Programm

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

UNSERE EINTRITTSPREISE SIND MODERAT UND ABHÄNGIG VON DEN GESPIELTEN FILMEN UND BEWEGEN SICH ZWISCHEN 4,50 EUR und 5,50 EUR.

ÜBERLÄNGE 6,00 EUR.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

KEIN VORVERKAUF, NUR ABENDKASSE!

 

 
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66 KINOS

D 2016. Regie, Buch, Kamera, Produktion: PHILIPP HARTMANN. Mit B-Movie (Hamburg), Filmclub 813 (Köln), Werkstattkino (München) und 63 weiteren deutschen Kinos, sowie Lars Henrik Gass (Kurzfilmtage Oberhausen). HD Digital. 97 Min. Erstaufführung.

Eine Reise durch die deutsche Kinolandschaft. Hartmann zeigt seinen  letzten Film („Die Zeit vergeht wie ein brüllender Löwe“) in 66 deutschen Kinos und dreht einen neuen Film darüber: diesen. Jede Station liefert neue/andere Belege einer im Wandel befindlichen kulturellen Praxis: Vorführer missen und pflegen die 35mm-Materialität, Kinobetreiber kämpfen ums Überleben, Sammler trotzen dem anonymen Markt, der eine Technologie aufzwingt. Es ist ein bemerkenswerter und liebevoller Essay über die letzten Spuren einer Ära geworden. (Viennale) Eine Liebeserklärung an den immer noch schönsten Ort für Filme.               

19. – 23.1. um 18.00 h (Am Dienstag, 23.1. in Anwesenheit des Regisseurs!)

 
 
 
 
 
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SHORT ATTACKS – HAPPY CRIME TIME
11 Filme in 80 Minuten. HD Digital. Filme teils deutsch, englisch bzw. englisch untertitelt.
Verbrecherische Eskapaden bei Shorts Attack zum Jahresstart: Rambi soll die Welt retten (TRAILER), eine Tasche mit Diebesgut tourt durch mehrere Hände (THE TRAP), Frösche decken ein Verbrechen auf (GARDEN PARTY), Zombies überraschen eine Standparty (INVASION), eine Tätersuche führt zur Weltreise (FOOTPRINTS) und wenn der Postmann klingelt, drehen schon mal alle durch (GOOD DAY). Desweiteren gibt es Tierschicksale als Erziehung für Jungtiere (ACCIDENTS…), ein multiples Gangstertreffen (AKADO), Monster an einer Tankstelle (THE STATION), eine turbulente Schatzsuche (SANTA MARIA) und die Siegesfeier eines Drachentöters (THE ORDINARY).
Ausführliches Programm unter www.shortsattack.com
Donnerstag, 18.1. um 22.15 h
 


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MARLINA – DIE MÖRDERIN IN VIER AKTEN
(MARLINA SI PEMBUNUH DALAM EMPAT BABAK) 
Indonesien 2017.
Regie: MOULY SURYA.
Mit Marsha Timothy, Dea Panendra, Egi Fedly.
HD Digital. 95 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Indonesien. Ein Mann auf einem Motorrad erreicht eine abgelegene Hütte. Er verkündet der dort lebenden Marlina, dass bald sechs seiner Freunde eintreffen werden, um ihr Geld und all ihr Vieh zu stehlen und – wenn Zeit bleibt – sie im Anschluss zu vergewaltigen. Zunächst einmal hätte er aber gerne Hühnersuppe zum Abendessen. Marlina macht sich auf den Weg in die Küche. Hühnersuppe wird es geben. Und etwas besonders Scharfes zum Nachtisch.
Indonesien meets KILL BILL meets Western – diese Kombination begeisterte Publikum und Filmkritik bei den Internationalen Filmfestspielen in Cannes, die den Mix aus packenden Westernelementen, exotischen Bildern und subtilem Humor bei der Weltpremiere von MARLINA mit stürmischem Applaus und euphorischen Besprechungen feierten. Für die bedeutende internationale Branchenzeitschrift Variety hat Regisseurin
Mouly Surya damit „ein neues Genre erfunden“. Mit einer Idee des indonesischen Regiegroßmeisters Garin Nugroho als Grundlage hat die Regisseurin – inspiriert von der faszinierenden Kultur der Insel Sumba und ihrer Bewohner – ihre ganz eigene Interpretation eines Westerns geschaffen. Außergewöhnlich ist auch, dass das Ganze nicht von einem männlichen „Helden“, sondern von einer extrem vielschichtig angelegten
weiblichen Hauptfigur getragen wird, eindrücklich verkörpert vom indonesischen Schauspielstar Marsha Timothy (THE RAID 2). Mouly Suryas kompromisslose, überraschende Erzählweise erinnert an begnadete Regieautoren wie Quentin Tarantino oder Jim Jarmusch und doch kopiert sie nicht, sondern hat ihre ganz eigene kreative Stimme. (Eksystent Distribution)
18. – 24.1. um 20.15 h
 

 

 

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Totally over the top!

Drei höchst obskure Filme des indonesischen Filmemachers  H. Tjut Djalil

19. – 24.1. um 22.15 h

 

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MISS KIET'S CHILDREN
(DE KINDEREN VAN JUF KIET)
Niederlande 2016. Regie: PETRA LATASTER-CZISCH, PETER LATASTER.
HD Digital. 114 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Dokumentarfilm über eine niederländische Lehrerin und ihre Grundschulklasse voller Flüchtlingskinder. In zeitgemäßer Direct-Cinema-Manier beobachtet er sie und ihre Schüler ein Jahr lang durchgängig auf Augenhöhe, meist im Klassenzimmer, gelegentlich auf dem Pausenhof oder in der Sporthalle. Anrührend und einfühlsam registriert er mit großem Gespür für Details Konflikte, Gefühle und Herausforderungen, die sich unter der ebenso liebevollen wie strengen Anleitung der Lehrerin ergeben, wobei die Schüler häufig mit ihren Traumata oder denen ihrer Eltern zu kämpfen haben. (Filmdienst)
Sonntag, 21.1. um 10.30 h (Matinée)

 

 

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DAS MILAN-PROTOKOLL

Deutschland 2017. Regie: PETER OTT. Mit Catrin Striebeck, Christoph Bach, Samy Abdel Fattah. HD Digital. 114 Min. Erstaufführung.

Im irakisch-kurdisch-syrischen Grenzgebiet wird eine deutsche Ärztin von sunnitischen Stammesmilizionären entführt, die dem Islamischen Staat nahestehen. Dabei gerät nicht nur sie zwischen die Fronten, sondern auch ihre Entführer, die inmitten der sich ständig ändernden politischen Situation das Überleben ihrer Familien sichern wollen. Zwischen psychologischem Drama und Spionagefilm voller Zwischentöne nähert sich die Inszenierung den verwirrenden regionalen Interessenskonflikten anhand individueller Schicksale an. Dabei gelingt es dem Film überzeugend, für Erklärungsansätze jenseits moralisierender Gut-Böse-Schemata zu werben. (Filmdienst)

26.1./27.1. und 29.1. jeweils um 17.45 h


 


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TRUE WARRIORS
Deutschland/Afghanistan 2017.
Regie: NIKLAS SCHENCK, RONJA VON WURMB-SEIBEL
HD Digital. 93 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Der Dokumentarfilm TRUE WARRIORS von Ronja von Wurmb-Seibel und Niklas Schenck portraitiert eine Künstlergruppe in Kabul, deren Theaterstück über Selbstmordanschläge selbst zum Ziel eines Selbstmordanschlags wird. Am 11. Dezember 2014 sprengt sich während einer Theater-Premiere im französischen Kulturzentrum in Kabul ein 17 Jahre alter Selbstmordattentäter in die Luft. Manche Zuschauer klatschen – sie halten die Explosion für eine besonders realistische Inszenierung. Erst als Panik ausbricht, verstehen sie, was passiert ist. Der Attentäter und zwei Besucher sterben, 40 Menschen werden verletzt. Der Film TRUE WARRIORS erzählt die Geschichte der Schauspieler und Musiker, die an diesem
Tag auf der Bühne standen. Sie wollten mit ihrem Stück über Selbstmordanschläge ein Zeichen setzen gegen den Terror, der ihre Gesellschaft zerfrisst. Jetzt sind sie selbst vor Angst gelähmt. In ausführlichen Interviews berichten sie davon, wie sie den Anschlag erlebt haben und wie sie
in der Folge damit umgehen. TRUE WARRIORS zeigt die Folgen der zerstörerischen Kraft von Terror und Gewalt: Traumatisierte Menschen, die ihr Leben lang mit dem Erlebten zu kämpfen haben. Einige der Künstler fliehen nach Europa. Die meisten aber bleiben in Kabul und formieren sich neu – sie kehren gemeinsam zurück auf die Bühne und verlagern ihr Wirken auf die Straße, wo sie riskante Produktionen organisieren. Zum ersten Mal treten sie wieder gemeinsam auf, als der Lynchmord an der jungen Studentin Farkhunda Malikzada weltweit Schlagzeilen macht – mit der Re-Inszenierung ihres Mordes setzen sie sich an die Spitze einer wütenden Protestbewegung, ungeschützt, vor tausenden Passanten.
TRUE WARRIORS ist eine Geschichte über die Kraft der Kunst, die Stärke der Freundschaft und den unbedingten Willen, sein Land zu verändern. Zugleich aber auch eine Erzählung über die Gründe, aus denen sich so viele Afghanen seit 2014 für die Flucht nach Europa entscheiden – und über ihr Ankommen in Deutschland.
Wiederholung am Sonntag, 4.2. um 20.15 h
 

 
 
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DAS KONGO TRIBUNAL
Deutschland/Schweiz 2017. Regie: MILO RAU.
HD Digital. 105 Min. Erstaufführung.
Im Mai 2015 veranstaltete der Schweizer Theatermacher Milo Rau in Bukavu, in der Demokratischen Republik Kongo und in Berlin das „Kongo Tribunal“, eine fiktive Gerichtsverhandlung, bei der die Ursachen und Hintergründe des Kongo-Kriegs untersucht wurden. Sein Dokumentarfilm zeichnet als Bearbeitung dieses symbolischen Prozesses ein durch Zeugenaussagen und Expertenmeinungen gestütztes Porträt des Wirtschaftskriegs und seiner neokolonialen Verflechtungen. Ein bewegendes, interessantes und bereicherndes Projekt, auch wenn sich der herkömmliche Dokumentarfilm als nur unzureichendes Format erweist, die Komplexität dieses Kriegs abzubilden. (Filmdienst)
Weitere Spieltermine in Planung
 
 

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Charlie Chaplins Rede an die Menschheit aus dem Film DER GROSSE DIKTATOR (1940):