Programm

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

UNSERE EINTRITTSPREISE SIND MODERAT UND ABHÄNGIG VON DEN GESPIELTEN FILMEN UND BEWEGEN SICH ZWISCHEN 4,50 EUR und 5,50 EUR.

BEI ÜBERLÄNGE ERHEBEN WIR EINEN MINIMALEN PREISAUFSCHLAG.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

KEIN VORVERKAUF, NUR ABENDKASSE.

      

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A FÁBRICA DE NADA
Portugal 2018.
Regie: PEDRO PINHO.
Mit Jose Smith Vargas, Carla Galvao, Njamy Sebastião.
HD Digital. 177 Min. Originalfassung (portugiesisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Eine Aufzugsfabrik in der Nähe von Lissabon: die Geschäfte gehen eher schlecht im krisengebeutelten Portugal, entsprechend haben die Beschäftigten der Fabrik kaum etwas zu tun. Eines Nachts realisiert eine Gruppe von ihnen, dass ihre Chefs den Diebstahl ihrer eigenen Maschinen organisieren. Schnell begreifen sie, dass sie es sind, deren Arbeit hier abgewickelt werden soll. Was tun? Sie diskutieren über Politik, Aktionismus und radikale Maßnahmen, schließlich widersetzen sie sich dem Diktat von Oben und besetzen ihren Arbeitsplatz. Als sich die Verwaltung komplett aus dem Staub macht, bleiben sie in der leeren Fabrik zurück. Wie soll es weitergehen? Plötzlich eröffnen sich völlig neue, bisweilen absurd überraschende Perspektiven…
Cannes 2017: FIPRESCI-Preis | Filmfest München 2017: CineVision-Award | L'Alternativa Independent Film Festival Barcelona 2017: Bester Film
"Die Art kühnes Filmemachen, vor Ideen und Mut strotzend, die das Kino von innen heraus wachrüttelt." (The Observer)
"Einer der reichsten, schönsten und verzweifeltsten Filme zur Finanzkrise mit einem diskursführenden Proletariat.“
(Dunja Bialas, Artechock)
"Ein origineller Spielfilm über Arbeit und Autonomie." (Bert Rebhandl, Der Standard)
22. – 24.10. um 20.15 h
29.10. – 31.10. um 20.15 h
 
 
 
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DIE GENTRIFIZIERUNG BIN ICH. BEICHTE EINES FINSTERLINGS
Schweiz 2018.
Regie: THOMAS HAEMMERLI.
HD Digital. 98 Min. Erstaufführung.
Der Schweizer Thomas Haemmerli war Anwaltssohn, Rekrut, Hausbesetzer, Jura- und Philosophiestudent, Yuppie und Werber, TV-Korrespondent und Expat in Lateinamerika. Er lebte in einem noblen Stadthaus am Zürichberg, besetzten Häusern und WGs, schicken Lofts, Pariser Dachwohnungen, südamerikanischen Airbnb-Zimmern und Hochhauskomplexen. Entlang dieser individuellen Wohnverhältnisse in den unterschiedlichen Phasen seines Lebens entwickelt Haemmerli einen hochunterhaltsamen Essay mit autobiographischem Zugriff über Raumgebrauch, Wohnsituationen, Architektur, Stadtplanung und Gentrifizierung in den Großstädten dieser Welt.
Montag, 22.10. um 18.00 h
 
 
 
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THE WHISPER OF THE JAGUAR
(O SUSSURRO DO JAGUAR)
Brasilien/Kolumbien/Deutschland 2017.
Regie: SIMON(E) JAIKIRIUMA PAETAU, THAIS GUISASOLA.
HD Digital. 79 Min. Originalfassung (portugiesisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
THE WHISPER OF THE JAGUAR ist ein Queerpunk-Roadmovie, das in der Region des Amazonas spielt und indigenes Wissen sowie die Erfahrung von Trance-Zuständen, die von Arzneipflanzen ausgelöst werden, erforscht. Die Hauptfigur Ana, die die Asche ihres Bruders mit sich trägt, der ein kuir (queer)-Aktivist war, verschafft sich Zugang zu den Erinnerungen und Traumata ihrer Vorfahren und muss sich in der heutigen politischen Landschaft Brasiliens mit ihren eigenen vorgefassten Meinungen von Indigenität, Ego und Tod auseinandersetzen. In poetischen Bildern und Darbietungen beschäftigt der Film sich mit Jugend, Hybridität, postkolonialen Subjekten, kuir-Sexualität, Umweltzerstörung, Heilpflanzen, Jaguaren und Verlust. (documenta14)
Vorfilm: MILA CAOS
Kuba/Deutschland 2011. Regie: SIMON(E) JAIKIRIUMA PAETAU. HD Digital. 18 Min. Originalfassung (spanisch) mit englischen Untertiteln. Sebastián, ein 17-jähriger Kubaner, verwandelt sich an Wochenenden auf illegalen Travestieshows in den Vororten Havannas in „Mila Caos”. Er leidet unter der vorgetäuschten Gleichgültigkeit seiner Mutter und träumt davon, dass sie ihn eines Tages auf der Bühne bewundert.
19. – 21.10. um 20.15 h
26. – 28.10. um 20.15 h
 
 
 
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PAZUCUS – ISLAND OF VOMIT AND DESPAIR
(PAZUCUS – A ILHA DO DESARREGO)
Brasilien 2017.
Regie: GURCIUS GEWDNER.
Mit Marcel Mars, Gurcius Gewdner, Priscilla Menezes, Ligia Marina, Hector B. Braga.
HD Digital. 110 Min. Originalfassung mit englischen Untertiteln. Deutsche Erstaufführung.
Inside the intestine of Carlos, fecal monsters prepare for its end. This stomach confusion makes him an easy prey for the obsessive Dr. Robert. At the same time, Oréstia & Omar seek to harmonize their relationship in a camp and are, gradually, oppressed by the nature that of paradisiacal becomes infernal. A island is , by excellence, a troubled territory. Piece of land separated off the mainland or territory emerging and arising from the center of the world shocks : re- integrate into the sea is the ghost that haunts all the islands.
Born in 1982, Gurcius Gewdner is recognized in Brasil for its peculiar work as a director, editor, musician and visual artist, having led and participated in some of the most absurd, insane and hallucinating artistic and film projects of the past 15 years produced in Brazilian lands, not only as a director, but in important partnerships with other artists and directors. His works have the power to melt brains and influence people to do the unthinkable.
PAZUCUS: ISLAND OF VOMIT AND DESPAIR is not a film you will soon forget. It’s a little like an old Mr. Bungle song: take a little of everything, throw it all together, and somehow you end up not with a pile of crap, but instead something amazing. There are poop monsters, there are gallons and gallons of vomit, there is a guy pretending to be a shark, there is a dance/party sequence, there are “death cuddles,” there is an epic, climactic fight sequence, and there is a fairly
intense bit of grocery shopping. This film runs close to the two-hour mark, and on first examination would seem a little too long. But after some reconsidering, there’s really not a single part that deserves to be cut. Hopefully this film finds a good distributor, because it is one that needs to be seen. Gurcius Gewdner is a name to remember, folks, and PAZUCUS:
ISLAND OF VOMIT AND DESPAIR is a film to keep an eye out for. Highly recommended. (Sean Leonard)
A multicolored orgy of vomiting and absurdity . (Beatriz Saldanha)
A wondrous explosion of chaos . (Carl Fisher)
Samstag, 27.10. um 22.15 h
 
 
 
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SUMMER OF '84
USA 2018.
Regie: FRANCOIS SIMARD.
Mit Graham Verchere, Judah Lewis, Caleb Emery, Cory Gruter-Andrew.
HD Digital. 106 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Mystery-Drama um vier Jugendliche aus einer US-amerikanischen Vorstadt, die während der Sommermonate 1984 einen Serienmörder zu Strecke bringen wollen und bald einen Verdächtigen ausgekundschaftet haben. Der ebenso unterhaltsame wie fesselnde Abenteuerkrimi im Retro-Stil von Klassikern wie STAND BY ME (1986) nimmt sich anfangs Zeit, um mit viel Gespür die Erfahrungswelt von Jugendlichen zu erfassen. Im letzten Viertel erfährt er dann eine unerwartete Wendung und wandelt sich zu einem verstörenden Psycho-Thriller der intelligenteren Art. (Filmdienst)
Sonntag, 21.10. um 22.15 h
Donnerstag, 25.10. um 22.30 h
 
 
 
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DIE LEGENDE VOM HÄSSLICHEN KÖNIG
Österreich/Deutschland 2018.
Regie: HÜSEYIN TABAK.
HD Digital. 122 Min. Originalfassung (türkisch, deutsch, französisch, kurdisch, englisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Man nannte ihn den hässlichen König! Ein Mythos, ein Held, eine Filmlegende. Wer war Yılmaz Güney? Ein hochtalentierter Regisseur? Ein Revolutionär? Ein Mörder? Ein Genie oder ein Verrückter? Der junge Regisseur Hüseyin Tabak ist auf der Suche nach Antworten. Dabei leitet er die Nachforschungen über ein Skript, welches von dem kurdischen Filmemacher aus der Türkei handelt. Güney wurde zu einer Gefängnisstrafe von mehr als 100 Jahren verurteilt. Hauptsächlich aus politischen Gründen aber auch für den Mord an einem Richter. Er begann damit Filme aus dem Gefängnis zu machen. Sein bekanntester Film YOL gewann sogar den Palme d’Or im Jahre 1982.
Tabak besuchte eine Vielzahl von verschiedenen Ländern, wo er Güneys Familie, seine Schauspieler, renommierte Filmemacher wie Michael Haneke und Costa Gavras, ehemalige Mitinsassen und Menschen auf der Straße, die Güney immer noch als Helden ansehen. Je tiefer Hüseyin in die Geschichte des legendären hässlichen Königs gräbt, desto menschlicher und verwundbarer wird er.
Donnerstag, 25.10. um 20.00 h
Sonntag, 28.10. um 10.30 h (Matinée)
 
 
 
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FLY ROCKET FLY – MIT MACHETEN ZU DEN STERNEN
Deutschland/Belgien 2018.
Regie: OLIVER SCHWEHM.
HD Digital. 90 Min. Erstaufführung.
Lutz Kayser gründete 1975 die erste private Raumfahrtgesellschaft überhaupt. Zwanzig Jahre Space Age – doch die BRD hinkte in der Raumfahrttechnik damals anderen Nationen weit hinterher. Der Stuttgarter Student tüftelt mit Kommilitonen an einer extrem billigen Do-it-yourself-Rakete. Die "Orbital Transport- und Raketen Aktiengesellschaft" soll deren Entwicklung finanzieren. Als Testgelände pachtet Kayser ein Gebiet im Kongo, von der Größe der damaligen DDR. Der Dokumentarfilm von Oliver Schwehm ist eine fantastische Abenteuergeschichte. Als dann eine der Raketen kurz nach dem Start im Sinkflug abschmiert, wird die Story zum Politthriller. (Süddeutsche Zeitung).
Mittwoch, 24.10. um 18.15 h
Donnerstag, 25.10. um 18.00 h
 
 
 
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FRANCO VOR GERICHT: DAS SPANISCHE NÜRNBERG?
(FRANCO ON TRIAL: THE SPANISH NUREMBERG?)
Spanien/Deutschland 2018.
Regie: LUCIA PALACIOS, DIETMAR POST.
HD Digital. 120 Min. Originalfassung (spanisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Nach dem Erfolg von DIE SIEDLER FRANCOS, ihrer ersten Auseinandersetzung mit dem Erbe der Diktatur, richten Post und Palacios ihren Blick nun auf den vermeintlich während der Diktatur begangenen Völkermord in Spanien. Bis heute wurde niemand wegen der systematischen Gräueltaten des Regimes angeklagt. Im Jahr 2010 reichten die Opfer in Buenos Aires Klage ein, bekannt als „Querella Argentina“. Inzwischen wurden 24 internationale Haftbefehle ausgestellt. FRANCO VOR GERICHT stellt die „argentinische Klage“ in ihren historischen und juristischen Kontext, und wirft die Frage auf, ob es zu einem „spanischen Nürnberg“ kommen kann. Lucía Palacios und Dietmar Post ist es gelungen unterschiedlichste Stimmen einzufangen und historische Fakten aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Vor der Kamera gilt das Gleichheitsprinzip. Für den ehemaligen Minister, der sein Einverständnis zur Vollstreckung der Todesstrafe gab genauso wie für die ehemaligen Häftlinge oder zum Tode Verurteilten. Für die Generalstochter, die vehement ihren verbrecherischen Vater verteidigt ebenso wie für den Historiker, der genau eben diese Verbrechen benennt und belegt.
Die beiden Filmemacher schaffen einen fiktiven Raum des Disputs und Dialogs. Die Einzelschicksale der Protagonisten werden in einen konkreten historischen Kontext eingebettet. So entsteht eine Collage zusammengesetzt aus Aussagen, Fotos und teilweise noch nie gesehenem Archivmaterial.
Samstag, 27.10. um 17.45 h
 
 
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HAMBURGER GITTER
Deutschland 2018.
Regie: MARCO HEINIG, STEFFEN MAURER, LUISE BURCHARD, LUCA VOGEL.
HD Digital. 76 Min. Erstaufführung.
Manchmal entstehen gute Filme allein dadurch, dass man Bilder, die Angst machen, kommentiert. Auch die Polizei hat ein Interesse daran, solche Bilder zu produzieren. Diese Erkenntnis nimmt man aus dem Film "Hamburger Gitter" über den Einsatz beim G-20-Gipfel mit, der nun auf einer kleinen Kinotour zu sehen ist. Die Aufnahmen gingen durch die Nachrichten. Polizisten in schwarzen Kampfanzügen, die ohne Vorwarnung losstürmen und einen Demonstrationszug niederknüppeln. Flüchtende Demonstranten, die eine Mauer hinabstürzen, auf andere fallen, die dort schon liegen, teils mit offenen Knochenbrüchen. Eine junge Frau in bunten Klamotten, die mit Pfefferspray vom Dach eines gepanzerten Fahrzeugs gesprüht wird, als wäre sie ein Insekt. Wer so etwas sieht, überlegt es sich bei der nächsten Großdemonstration zweimal, ob es nicht vielleicht doch klüger wäre, zu Hause zu bleiben. "Obwohl die Veranstalter sich einig waren, da soll jeder mitgehen können, die Frau mit Kinderwagen genauso wie der Mann im Rollstuhl, hat die Behörde ständig versucht, die Gewalt herbeizureden." Sagt Gabriele Heinecke, die im Vorstand des Republikanischen Anwaltsvereins sitzt und während des Gipfels im anwaltlichen Notdienst tätig war. Sie ist eine von mehreren im Film interviewten Expertinnen und Experten, die zu dem Schluss kommen: G20 war, so heißt es im Untertitel, ein "Schaufenster moderner Polizeiarbeit". Sich die noch mal in der Praxis anzuschauen, lohnt sich besonders, seit die in Hamburg generalerprobten Praktiken mit dem in Bayern verabschiedeten Polizeiaufgabengesetz das freistaatliche Gütesiegel erhalten haben, und von dort aus Schule zu machen drohen. In München gingen Zehntausende auf die Straßen. Auch die Frau mit Kinderwagen und der Mann im Rollstuhl. HAMBURGER GITTER entstand quasi ohne Budget, größtenteils aus bestehenden Aufnahmen. Seine bloße Existenz ist trotz allem Grund zur Hoffnung. Auch die Zivilgesellschaft betreibt heute Videoüberwachung. (Philipp Bovermann, Süddeutsche Zeitung)
Weitere Termine in Planung

 

 

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DEMNÄCHST:

A WOMAN CAPTURED

https://www.partisan-filmverleih.de/filme/a-woman-captured/

Freitag, 26.10. um 18.00 h

 

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HELLRAISER 3

 

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Charlie Chaplins Rede an die Menschheit aus dem Film DER GROSSE DIKTATOR (1940):