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NATIONALHYMNE
(NATIONAL ANTHEM)
USA 2023.
Regie: LUKE GILFORD.
Mit Charlie Plummer, Eve Lindley, Rene Rosado.
HD Digital. 95 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ein stiller junger Mann findet einen Job auf einer abgelegenen Ranch, die einer queeren Community als Refugium dient. Er verliebt sich in eine Transfrau und beginnt, seine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zu entdecken. Der erzählerisch eher schlichte Film ist visuell außergewöhnlich stilisiert und entwirft ein nahezu utopisches Bild einer nicht-heteronormativen Gemeinschaft, in der bislang unbekannte Möglichkeiten erkundet werden können. Ein betont optimistischer Gegenentwurf einer solidarischen Welt, in der die realen Widrigkeiten keine große Rolle spielen. (Filmdienst)
Letzte Vorstellung am Freitag, 31.7. um 18.00 h
TO MY SISTERS
Deutschland 2026.
Regie: FAEK FALAK.
HD Digital. 95 Min. Originalfassung (kurdisch, arabisch, deutsch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Eine junge Kurdin kämpft in einer Fraueneinheit in Syrien gegen die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS), eine etwa gleichaltrige Jesidin offenbart ihre Leidensgeschichte als IS-Sklavin und die deutsche Ehefrau eines getöteten IS-Kämpfers sitzt mit ihren Kindern in einem Lager fest. Der Dokumentarfilm verknüpft die drei Schicksale zu einem vielschichtigen Porträt von Frauen, deren Leben durch die Expansion der Extremisten im Irak und Syrien ab 2014 tiefgreifend verändert wurden. Der Film gibt ihren teils erschütternden Erzählungen breiten Raum und verdeutlicht auch, dass ein mögliches Wiederaufflammen des Terrorismus in Syrien auch Europas Sicherheit gefährdet. (Filmdienst)
Mittwoch, 29.7. um 20.15 h | Sonntag, 2.8. um 18.00 h
HIGH TIDE
USA 2024.
Regie: MARCO CALVANI.
Mit Bill Irwin, James Bland, Marco Pigossi.
HD Digital. 101 Min. Originalfassung (englisch, portugiesisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Lourenço, ein brasilianischer Immigrant, dessen Visum bald abläuft, verliert den Halt, als sein amerikanischer Freund ihn unerwartet in Provincetown zurücklässt. In der Schönheit der Küstengemeinschaft wächst seine Unruhe, bis er Maurice begegnet, einem einfühlsamen Krankenpfleger, der sich ebenfalls fremd fühlt. Zwischen beiden entsteht eine zarte Verbindung, in der sie lernen, ihre ungewisse Zukunft anzunehmen.
Marco Calvani’s HIGH TIDE is sexy, sad, and just the ticket for audiences wanting to wallow over a gay breakup in the Cape Cod queer hotspot. (Indiewire)
Donnerstag, 30.7. um 20.15 h
31.7. – 2.8. jeweils um 20.00 h
TÖCHTER EUROPAS
Deutschland 2025.
Regie: VERENA KURI, IRIS JANSSEN.
HD Digital. 80 Min. Erstaufführung.
In ihrem impressionistischen Dokumentarfilm und Roadmovie begleiten die Filmemacherinnen Verena Kuri und Iris Janssen eine spanische Ticketverkäuferin, eine deutsch-luxemburgische Busfahrerin und eine ukrainische Haushaltshilfe. Alle drei Frauen reisen auf den scheinbar grenzenlosen Straßen Europas umher, auf der Suche nach einem besseren Leben – doch inmitten des Krieges wird der Unterschied zwischen Bewegung und Stillstand einmal mehr deutlich…
Letzte Vorstellung am Samstag, 1.8. um 18.00 h
SCHWARZE HÄUSER
Deutschland 2026.
Regie: KATRIN SIKORA.
HD Digital. 85 Min. Erstaufführung.
Zwischen den 1950er und 1980er Jahren wurden in Deutschland Millionen von Kinder in sogenannte Kurheime verschickt. Das Ziel war Heilung und Erholung. Doch stattdessen erlebten viele Zwangsmedikation, Demütigung und systematische Gewalt. Zahlreiche Verschickungskinder kehrten traumatisiert zurück – unter ihnen die Bestsellerautorin Sabine Ludwig und der Aktivist Detlef Lichtrauter. SCHWARZE HÄUSER macht die strukturelle Gewalt dieses vermeintlichen „Heilsystems“ sichtbar. Der Film beleuchtet die lange verdrängten Erfahrungen durch intime Zeitzeugenberichte und Archivmaterial, verflochten mit der Familiengeschichte der Regisseurin. Parallel dazu bringt das Jugendensemble des Jungen Deutschen Theaters Berlin ein Stück auf die Bühne, das auf Originaldokumenten und Erinnerungen basiert. Die künstlerische Auseinandersetzung der Regisseurin eröffnet einen generationsübergreifenden Dialog über Schweigen, Macht und institutionalisierte Gewalt – Themen, die erschreckend relevant sind. (Filmhaus Köln)
Montag, 3.8. um 18.00
Dienstag, 4.8. und Mittwoch, 5.8. jeweils um 20.15 h
FLUSS
Deutschland 2026.
Regie: TIM GROSSPIETSCH.
HD Digital. 83 Min. Erstaufführung.
Ein Dokumentarfilm folgt der über 1000 Kilometer langen Elbe von ihrer Quelle im Riesengebirge bis zur Mündung in die Nordsee und beobachtet dabei vor allem das Verhältnis zwischen Mensch, Industrie und Gewässer. Originalaufnahmen, Archivmaterial, Drohnenbilder und changierende Klangwelten verdichten sich zu einer essayistischen Reise entlang eines Flusses, der seit Jahrhunderten geformt und genutzt wird. Der Ansatz verzichtet bewusst auf Erklärungen und Kommentare, wodurch manche Bilder besonders eindrücklich wirken, andere jedoch Fragen aufwerfen. Trotz der weitgehenden Ausblendung von Flora und Fauna entwickelt der Film durch seine beobachtende Form eine besondere Sogwirkung. (Filmdienst)
Letzte Vorstellung am Montag, 3.8. um 20.15 h
NINJA MOTHERF*UCKING DESTRUCTION
Deutschland 2025.
Regie: LOTTA SCHWERK.
Mit Emma Suthe, Marie Tragousti, Merle von Mach.
HD Digital. 79 Min. Erstaufführung.
Mit 18 sind die besten Freundinnen Leonie und Marlene sich sicher, dass nichts sie trennen kann. Doch Leonie verliebt sich in Naomi, gibt sich ganz ihrer ersten großen Liebe hin und entfernt sich immer weiter von ihrer besten Freundin. Naomis depressive Schübe jedoch überfordern Leonie zunehmend. Als ihre Beziehung scheitert, merkt Leonie, wie sehr sie sich isoliert hat. Sie verlässt Berlin, beginnt eine Ausbildung und versucht die Welt um sich herum zu ordnen. Doch auch Jahre später fehlt jemand in ihrem Leben: Marlene. Was macht meine Identität aus? Und wem muss ich sie beweisen? Als filmische Langzeitstudie angelegt, ist NINJA MOTHERF*CKING DESTRUCTION ein wildes und ungefiltertes Porträt eines queeren Erwachsenwerdens – überbordendes Gefühlschaos inklusive. Nach acht Jahren Drehzeit und ohne Förderung oder Filmschule im Hintergrund ist Regisseurin Lotta Schwerk mit ihrem Langfilmdebüt die intensive, immer authentische Chronik einer Jugend gelungen. Dafür gab es beim Festival AchtungBerlin! den Preis für die Beste Regie und das Beste Schauspiel!
Letzte Vorstellung am Dienstag, 4.8. um 18.15 h
EVERYTIME
Deutschland/Österreich 2026.
Regie: SANDRA WOLLNER.
Mit Birgit Minichmayr, Lotte Shirin Keiling, Tristan Lopez, Carla Hüttermann. HD Digital. 121 Min. Erstaufführung.
Das letzte Foto, das Jessie gemacht hat, zeigt die Sonne über Berlin. Sie hängt da, als wäre nichts geschehen. Aber Ella hat ihre Tochter verloren. Was ihr bleibt, ist Jessies kleine Schwester und die komplizierte Beziehung zu dem
Jungen, dem alle die Schuld geben. Das merkwürdige Trio landet in einem Familienurlaub, den es so nie gab. Unter der flirrenden Sonne Teneriffas verweben sich Erinnerung und Gegenwart unauflöslich ineinander. Die Geister
sind überall.
Sandra Wollners in Cannes mit dem Hauptpreis der Reihe Un Certain Regard ausgezeichneter Film entwirft eine Trauerstudie und eine Auseinandersetzung mit Erinnerungen, wie sie im Kino noch nicht zu sehen war. (epd Film)
6. – 9.8. jeweils um 20.00 h
Mittwoch, 12.8. um 20.15 h
DAS UNMÖGLICHE BILD
Österreich/Deutschland 2016.
Regie: SANDRA WOLLNER.
Mit Alexander E. Fennon, Isabel Schmidt, Mira Reisinger, Isabella Simon.
HD Digital. 70 Min.
Johanna ist dreizehn Jahre alt, als ihr Vater plötzlich stirbt. Er hinterlässt ihr eine 8mm-Kamera, mit der sie fortan auf das Leben und die Familiengeheimnisse um sich herum blickt. Alles spielt sich im Haushalt der strengen Großmutter ab, die regelmäßig ihren Kochclub unterhält, in dem jedoch nie gekocht wird. Im Österreich der Nachkriegszeit spielen sich hinter der Fassade der Familie für die Zeit schließlich unaussprechliche Szenen ab.
DAS UNMÖGLICHE BILD taucht als Heimatfilm in eine Kindheit nach dem Krieg ein und spielt mit der unzuverlässigen Perspektive von Erinnerungen. Dabei stellt sich eine fluide Kamerarealität ein, die mit den Konventionen des Found Footage spielt. Der Film streut Zweifel an den Bildern, die er selbst erschafft, sobald Johanna mit ihrer Kamera Aufnahmen der Unmöglichkeit macht. (filmz)
Montag, 10.8. und Dienstag, 11.8. jeweils um 18.30 h
THE TROUBLE WITH BEING BORN
Österreich/Deutschland 2019.
Regie: SANDRA WOLLNER.
Mit Lena Watson, Dominik Warta, Ingrid Burkhard, Jana McKinnon.
HD Digital. 97 Min.
Ein Android lebt in Gestalt eines etwa elfjährigen Mädchens in einem Sommerhaus mit einem Mann zusammen, der den Roboter wie seine Tochter behandelt. Mehr und mehr wird dem Maschinenwesen jedoch seine Austauschbarkeit bewusst, weshalb es schließlich ausreißt; doch schon nach kurzer Zeit befindet es sich erneut in der Lage, einen verschwundenen Menschen ersetzen zu müssen. Außergewöhnlich komplexes und forderndes Science-Fiction-Drama, dessen formal strenge und stilsichere Inszenierung Fragen nach dem Wesen des Menschseins angesichts schwindender Grenzen zu Maschinen stellt. Ohne vorgefasste Urteile handelt der Film im Kern von der universellen Suche nach einem Platz in der Welt. (Filmdienst)
Montag, 10.8. und Dienstag, 11.8. jeweils um 20.15 h
FLIEG STEIL
Deutschland 2024.
Regie: MARTINA SCHÖNE-RADUNSKI, LANA COOPER.
Mit Ceci Chuh, Alexander Merbeth, Andreas Anke, Tom Lass, Cora Mainz.
HD Digital. 86 Min. Erstaufführung.
Die Sängerin einer Neo-Nazi-Band eckt mit ihren Vorstellungen eines weiblichen Nationalsozialismus in ihrer Szene an. Auf der Suche nach Verbündeten stößt sie auf den einen Anarcho-Punk, der mit seinen Ideen, die rechte Blase zu unterwandern, bei seinen Mitstreitern ebenfalls wenig Gehör findet. Trotz ihrer gegensätzlichen Ausrichtung freunden sich beide an. Mit rohem Erzählrhythmus wirft der energiegeladene, der Mumblecore-Ästhetik
verhaftete Film in ein Chaos performativer Widersprüche, die kenntlich gemacht, aber nicht aufgelöst werden. Ein frischer, herausfordernder Versuch über extremistische Szenen in Deutschland. (Filmdienst)
„Wer versucht, es jedem recht zu machen, wird es niemandem recht machen. Dieser Film hat nicht das Ziel, es irgendjemandem recht zu machen. Die mutigen Filmemacherinnen wagen sich furchtlos auf gefährliches politisches
Terrain und erzählen aktuelle Themen auf rohe und ungezähmte Weise. Überraschend, herausfordernd, provokativ – kompromissloses Underground- Kino.“ (Filmfest Oldenburg)
Donnerstag, 6.8. und Freitag, 7.8. jeweils um 22.15 h
Samstag, 8.8. um 18.00 h
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PROGRAMMÜBERSICHT:
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