Programm

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

UNSERE EINTRITTSPREISE SIND MODERAT UND ABHÄNGIG VON DEN GESPIELTEN FILMEN UND BEWEGEN SICH ZWISCHEN 4,50 EUR und 5,50 EUR.

BEI ÜBERLÄNGE ERHEBEN WIR EINEN MINIMALEN PREISAUFSCHLAG.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

KEIN VORVERKAUF, NUR ABENDKASSE.

              

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EMBRYO – A JOURNEY OF MUSIC AND PEACE
Deutschland 2018.
Regie. MICHAEL WEHMEYER.
HD Digital. 98 Min. Erstaufführung.
Für den Film hat der „Embryo“-Keyboarder und -Regisseur eine Schatztruhe mit bisher unveröffentlichten Filmaufnahmen und Fotos geborgen, um die Entwicklung von „Embryo“ vom Jazz-Rock der 60er zu einer World-Fusion-Group in Bild und Musik zu vermitteln. Der Film ist wie die Musik der Band: mal dicht und konzentriert, mal fließend und unvorhersehbar wie eine Jam Session.
Samstag, 29.9. um 16.00 h
 
 

 

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COBAIN
Niederlande/Belgien/Deutschland 2017.
Regie: NANOUK LEOPOLD.
Mit Bas Keizer, Naomi Velissariou, Wim Opbrouck, Dani Marineci.
HD Digital. 94 Min. Originalfassung (niederländisch/englisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Auf der Suche nach seiner Mutter streift Cobain allein durch die Straßen. Unterwegs begegnen ihm alte Bekannte, Mitarbeiter des Jugendamtes und der Methadonvergabestelle. Er ist zerrissen zwischen der Aussicht auf ein anderes Leben in einer Pflegefamilie, vielleicht sogar Geborgenheit, und der Angst um seine Mutter, die alle außer ihm bereits aufgegeben haben. Debütant Bas Keizer verleiht Cobain ein Gesicht, in dem Sanftmut und Wut, Sorge und Sehnsucht ständig miteinander ringen. In stiller Radikalität, mit entsättigten Farben und kargen Gitarrenriffs erzählt Nanouk Leopold auf ergreifende Weise von einem modernen Helden, der früh erwachsen werden muss. (Berlinale)
21. – 22.9. um 20.15 h
Letzte Vorstellung am Montag, 24.9. um 18.15 h
 
 

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OBEN IST ES STILL
(BOVEN IS HET STIL)
Niederlande/Deutschland 2013.
Regie: NANOUK LEOPOLD.
Mit Jeroen Willems, Henri Garcin, Martijn Lakemeier, Wim Opbrouck.
HD Digital. 93 Min. Originalfassung (niederländisch) mit deutschen Untertiteln.
Zwischen einem 55-jährigen belgischen Bauern und seinem bettlägerigen Vater herrschen Schweigen und Kälte. Kurz bevor der alte Mann stirbt, versucht der Sohn, der jahrelangen Fremdbestimmung ein eigenes Leben entgegenzusetzen, das es jedoch erst noch zu finden gilt. In nüchternen Bildern und mit einem überragenden Gespür für Räume und Körper erzählt das intensiv-stille Drama von der allmählichen Selbstfindung eines Mannes, dem der Zugang zu sich und der Welt lange verstellt war. (Filmdienst)
Nur noch Sonntag, 23.9. um 18.00 h

 

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TOKAT – DAS LEBEN SCHLÄGT ZURÜCK
Deutschland/Türkei 2016.
Regie: ANDREA STEVENS, CORNELIA SCHENDEL.
HD Digital. 76 Min. Erstaufführung.
Der Dokumentarfilm portraitiert drei ehemalige Mitglieder Frankfurter Jugendbanden wie den „Turkish Power Boys“, damals und heute, und öffnet den Blick auf Biographien jenseits von Migrationsklischees und kulturpolitischen Floskeln. Kerem, Dönmez und Hakan hatten in ihrer Jugend eines gemeinsam: Als Immigranten aus dem ostanatolischen Dorf Bayat wuchsen sie zusammen im Frankfurter Stadtteil Bornheim auf und waren dort Mitglied der berüchtigten Jugendbanden. Anfang der 90er Jahre machten sie die Stadt durch zahlreiche Gewaltdelikte unsicher – von Beschaffungskriminalität bis hin zu schwerer Körperverletzung und Totschlag. Ihr Ruf verbreitete sich rasant, nicht zuletzt durch die Berichterstattung in lokalen und überregionalen Medien. Heute, nach 20 Jahren, weisen ihre verschiedenen Lebenswege kaum noch Parallelen auf. Kerem ist durch seinen damaligen Heroinkonsum mittlerweile Frührentner. Dönmez wurde in die Türkei abgeschoben, ist Familienvater und
arbeitet in einer Apfelsaftfabrik. Hakan, 1999 in die Türkei abgeschoben, arbeitet als Feldarbeiter am Fuß des Berges Ararat und ist heimatlos.
TOKAT spielt in der Gegenwart, die durch Beobachtungen des Alltags der Männer und prägnante Interviewsituationen eingefangen wird. Verknüpft mit den Erinnerungen und Erzählungen aus ihrer Jugend, begibt sich der Film auch visuell in die Vergangenheit. Die unterschiedlichen Lebensräume in Frankfurt und Anatolien, als Jugendliche und Erwachsene, irgendwo zwischen Bedauern und Nostalgie, werden dadurch zu einer dynamischen und persönlichen Geschichte.
Letzte Vorstellung am Samstag, 22.9. um 16.30 h

 

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DRAUSSEN
Deutschland 2018.
Regie: TAMA TOBIAS-MACHT, JOHANNA SUNDER-PLASSMAN.
HD Digital. 80 Min. Erstaufführung.
Portrait von vier Obdachlosen, die in Köln auf der Straße leben. Obdachlose sind überall, aber unsichtbar. Verlierer. Gescheitert, schmutzig, betrunken. Sie leben auf der Straße und besitzen nichts, können nichts vorzeigen. Nichts was gesellschaftlichen Status sichtbar macht. Nichts was ihrer Persönlichkeit über ihren Anblick hinaus Ausdruck verleihen würde. So das gängige Bild von Menschen, die man lieber übersieht, als sie von Angesicht zu Angesicht wahrzunehmen.
Nur noch Freitag, 21.9. um 18.15 h
 
 
 
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HAMBURGER GITTER
Deutschland 2018.
Regie: MARCO HEINIG, STEFFEN MAURER, LUISE BURCHARD, LUCA VOGEL.
HD Digital. 76 Min. Erstaufführung.
Manchmal entstehen gute Filme allein dadurch, dass man Bilder, die Angst machen, kommentiert. Auch die Polizei hat ein Interesse daran, solche Bilder zu produzieren. Diese Erkenntnis nimmt man aus dem Film "Hamburger Gitter" über den Einsatz beim G-20-Gipfel mit, der nun auf einer kleinen Kinotour zu sehen ist. Die Aufnahmen gingen durch die Nachrichten. Polizisten in schwarzen Kampfanzügen, die ohne Vorwarnung losstürmen und einen Demonstrationszug niederknüppeln. Flüchtende Demonstranten, die eine Mauer hinabstürzen, auf andere fallen, die dort schon liegen, teils mit offenen Knochenbrüchen. Eine junge Frau in bunten Klamotten, die mit Pfefferspray vom Dach eines gepanzerten Fahrzeugs gesprüht wird, als wäre sie ein Insekt. Wer so etwas sieht, überlegt es sich bei der nächsten Großdemonstration zweimal, ob es nicht vielleicht doch klüger wäre, zu Hause zu bleiben. "Obwohl die Veranstalter sich einig waren, da soll jeder mitgehen können, die Frau mit Kinderwagen genauso wie der Mann im Rollstuhl, hat die Behörde ständig versucht, die Gewalt herbeizureden." Sagt Gabriele Heinecke, die im Vorstand des Republikanischen Anwaltsvereins sitzt und während des Gipfels im anwaltlichen Notdienst tätig war. Sie ist eine von mehreren im Film interviewten Expertinnen und Experten, die zu dem Schluss kommen: G20 war, so heißt es im Untertitel, ein "Schaufenster moderner Polizeiarbeit". Sich die noch mal in der Praxis anzuschauen, lohnt sich besonders, seit die in Hamburg generalerprobten Praktiken mit dem in Bayern verabschiedeten Polizeiaufgabengesetz das freistaatliche Gütesiegel erhalten haben, und von dort aus Schule zu machen drohen. In München gingen Zehntausende auf die Straßen. Auch die Frau mit Kinderwagen und der Mann im Rollstuhl. HAMBURGER GITTER entstand quasi ohne Budget, größtenteils aus bestehenden Aufnahmen. Seine bloße Existenz ist trotz allem Grund zur Hoffnung. Auch die Zivilgesellschaft betreibt heute Videoüberwachung. (Philipp Bovermann, Süddeutsche Zeitung)
Nächster Termin noch nicht bekannt

 

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DONBASS
Ukraine/Deutschland/Frankreich/Niederlande/Rumänien 2018.
Regie: SERGEI LOZNITSA.
Mit Boris Kamorzin, Olesya Zhurakowskaja, Thorsten Merten.
HD Digital. 121 Min. Originalfassung (ukrainisch/russisch) mit deutschen Untertiteln.
In 13 lose miteinander verknüpften Episoden vergegenwärtigt der schonungslose Film grotesk-brutale Szenen aus dem Krieg in der Ostukraine. Das bittere Requiem einer am Abgrund balancierenden Region häuft in einer Gratwanderung zwischen Farce und Tragödie skizzenhafte Momente aus einem rechtsfreien Raum aneinander, in dem die Grenzen zwischen Tätern und Opfern, Schuld und Unschuld zerfließen. Das eindringliche Gemälde aus einer Zone von Rechtlosigkeit und Willkür. (Filmdienst)
Donnerstag, 20.9. & Sonntag, 23.9. um 20.00 h

 

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FUNERAL PARADE OF ROSES
(BARA NO SORETSU)
Japan 1969.
Regie: TOSHIO MATSUMOTO.
Mit Pita, Osamu Ogasawara, Yoshio Tsuchiya.
HD Digital. 104 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Die Dragqueens Eddie und Leda buhlen um die Gunst des Nachtclubbesitzers und Dealers Gonda, der sich schließlich für Eddie entscheidet. Leda begeht Selbstmord. Eddie sehnt sich gleichzeitig nach ihrem Vater, der früh die Familie verlassen hatte. Sie ermordet ihre Mutter und deren Liebhaber um später festzustellen, dass ihr Liebhaber Gonda ihr Vater ist, der sich als er dies herausfindet umbringt. Der Film ist eine Interpretation der Ödipus-Sage, in Abwandlung zum Original liebt hier der Sohn den Vater.
In seiner aufgebrochenen Struktur ist FUNERAL PARADE OF ROSES ein einzigartiges audio-visuell abstraktes und gleichzeitig explizites, politisches und assoziatives Dokument, das den Geist der 60er Jahre atmet, Japans New Wave begründete und bis heute ein zeitloses, vitales, lebensnahes und modernes Kunstwerk ist.
21./22./24.9. um 22.15 h 
25./26.9. um 20.00 h
 

 

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COLD SKIN
Spanien/Frankreich 2017.
Regie: XAVIER GENS.
Mit Ray Stevenson, David Oakes, Aura Garrido.
HD Digital. 106 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Ein als Wetterbeobachter auf eine einsame Pazifikinsel geflohener irischer Freiheitskämpfer verbündet sich 1914 mit einem verschrobenen Leuchtturmwärter, um gegen eine aus dem Meer steigende Armada von Fisch/Mensch-Zwitterwesen zu bestehen. Der stimmungsvoll inszenierte und überzeugend gespielte Mix aus Abenteuer- und Horrorfilm kreist um Fragen der Menschlichkeit und ihrer Entartung. Mit geringen Mittel produziert und in der Spannungsdramaturgie nicht ganz ausgereift, entfaltet der Film eine angenehm aus der Zeit gefallene Aura, in der ein spannender Perspektivwechsel zwischen Mensch und Monster möglich erscheint. (Filmdienst)
23.9. um 16.00 h
24.9. um 20.15 h 
25./26.9. um 22.15 h
 

 

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ENGEL ÜBER EUROPA – RILKE ALS GOTTSUCHER
Deutschland 2018.
Regie: RÜDIGER SÜNNER.
HD Digital. 82 Min. Erstaufführung.
Ein eindrücklicher Film, der sehr berührt, mit dem ganz Persönlichen einer eigenen Rilkelektüre. Das Spirituelle, das gezeigt und an des Dichters Orte begleitet wird, wird wunderbar durch Bild und Musik hervorgehoben. Die besinnliche Ruhe dieses Films, der nicht belehrt, sondern sachte suggestiven Spuren folgt, bannt den Zuschauer durch die Aussage, durch die Ästhetik. (Rilke Foundation)
Sonntag, 23.9. um 11.00 h (Matinée)
Sonntag, 30.9. um 11.00 h (Matinée)
 

 

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DEMNÄCHST:

NAOMIS REISE

 

SWEET COUNTRY

 

PHANTASM 3

 

 

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Charlie Chaplins Rede an die Menschheit aus dem Film DER GROSSE DIKTATOR (1940):