DO YOU LOVE ME
Frankreich/Libanon/Deutschland/Katar 2025.
Regie: LANA DAHER.
HD Digital. 79 Min. Originalfassung (englisch, französisch, arabisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Geschichtsschreibung kann nicht linear gedacht werden – die Gleichzeitigkeiten historischer Entwicklungen suchen immer wieder nach neuen Verknüpfungen. Lana Daher hat das erkannt und schickt gleich vorweg, dass dies eine nicht-chronologische Erzählung über den Libanon werden soll. Was folgt, ist ein Film, der so noch nie zu sehen war – ein dichtes, erfüllendes, bildgewaltiges Porträt eines Landes ohne nationales Filmarchiv. Mit den Bildern tanzen wir durch den Libanon – Privataufnahmen aus Homevideos, Filmszenen von Jocelyn Saab, eine Reportage mit Etel Adnan – auf dem Rücksitz eines alten Autos durch Beirut – oder die Klänge eines Videoclips. Found-Footage-Material aus mehr als 20.000 Quellen erleben wir als neue Dimension kollektiver Erinnerung. In einer Zeit, in der unsere westliche Wahrnehmung durch rasante Medienberichterstattung verkürzt wird, ist dieser Film die dringend notwendige Erweiterung unseres Blickes auf den Libanon. Eine rhythmische Montage fesselt uns; es macht Freude, so die Kulturgeschichte eines reichen Landes über die Jahrzehnte hinweg zu entdecken. Dabei wird die Stellung von Archiven als Instrumente der Geschichtsschreibung deutlich. Bilder, die uns in neuer Kombination eine Verbundenheit mit denen spüren lassen, für die der Libanon bedrohte Heimat ist. So als würden wir nach dieser Erfahrung das Meer vor Beirut riechen, die Melodie des Kinderlachens in den Gassen hören, den Geruch der Märkte in der Nase haben und ja – auch die Melancholie eines zutiefst verwundeten Landes erkennen können. (frauenfilmfest.com)
Freitag, 15.5. um 18.00 h und Freitag, 22.5. um 22.00 h
GAVAGAI
Frankreich/Deutschland 2025.
Regie: ULRICH KÖHLER.
Mit Maren Eggert, Jean-Christophe Folly, Nathalie Richard, Anna Diakhere.
HD Digital. 89 Min. Originalfassung (französisch, englisch, deutsch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Der neue Film von Ulrich Köhler ist eine vielschichtige Reflexion über Kunst, Moral und Kolonialismus. Während der turbulenten Dreharbeiten zu einer umstrittenen »Medea«-Neuverfilmung im Senegal flüchtet sich Schauspielerin Maja in eine Affäre mit ihrem Co-Star Nourou. Erst Monate später begegnen sie sich auf der Premiere des Films in Berlin wieder. Ihre Gefühle füreinander flammen erneut auf, aber ein rassistischer Vorfall mit einem Sicherheitsbeamten belastet das Wiedersehen. Die Spannungen werden nicht kleiner, als alle versucht, das Richtige zu tun. Und während sich die antike Tragödie auf der Leinwand zuspitzt, beginnen sich in der Realität Kunst und Leben zu vermischen. (filmfesthamburg.de)
Letzte Vorstellung am Sonntag, 17.5. um 18.00 h
WAS AN EMPFINDSAMKEIT BLEIBT
Deutschland 2026.
Regie: DANIELA MAGNANI HÜLLER.
HD Digital. 91 Min. Erstaufführung.
In zirkulären Bewegungen rekonstruiert eine Filmemacherin den versuchten Femizid, den sie 14 Jahre zuvor als Schülerin überlebte. Abseits einer polizeilichen Protokollierung stellt sie ihre eigenen Erinnerungen und Wahrnehmungen in den filmischen Raum und ergänzt diesen durch eine Außenperspektive. In Gesprächen mit einer Lehrerin, einer Schulfreundin, einer Kriminalbeamtin, dem Arzt und dem Staatsanwalt fragt sie nach der Mitverantwortung von Institutionen wie von Einzelnen. Ein sehr persönlicher Film über strukturelle patriarchale Gewalt. (Filmdienst)
Dienstag, 19.5. um 18.00 h
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Hippie Screening Studio Munich und Werkstattkino zeigen:
FACETS OF HER – CHINESE SHORT FILMS
https://www.hss-munich.com/films/facets_of_her
https://drive.google.com/file/d/1b4s1xRmvMA0u9tkEHh8ynVOlqu6YpW_C/view?usp=drive_link
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WOLKEN ÜBER LÜTZERATH
Deutschland 2025.
Regie: LUKAS REITER.
HD Digital. 110 Min. Erstaufführung.
Lützerath, wer kennt es nicht? Das kleine Dorf, an dem 2022 alles zusammenlief, ein kurzer Moment, in dem das ganze Land auf die wenigen Häuser, die dort lebenden Menschen und den Widerstand schauten. Doch warum? Der Tagebau Garzweiler gehört dem Energieunternehmen RWE, das seit Jahrzehnten hier Braunkohle fördert. Eine ganze Region ist davon geprägt. Der Kohleausstieg ist längst beschlossen, den Schaufelradbaggern fehlt eigentlich die Perspektive, doch RWE sieht es anders. 2006 beginnen sie in Lützerath mit den Umsiedlungen, 2020 mit den Rohdungs- und Abrissarbeiten. Der Widerspruch ist enorm, der Widerstand auch. Lange bevor die Bagger dem
Tagebau den Weg ebnen, zieht ein breites Bündnis von Aktivist*innen und Bürger*innen, in Absprache mit dem letzten Bewohner von Lützerath, in eben jenen Ort. Niemand wird hier freiwillig gehen, Lützerath bleibt.
Die Bilder des Widerstandes, der Polizei, der Bagger und des kleinen Dorfes an der Abbruchkante gehen durch die Presse, in ganz Deutschland und der Welt.
Lukas Reiter hat diese Bilder auch. Doch sein Zugang ist ein anderer. Er will zeigen, was hier passiert, wie ein solcher Ort funktioniert, wie die Menschen hier leben und die Bewegung sich im Inneren organisiert. Sein Blick ist dabei so tief, so interessiert und umsichtig, dass es ihm gelingt die Bewegung – frei von Klischees und Vorbehalten – eindrucksvoll aufzufächern; nahbar, selbstkritisch und auch immer wieder mit einer Portion angenehmer Leichtigkeit. Dabei immer im Fokus: Blinker, Ronni und Kathrin – sie könnten unterschiedlicher nicht sein, sind sich in der Sache aber einig: für sie verläuft in Lützerath die 1,5 Grad Grenze.
Donnerstag, 21.5. um 20.00 h
Montag, 25.5. um 20.00 h in Anwesenheit von Regisseur Lukas Reiter, mit einem anschliessenden Publikumsgespräch
Mittwoch, 27.5. um 20.15
IMMORTALS – BAGDADS JUGEND ERHEBT IHRE STIMME
(IMMORTALS).
Schweiz/Irak 2024.
Regie: MAJA TSCHUMI.
HD Digital. 94 Min. Originalfassung (arabisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Der hybride Dokumentarfilm erzählt von einer jungen Frau und einem jungen Mann aus dem Irak, die 2019 an der sogenannten „Oktoberrevolution“ teilnahmen, um gegen die Zustände zu protestieren und mehr Rechte einzuklagen. Nach der Niederschlagung der Massenproteste konnte sich die Frau nur noch in männlicher Verkleidung auf die Straße wagen. Der Mann hat derweilen gelernt, seine Kamera im Dienst aktivistischer Tätigkeiten einzusetzen. Dokumentarische und nachgestellte Szenen gehen unmittelbar ineinander über, wobei der klug montierte Film durch eine fließende Kamera und die prägnante Musik starke Emotionen entfesselt, ohne Analyse und Informationsgehalt zu vernachlässigen. (Filmdienst)
Freitag, 22.5. / Samstag, 23.5. / Dienstag, 26.5. jeweils um 20.00 h
Sonntag, 24.5. um 18.00 h
WOLVES
Schweiz 2025.
Regie: JONAS ULRICH.
Mit Selma Kopp, Bartosz Bielenia, Fabian Künzli.
HD Digital. 101 Min. Originalfassung (englisch, schweizerdeutsch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Eine junge Schweizerin sucht Anschluss an die Black-Metal-Band ihres Cousins, umso mehr als sich in deren neuen Sänger verliebt. Bei einer Tour durch die Schweiz reißt dieser zusehends das Ruder an sich und offenbart durch sein
Auftreten und die Wahl der Konzertorte seine rechtsextremistische Gesinnung. Diese bewirkt seinen Rauswurf aus der Band, seine Freundin tut sich mit dem Bruch aber ungleich schwerer. Ein über authentische Konzertszenen
entwickeltes Drama um Musik und Extremismus, bei der die Hauptfigur aus Liebe die politische Haltung ihres Freundes lange hinnimmt. (Filmdienst)
«Formal überzeugt der Film durch eine Bildsprache, die den Sound fast körperlich übersetzt. Schnelle Schnitte wechseln mit ruhigen, beobachtenden Passagen. Der Bass scheint durch den Kinosaal zu laufen, ohne dass der Film
je ins Musikvideo kippt. Ullrich vertraut der Präsenz seiner Protagonist:innen und der Wucht der Situation – das Ergebnis ist roh, direkt und glaubwürdig.‹Wolves› erzählt von Zugehörigkeit in einer Zeit der Vereinzelung.
Heavy Metal erscheint hier als Lebensform, nicht als Stilfrage. Zwischen Extremen – Euphorie und Erschöpfung, Nähe und Eskapismus – zeichnet der Film das Porträt einer Szene, die Halt gibt, wo Sprache oft nicht mehr reicht.»
(arttv.ch)
Sonntag, 24.5. um 20.00 h und Dienstag, 26.5. um 17.30 h
BOLLWERK
Deutschland 2026.
Regie: JAKOB WEHNER.
HD Digital. 60 Min. Erstaufführung.
Fast hat man sich an Wahlerfolge der AfD gewöhnt, auch im ehemaligen Westen der Republik erzielen die Rechten inzwischen weit mehr als Achtungserfolge. Aufgeben im Kampf gegen die Populisten ist dennoch keine
Option, auch wenn der Kampf mühsam und oft gefährlich ist, wie Jakob Wehner in seinem Dokumentarfilm „Bollwerk“ zeigt. (programmkino.de)
Institutionen wie das Netzwerk für demokratische Kultur, die sich in Vororten wie Wurzen mit Kultur- und Informationsveranstaltungen für den Erhalt der Demokratie einsetzen, haben es schwer in Sachsen. Doch ihre Arbeit ist ein unerlässliches Bollwerk, das die Demokratie dort stützt, wo die Einsturzgefahr am größten ist. Der Regisseur hat das Team des NDK bei seiner größtenteils ehrenamtlichen Arbeit begleitet. Mit unaufgeregten Interviews und filmischer Begleitung der organisatorischen Vorarbeit stellt er das einzig wirksame Mittel
gegen Fremdenfeindlichkeit ins Scheinwerferlicht: Gemeinschaft. (cineville.de)
Samstag, 23.5. und Montag, 25.5. jeweils um 18.30 h
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PROGRAMMÜBERSICHT:
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