Programm

 

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

UNSERE EINTRITTSPREISE SIND MODERAT UND ABHÄNGIG VON DEN GESPIELTEN FILMEN UND BEWEGEN SICH ZWISCHEN 4,50 EUR und 5,50 EUR.

BEI ÜBERLÄNGE ERHEBEN WIR EINEN MINIMALEN PREISAUFSCHLAG.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

KEIN VORVERKAUF, NUR ABENDKASSE.

WIR SPIELEN KEINE WERBUNG, DESHALB BITTE PÜNKTLICH KOMMEN.

 

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RAY & LIZ
GB 2018.
Regie: RICHARD BILLINGHAM.
Mit Ella Smith, Deirdre Kelly, Justin Sallinger, Patrick Romer.
HD Digital. 108 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
In der Peripherie von Birmingham und am Rande der Gesellschaft praktiziert die Familie Billingham extreme Rituale und bricht gesellschaftliche Tabus, während sie sich durch ein Leben wurstelt, das von Umständen bestimmt ist, die ausserhalb ihrer Kontrolle liegen. Basierend auf den Erinnerungen des Regisseurs und Fotografen Richard Billingham, konzentriert sich der Film auf seine Eltern Ray und Liz, ihre Beziehung und ihren Einfluss auf ihn und seinen jüngeren Bruder Jason.
20. – 22.5. um 20.15 h
 


DAVE MADE A MAZE
USA 2017.
Regie: BILL WATTERSON.
Mit Meera Rohit Kumbhani, Nick Thune, Adam Busch.
HD Digital. 80 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Frauen, lasst eure Männer nicht alleine! Sie machen sonst nur Mist … Zum beispiel Dave: Als seine Freundin Annie ein paar Tage weg ist, baut der Bastelfreak in seinem Wohnzimmer ein Labyrinth aus leeren Kartons – und findet nicht mehr raus. Als Annie zurückkehrt, versucht sie ihren Holden aus dem Irrgarten zu befreien, leider vergeblich. Schließlich rücken Daves Freunde zur Rettung an, samt Filmteam im Schlepptau … Bill Watterson beschäftigt sich in seinem fantastischen Film nicht lange mit Plausibilitäten. Er schafft stattdessen eine irrwitzige Welt, die mit jeder Minute absurder wird. Ein Augenschmaus visuellen Fantasy-Horrors.
Letzte Vorstellung am Mittwoch, 22.5. um 22.30 h
 

 
 
 
 
ANDREA ARNOLD
 
FISH TANK
UK 2009.
Regie, Buch: ANDREA ARNOLD.
Mit Katie Jarvis, Michael Fassbender, Kierston Wareing. 
Digital. 123 Min. Originalfassung (englisch) mit deutschen Untertiteln.
Gewaltbereite Teenager in der Londoner Vorstadt.
"Andrea Arnold hat ein besonderes Gespür für das Lebensgefühl der Underdogs an den ausgefransten Rändern der englischen Klassengesellschaft." (Anke Sterneborg)
Sonntag, 26.5. und Montag, 27.5. um 20.30 h
 
 
 
WUTHERING HEIGHTS
UK 2011.
Regie: ANDREA ARNOLD.
Buch: Andrea Arnold, Olivia Hetreed.
Mit Kaya Scodelario, James Howson, Solomon Glave.
Digital. 128 Min. Originalfassung (englisch) mit deutschen Untertiteln.
"Was halten Sie von Emily Brontë?"
AA: "Sie war eine erstaunliche Frau. Schon wie sie schrieb: Ihre Bücher sind seltsam und wild und voller Leidenschaft und Sehnsucht nach Sex und Rache und Gewalt. Gut gemacht! Das wütet doch in uns allen. Aber Emily Brontë war zudem eine Frau, die in einer Zeit lebte, in der Frauen nicht ein Wort über ihre Ansichten oder Befindlichkeiten äußern durften, geschweige denn solche Worte. Noch einmal: Gut gemacht! Ich liebe sie dafür, dass sie es gewagt hat, und ich liebe das Buch dafür, was es über uns Frauen ausspricht."
"Ist es ein kluges Buch?"
AA: "Es ist ein bizarres Buch. Man sollte sich an diesem Buch nicht zu schaffen machen, es ist perfekt so wie es ist. Jeder sollte die Finger davon lassen. Wir sollten das verdammte Buch einfach in Ruhe lassen, aber irgendwer versucht immer, aus dem Buch noch irgend etwas anderes herauszuholen, und alle scheitern."
"Sie haben es trotzdem verfilmt."
AA: "Ja. Das Buch hat mich verwunschen. Ich habe so viele Risiken dafür auf mich genommen. Jetzt ist der Film fertig, und ich muss mich für ihn nicht schämen. Ich denke, ich habe alles in ihn hineingebracht, was ich hineinbringen wollte. Ich habe mich um diesen Film mit meiner ganzen Kraft bemüht, ich habe alles gegeben, was ich geben konnte. Ich habe mich an keiner Stelle durchgeschummelt, und ich hatte sogar Spaß dabei. Mehr kann man nicht tun."
Dienstag, 28.5. und Mittwoch, 29.5. um 20.30 h
 
 

 
 
Frauenstudien München e.V. zeigt
in Zusammenarbeit mit ADEFRA – Schwarze Frauen in Deutschland und dem Werkstattkino
MILLIS ERWACHEN

Von und mit NATASHA A. KELLY.
Wir befinden uns in Dresden und schreiben das Jahr 1911. Eine Schwarze Frau räkelt sich nackt auf dem Divan des Künstlers Ernst Ludwig Kirchner. Er malt ein erotisierendes Bild von ihr, reduziert sie zum Objekt der Begierde. Das Gemälde trägt später den Namen "Schlafende Milli". Und Milli – falls das überhaupt ihr Name ist – bleibt stumm. Von ihr ist nichts bekannt. Nicht einmal, ob sie tatsächlich Milli hieß. Mit ihrem 2018 uraufgeführten Film MILLIS ERWACHEN gibt die Kommunikationssoziologin Natasha A. Kelly der schlafenden Milli eine Stimme. Es kommen acht Schwarze deutsche Künstlerinnen verschiedener Generationen zu Wort und berichten von ihren Auseinandersetzungen mit der andauernden kolonialen Kontinuität Deutschlands. Sie alle haben durch ihre künstlerische Praxis eine selbstbestimmte Position in der weißen deutschen Mehrheitsgesellschaft gefunden. Milli ist nicht mehr Objekt, sondern wird durch den Film, der die Vielfältigkeit und Verwobenheit der portraitierten Geschichten zeigt, zum Subjekt.
Vor dem Film hören wir einen einleitenden Impulsvortrag der Regisseurin Natasha A. Kelly.
Im Anschluss wollen wir die zentralen Fragen des Films gemeinsam mit Publikum und Regisseurin diskutieren.
Sonntag, 26.5. um 11.30 h (Matinée)
 
 
MACHT DAS ALLES EINEN SINN? –
UND WENN JA, WARUM DAUERT ES SO LANGE?
Deutschland 2019.
Regie: ANDREAS WILCKE.
HD Digital. 102 Min. Erstaufführung.
Zwischen schick sanierten Alt- und futuristisch anmutenden Neubauten, die mit Klamottenläden, Youth Hostels, Sushiläden und Galerien bestückt sind, reckt sich ein graues kolossartiges Ungetüm in betörender Hässlichkeit wie eine Festung gen Himmel – die Volksbühne. Dieses Haus, dessen Bau im Jahr 1914 von den Spendengroschen der SPD-Mitglieder finanziert wurde, um ein Theater zu schaffen, in dem Arbeiter ihre eigenen Stücke realisieren konnten, entwickelte im Verlauf der darauffolgenden Jahre eine ganz eigene Dynamik und erfand unter Regisseuren wie Piscator, Marquard, Besson das Theater immer wieder neu.
Letzte Vorstellung am Sonntag, 26.5. um 16.00 h
 


DER STEIN ZUM LEBEN
Deutschland 2018.
Regie: KATINKA ZEUNER.
HD Digital. 77 Min. Erstaufführung.
„Also es ist ja so, dass ein Mensch immer sehr vielschichtig zu sein pflegt“, sagt Michael Spengler. Zu ihm kommen Personen, die nach einem Grabstein streben, der sich von den üblichen unterscheidet. Der die Persönlichkeit des Verstorbenen widerspiegelt, das vergangene Leben reflektiert. Drei Todesfälle und den anschließenden Prozess der Steinfindung begleitet Katinka Zeuner in ihrem Film: ein junges Elternpaar, das ihr Kind verloren hat, eine Frau mit ihren zwei Söhnen, die sich gemeinsam mit Spengler dem Leben des Vaters, beziehungsweise Großvaters anzunähern suchen, und eine Frau, die nach der richtigen Form für einen Mann namens „Cliewe“ forscht. Spengler wird dabei zu einer Art Medium, welches die Erinnerungen und Emotionen seiner Kunden aufnimmt, um sie anschließend ins Material zu übersetzen. Das Vorgehen ist ein gemeinschaftliches, über Wochen und Monate treffen sich die Parteien immer wieder, um etwas zu schaffen, das Michael Spengler als „Grabzeichen“ benennt. (DOK LEIPZIG)
26. – 28.5. um 18.15 h
 
 
 
CaRabA # LEBEN OHNE SCHULE
Deutschland 2017.
Regie: KATHARINA MIHM.
Mit Yunus Gürkan, Carl Hiller, Emma Brüggler.
HD Digital. 92 Min. Erstaufführung.

Der fiktionale Kinofilm CaRabA zeigt eine Welt ohne Schulen. Fünf junge Menschen finden in dieser neuen Bildungslandschaft ihren ganz eigenen Weg. Phantasievoll untersucht der Coming-of-Age Film, wie das Leben selbst zum fortwährenden Bildungserlebnis wird. Der erste Spielfilm zur Zukunft der Bildung regt an, gemeinsam Visionen zu entwickeln. Die Ausgangsfrage ist: Wann und wo geschieht Bildung eigentlich? Was würden junge Menschen tun, wenn sie ihren eigenen Interessen folgen könnten? In dem Episodenfilm CaRabA forscht SASKIA (24) an einem Schlafmittel und ringt um dessen Anerkennung; der entwaffnend-naive NURI (8) begleitet seinen Vater beim Taxifahren und interviewt die Fahrgäste; der verträumte LOVIS (14) spielt Tischtennis im Park, arbeitet an der Zeit und verliebt sich; MAX (15) malt Waschmaschinen beim Schleudern und entdeckt Gott in Dürer (oder umgekehrt); während bei der erst ziellosen JANNE (15) das Schicksal zum temporären Auszug von zuhause und zur Feldforschung über Familie führt. CaRabA erzählt von Vertrauen – in sich selbst und in die Menschen um einen herum.

Wiederholung am 30.5. um 11.00 h (Matinée)

 

 
 
LUFT ZUM ATMEN – 40 JAHRE OPPOSITION BEI OPEL IN BOCHUM
Deutschland 2019.
Regie: JOHANNA SCHELLHAGEN.
HD Digital. 70 Min. Erstaufführung.
1972 gründeten ein paar Arbeiter und Revolutionäre bei Opel in Bochum die „Gruppe oppositioneller Gewerkschafter“ (GoG). Die GoG existierte über 40 Jahre und hat mit ihrer radikalen Betriebsarbeit den Widerstandsgeist in der Bochumer Belegschaft befeuert. Als Betriebsräte gaben sie geheime Informationen an die Belegschaft weiter, sie sorgten für achtstündige Betriebsversammlungen, kämpften gegen Krankenverfolgung, organisierten ihren eigenen Bildungsurlaub und versuchten sogar, auf eigenen Faust direkte internationale Solidarität zwischen den verschiedenen General Motors Belegschaften in Europa herzustellen, um sich gegen die Standorterpressungen in den 90er Jahren zur Wehr zu setzen. Ihre radikalen Aktivitäten kulminierten schließlich im wichtigsten Wilden Streik der deutschen Nachkriegsgeschichte, als die Belegschaft im Oktober 2004 sechs Tage lang das Werk besetzte und die Produktion in ganz Europa lahmlegte. Ein Portrait von Kollegen, die sich Gehör verschafften. Ihre Praxis einer unbeirrten Betriebspolitik von unten zeigt, dass Widerstand möglich ist. Auch heute. Auch in Großbetrieben.
Wiederholung am 16.6. um 20.30 h mit Regisseurin
 

 
 
DEMNÄCHST:
 
SCHAMROCK FILMFESTIVAL
30.5. – 2.6.
 
 
MÜNCHEN 089 – BIG TROUBLE IN LITTLE MINGA
 

 
ORAY
 
 
MIR IST ES EGAL, WENN WIR ALS BARBAREN IN DIE GESCHICHTE EINGEHEN.“

 

WILD BOYS