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LONDON
Österreich 2026.
Regie: SEBASTIAN BRAMESHUBER.
Mit Bobby Sommer, Anca Cipariu, Clifford Agu, Lana Prerad.
HD Digital. 122 Min. Originalfassung (deutsch, englisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ein älterer Mann ist regelmäßig auf der Autobahn zwischen Wien und Salzburg unterwegs, um einen im Koma liegenden Freund zu besuchen, den er vierzig Jahre lang nicht gesehen hat. Bei diesen Gelegenheiten steigen Mitfahrer zu ihm ins Auto, das durch seine Fragen zu einem Gesprächsraum wird. Nicht selten berühren die Unterhaltungen die existenziellen Dinge des Lebens. Ein fast durchgehend in dem Auto spielender, visuell minimalistischer Film, der sich zum Porträt des heutigen Europas weitet, indem eine Vielzahl von Themen und politischen Verhältnissen zur Sprache kommt. Zudem kreist der Film um die besondere Schönheit zeitlich befristeter Begegnungen. (Filmdienst)
„Brameshuber ist es gelungen, das besondere, oft unerwartet tiefsinnige Verhältnis, das man mit einem fremden Menschen eingehen kann, mit großer Natürlichkeit zu beschreiben.“ (taz)
Donnerstag, 15.10. und Freitag, 16.10. jeweils um 20.15 h
Sonntag, 18.10 um 18.00
UNTIL WE TALK
Schweiz/Deutschland/Frankreich 2025.
Regie: FLORIAN MEBES.
HD Digital. 84 Min. Originalfassung (englisch, hebräisch, arabisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Der Israeli Rami Elhana und der Palästinenser Bassam Aramin haben während der Nahostkonflikts jeweils ein Kind verloren; Elhana durch ein palästinensisches Selbstmordattentat, Aramin durch den Schuss eines israelischen Grenzsoldaten. Dennoch entsteht zwischen den Männern eine tiefe Freundschaft. Als Aktivisten der Nichtregierungsorganisation „The Parents Circle“ werben sie für Verständigung. Auch als die Söhne der beiden Männer radikale Ansichten entwickeln, halten sie an ihrer Friedensbotschaft fest. Der Dokumentarfilm begleitet Elahan und Aramin über einen Zeitraum von zehn Jahre. Die Langzeitbeobachtung verdeutlicht das Leid im israelisch- palästinensischen Konflikt anhand der Schilderungen unmittelbar Betroffener. Im Zentrum stehen die Persönlichkeiten und die verwobenen Schicksale der Protagonisten, die ihre geteilte Verlusterfahrung in etwas Positives wenden. Interviews, Fotografien und Mitschnitte liefern Einblicke in ihre israelisch- palästinensische Versöhnungsarbeit. Die Stimmung ist dem Sujet gemäß oft niederdrückend, was sich auch in wehmütigen Zeitlupen ausdrückt; dennoch steht die Zuversicht über allem, dass der Dialog Früchte trägt. (Filmdienst)
Samstag, 17.10. um 18.00 h
Dienstag, 20.10. um 20.15 h
STERNBRÜCKE FOREVER
Deutschland 2026.
Regie: CHRISTIAN HORNUNG.
HD Digital. 98 Min. Erstaufführung.
Die alte Sternbrücke im Hamburger Schanzenviertel ist Geschichte. Der Film porträtiert das Leben an und unter der Brücke – wie es einmal war und wie es zu Ende ging. Eine warmherzige Liebeserklärung an ein Bauwerk und seine Menschen und ein wütender Kommentar zur Stadtpolitik. Mehmet verkauft Falafel, Martina betreibt einen Kiosk und Stefan repariert Autos. Und jedes Wochenende strömen junge Menschen in die Clubs unter der Sternbrücke – einer über hundert Jahre alten Eisenbahnbrücke. Doch ihre Zeit hier läuft ab: Die Brücke soll abgerissen und neu gebaut werden. Was folgt, bewegt ein ganzes Viertel. Denn die Pläne werfen Fragen auf, die aus Städten weltweit bekannt sind: Wer gestaltet die Stadt? Und ist noch Platz darin für Subkultur und für bezahlbares Leben? (filmfesthamburg.de)
Freitag, 16.10. um 18.00 h
Sonntag, 18.10. um 20.30 h
CALL ME QUEEN
Deutschland/Frankreich/Großbritannien/Kenia 2026.
Regie: EMILY ATEF.
Mit Jeannine Dominy, Emily Atef, Josune Hahnheiser, Hawa Essuman.
HD Digital. 105 Min. Originalfassung (englisch, suaheli) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ende der 1990er-Jahre sucht eine alleinerziehende Frau aus den Slums von Nairobi für sich und ihre beiden Kinder eine bessere Zukunft. Mit Witz und Charme ergattert sie eine Stelle als Haushaltshilfe bei einer irischen Auslandsreporterin und freundet sich mit der Europäerin an. Als sie an AIDS erkrankt, überlebt sie nur durch die Hilfe der Journalistin; in der Folge verschreiben sich die beiden dem Kampf gegen die HIV-Epidemie. Ein auf wahren Begebenheiten beruhendes Drama um zwei mutige Frauen mit unterschiedlichem Hintergrund, die im Kampf gegen die Epidemie und die Machenschaften der Pharmaindustrie zusammenfinden. (Filmdienst)
Samstag, 17.10. um 20.00 h
Mittwoch, 21.10. um 20.15 h
WOHIN MIT MIR?
Deutschland 2026.
Regie: MARVIN MENNÉ.
HD Digital. 82 Min. Originalfassung (deutsch, arabisch, paschtunisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ein syrischer und ein afghanischer Flüchtling leben in einer Wohngruppe für unbegleitete minderjährige Geflüchtete in Deutschland im permanenten Wechselspiel zwischen Hoffen und Mutlosigkeit. Beide sind bei Erreichen der Volljährigkeit von der Abschiebung bedroht, zugleich sollen sie bis dahin alles für ihre Integration tun. Der Dokumentarfilm folgt beiden ein halbes Jahr und stellt einem entmenschlichenden Diskurs das einfühlsame Porträt zweier junger Menschen entgegen, um zu zeigen, welche konkreten Folgen die Migrationspolitik für ihr Leben hat. Dabei begegnet der Film den Protagonisten, aber auch den Sozialarbeiterinnen in der WG mit dezenter Empathie und hält den Ernst ihrer Lage stets präsent. (Filmdienst)
Montag, 19.10. und Dienstag, 20.10. jeweils um 18.15 h
AFTERLIVES
Deutschland/Frankreich/Belgien 2025.
Regie: KEVIN B. LEE.
Mit Kevin B. Lee, Morehshin Allahyari, Nava Zarabian, Anne Speckhard.
HD Digital. 88 Min. Originalfassung (englisch, deutsch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Der Filmemacher Kevin B. Lee will untersuchen, wie terroristische Propagandabilder sich auf die Betrachter auswirken. Neben einem berüchtigten Rekrutierungsvideo des Islamischen Staats, dessen Bilder hohe Verbreitung fanden, zieht er das Abbild eines Medusenhaupts heran, das eine Künstlerin in Anlehnung an ein von Islamisten zerstörtes Original erstellte, und arbeitet mit Extremismusforscherinnen Beispiele aus deren Praxis auf. Das ambitionierte, als Desktop-Dokumentarfilm angelegte Werk entfaltet sein Potenzial, wenn es neugierig und ergebnisoffen in die moderne Bilderflut eintaucht. (Filmdienst)
„AFTERLIVES ist einer der wenigen Kinofilme unserer Zeit, der den Bildern, die unser aller Leben prägen, auf Augenhöhe begegnet.“ (Lukas Förster)
Nur am Montag, 19.10. um 20.15 h
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