Programm

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

UNSERE EINTRITTSPREISE SIND MODERAT UND ABHÄNGIG VON DEN GESPIELTEN FILMEN UND BEWEGEN SICH ZWISCHEN 4,50 EUR und 5,50 EUR.

ÜBERLÄNGE 6,00 EUR.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

KEIN VORVERKAUF, NUR ABENDKASSE!

 

 

 
 

DAS KONGO TRIBUNAL
Deutschland/Schweiz 2017. Regie: MILO RAU.
HD Digital. 105 Min. Erstaufführung.
Im Mai 2015 veranstaltete der Schweizer Theatermacher Milo Rau in Bukavu, in der Demokratischen Republik Kongo und in Berlin das „Kongo Tribunal“, eine fiktive Gerichtsverhandlung, bei der die Ursachen und Hintergründe des Kongo-Kriegs untersucht wurden. Sein Dokumentarfilm zeichnet als Bearbeitung dieses symbolischen Prozesses ein durch Zeugenaussagen und Expertenmeinungen gestütztes Porträt des Wirtschaftskriegs und seiner neokolonialen Verflechtungen. Ein bewegendes, interessantes und bereicherndes Projekt, auch wenn sich der herkömmliche Dokumentarfilm als nur unzureichendes Format erweist, die Komplexität dieses Kriegs abzubilden. (Filmdienst)
Dienstag, 19.12. um 18.00 h

Weitere Termine eventuell im Januar
 
 
 
 
 
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ÜBERLEBEN IN NEUKÖLLN
Deutschland 2017. Regie: ROSA VON PRAUNHEIM, MARKUS TIARKS.
HD Digital. 82 Min. Erstaufführung.
In einem liebevoll angetrashten Dokumentarfilm führt Rosa von Praunheim Gespräche mit frei flottierenden Existenzen abseits der Geschlechter- und Gesellschaftsnormen. Der Hipness-Faktor Berlin-Neuköllns potenziert sich ja seit Jahren ohne Unterlass und verunsichert – Stichwort Gentrifizierung – auch die hier Porträtierten, welche oft bereits seit vielen Jahren aus Überzeugung im Prekariat leben. Der Pionier des queeren Kinos setzt diesen Lebensentwürfen und dem bald ehemaligen Bezirk der Devianz ein charmantes Denkmal. (Süddeutsche Zeitung)
Sonntag, 17.12. um 11.00 h (Matinée)
 
 
 
 
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VANATOARE
Deutschland 2016. Regie: ALEXANDRA BALTEANU.
Mit Corina Moise, Iulia Lumanare, Iulia Ciochina.
HD Digital. 75 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Lydia züchtet Tauben und lebt mit ihrem Mann und den zwei Kindern auf dem Land. Denisas Freund braucht neue Turnschuhe. Und Vanessa sehnt sich nach einem Traummann mit grünen Augen. Die drei Frauen begegnen sich täglich auf ihrem Arbeitsplatz unter einer Autobahnbrücke am Stadtrand von Bukarest. Die Kamera begleitet sie einen Tag lang, bei ihrem Weg zur Arbeit, beim Umziehen und Warten, beim manchmal vergeblichen Werben um Kunden und bei Revierstreitigkeiten. Wie in Echtzeit gedreht, erzeugt VANATOARE einen poetischen Sog, der weit über die Wirklichkeit hinaus wirkt.
"Balteanu findet in den kalten Bildern Hoffnungsschimmer der Solidarität zwischen den Frauen, deren Darstellerinnen überzeugen." (Tagesspiegel)
"Bedrückend, berührend, packend." (Ray Magazin)

Max Ophüls Preis 2017: Beste Regie & Preis der ökumenischen Jury

13. Achtung Berlin Festival: Preis der deutschen Filmkritik & Lobende Erwähnung für die beste Regie

Letzte Vorstellungen am Freitag, 15.12. und Montag, 18.12. um 18.30 h

 

 

 

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SEX IM ADVENT – EINE FILMREIHE
7. – 20.12. um 20.15 h/22.30 h
 
SUPER-8-EROTIK NACHT
Samstag, 16.12. um 22.30 h
 
UNHOLY X-MESS
Überraschungsprogramm
Sonntag, 24.12. um 23.00 h
 

 
 
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DER GIPFEL – PERFORMING G20
Deutschland 2017. Regie: RASMUS GERLACH.
Musik: Laurie Anderson. Digital. 82 Min.
Vom G20-Gipfel in Hamburg sind vor allem die Bilder der Zerstörung im Gedächtnis geblieben und die Gewalt-Eskalationen, die den friedlichen und kreativen Protest weitestgehend überschattet haben. Dabei haben die Protest- Performances als neue Form des Demonstrierens viel Anklang gefunden – wie die Aktion »1.000 Gestalten«, bei der Künstler mit lehmgeschminkten Gesichtern wie Zombies durch die Straßen liefen, oder der »Megafonchor«, der mit Sprechkunst aus der Flüstertüte auf sich aufmerksam machte. DER GIPFEL – PERFORMING G20 sammelt die eindrücklichsten Momente der Kunstaktionen, spricht mit Beteiligten und Betroffenen und entwirft so ein komplexes Bild komplizierter Gipfel-Tage.
Samstag, 16.12. & Sonntag, 17.12. um 18.00 h in Anwesenheit des Regisseurs!
 
 
 
 
 
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DIE LIEBHABERIN
(LOS DECENTES)
Österreich/Südkorea/Argentinien 2016. Regie: LUKAS VALENTA RINNER.
Mit Iride Mockert, Martin Shanly, Andrea Strenitz, Mariano Sayavedra.
HD Digital. 100 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
„Eine junge Argentinierin aus ärmlichen Verhältnissen nimmt einen Job als Haushälterin bei einer reichen Familie in Buenos Aires an, womit sie Zugang zu einer privilegierten Welt hinter befestigten Mauern erlangt. Bei einem Spaziergang durch die Gated Community entdeckt sie ein
dschungelähnliches Nudisten-Camp, und durch ihren Übertritt geraten die oppositionellen Systeme unter Hochspannung. Eine in klaren Tableaus gedrehte Reflexion über menschliche Beziehungen in abgeschlossenen Systemen, die sich besonders dem durchorganisierten Raum und der Vielfalt der Körper widmet.“ (Filmdienst)
"Rinner entwickelt seine lakonische Romanze in eine vollkommen ungeahnte Richtung, schrammt am Surrealen vorbei ins Groteske, ohne je ins Lächerliche abzurutschen." (ORF)
"Eine exquisit inszenierte Komödie mit trockenem Humor im Stile von Jacques Tatis MON ONCLE." (Film Society Lincoln Center New York)
"Nicht im Dialog, sondern in bildstarken Tableaux vivants erkundet der Film die Lebensrealitäten zweier abgeschlossener Gemeinschaften." (Falter)
Festivals: Diagonale 2017 – Großer Preis: bester Spielfilm + bestes Sounddesign | Visionär Film Festival Berlin 2017 – Publikumspreis | Toronto International Film Festival 2016 – Spezial-Preis der Jury
Dienstag, 19.12. um 20.15 h
 

 

 

 

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THE ANTIFASCISTS
Schweden 2017. Regie: PATRIK ÖBERG, EMIL RAMOS.
Digital. 75 Min. Originalfassung mit englischen Untertiteln.
Der Film THE ANTIFASCISTS gibt einen Einblick in die Entwicklungen der antifaschistischen Bewegungen in Griechenland und Schweden und lässt verschiedene Protagonist_innen antifaschistischer Kämpfe zu Wort kommen.
Mittwoch, 20.12. um 18.30 h
 
 
 
 
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POTTORIGINALE ROADMOVIE
Deutschland 2017. Regie: GERRIT STARCZEWSKI.
Mit Tankwart a.D. VfL Jesus, Uwe Fellensiek, Anthony Arndt, Klaus Fiehe und als Gast DJ HELL.
HD Digital. 115 Min. Erstaufführung.
Der Regisseur? Hat noch nie einen Spielfilm gemacht.
Die Darsteller? Fast alles Laien.
Das Budget? Welches Budget?
Die Story? Westfalia Herne trifft VfL Bochum trifft Schalke trifft Kokain und Uwe Fellensiek!
POTTORIGINALE ROADMOVIE ist ein abenteuerlicher Ritt durch den wilden Westen, eine Hommage an das Ruhrgebiet und seine schrägen Gestalten, eine Liebeserklärung an echte Originale und Fußball Marke Ruhrpott.
Samstag, 22.12. um 17.00 h und 19.30 h
 
 
 
 
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UNTITLED
Österreich/Deutschland 2017. Regie: MICHAEL GLAWOGGER, MONIKA WILLI.
HD Digital. 107 Min.
„Dieser Film soll ein Bild der Welt entstehen lassen, wie es nur gemacht werden kann, wenn man keinem Thema nachgeht, keine Wertung sucht und kein Ziel verfolgt. Wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition“, so Michael Glawogger, dessen frühere Filme häufig die globale Ausbeutung behandelten. 2014 verstarb der Regisseur auf seiner ziellosen Reise durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika bereits nach fünf Monaten an Malaria. Zwei Jahre später übernahm seine Editorin Monika Willi die Fertigstellung des Films. Mal mit scharfen Schnitten, mal sanft und leise montiert sie aus dem entstandenen Material ein faszinierendes, bildgewaltiges Dokument, unterlegt mit einem starken, aber unaufdringlichen Mix aus Original- und komponierten Tönen. UNTITLED ist ein nie zur Ruhe kommender Film über Bewegung und das Unterwegssein, über das Fremde und die Fremde. Vor allem aber, und das macht die Magie der Bilder aus und das Betrachten zu einem aufregenden Erlebnis, ist es ein Film über die Poesie des Zufalls. Eine Reise durch die Welt, um zu beobachten, zuzuhören und zu erleben – mutig, roh und offen. (Berlinale 2017)
25. – 27. Dezember um 20.15 h
 

 


 


 


 


 

VIER FILME VON MICHAEL GLAWOGGER:

 

WHORE'S GLORY – EIN TRIPTYCHON                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Österreich/Deutschland 2011. Regie: MICHAEL GLAWOGGER. HD Digital. 118 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. In Form eines Triptychons erkundet der Dokumentarfilm Rotlichtbezirke in Thailand, Bangladesch und Mexiko. Neben der Auswahl der Orte, die drei unterschiedliche Kulturkreise und Religionen abdecken, und der kongenialen Art der Erkundung beeindruckt er vor allem durch die Nähe, die er zu den Protagonisten aufbaut. Unvoreingenommen und ohne vorgeschobene moralische Wertungen kommen Freier und Zuhälter, primär aber die Prostituierten selbst zu Wort, um über ihre Arbeit, aber auch über sich und ihre Lebensvorstellungen zu sprechen. Über das Thema Prostitution hinaus vermittelt der Film ungewöhnliche Einblicke in Wertvorstellungen und Geschlechterverhältnisse. (Filmdienst)                                                                                                                                                                                                                                                                                                              Montag, 25.12. um 17.45 h

 

 

UNTITLED                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Österreich/Deutschland 2017. Regie: MICHAEL GLAWOGGER, MONIKA WILLI. HD Digital. 107 Min.
Der schönste Film ist der, der nie zur Ruhe kommt. Scorsese hat nach dieser Parole gedreht oder Wim Wenders. Und Michael Glawogger. "Untitled" sollte an den Ursprung des Kinos zurückkehren, zu den Brüdern Lumière, die ihre Kameraleute in alle Welt schickten als Bilderfinder. Im Dezember 2013 brach Glawogger auf zu einer Fahrt rund um die Welt, ohne Thema, nur filmen, was ihm begegnet. Er kam durch den Balkan, Italien, Nord- und Westafrika. Im April 2014 starb er in Liberia an Malaria. Seine Lebensgefährtin hat das Material, seinen vier Monaten unterwegs, gesichtet und montiert zu einer unaufhörlichen magischen Bewegung: Kids, die eine Müllhalde durchstöbern, eine Kamelherde, die handyerleuchtete Nacht einer afrikanischen Stadt, Vater und Sohn, wie sie durch einen unfertigen Rohbau wandern – eine Zeit, in der man sich nicht mehr einrichten kann. (Fritz Göttler, Süddeutsche Zeitung)                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     
25. – 27.12. um 20.15 h

 

 

SLUMMING                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                       Österreich/Schweiz 2006. Regie: MICHAEL GLAWOGGER. Mit August Diehl, Paulus Manker, Michael Ostrowski. 35mm. 100 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Zwei Wiener Yuppies lassen sich durch die ärmlichen Viertel ihrer Stadt treiben, um die Erfahrung des Fremdseins in beinahe gewohnter Umgebung zu erleben, und amüsieren sich mit bösen Scherzen auf Kosten anderer. Als sich der Rädelsführer verliebt, wendet sich die Freundin, die seine Haltung empörend findet, bald von ihm ab. Eine hochkarätig besetzte, fürs Genre fast schon zu bitterbös-schwarze Komödie, die keine bestimmte Figurenperspektive anbietet und in ihrer Komplexität immer wieder Anlass zu Irritationen gibt. (Filmdienst)                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                  Dienstag, 26.12. um 18.00 h

 

 

WORKING MAN'S DEATH                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Österreich/Deutschland 2005. Regie: MICHAEL GLAWOGGER. 35mm. 126 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. In fünf Bildern und einem Epilog unternimmt der essayistische Dokumentarfilm den Versuch, dem allmählichen Verschwinden schwerer körperlicher Arbeit aus dem Lebenskontext der Moderne auf die Spur zu kommen. In ausgesuchten, bildmächtigen Einstellungen werden Bergarbeiter in der Ukraine porträtiert, die auf eigene Faust Kohle abbauen, indonesische Kulis, die zentnerschwere Kiepen voller Schwefel ins Tal schleppen, das blutige Treiben auf einem Schlachthof in Nigeria, die lebensgefährliche Verschrottung von Öltankern in Pakistan, Stahlarbeiter in China. Die mitunter fast circensischen Schauwerte des Gesehenen werden durch ein ausgeklügeltes Sound-Arrangement, die betörende Musik des Avantgarde-Künstlers John Zorn und durch den O-Ton des Films ebenso klug wie assoziationsreich unterstützt. Ein irritierend-visionärer Film, der nicht nur nach der Veränderungen moderner Arbeitswelten fragt. (Filmdienst)                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          Donnerstag, 28.12. um 20.00 h

 

 

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FILME VON GEORGE A. ROMERO

22.12. und 23.12. um 22.30 h

28.12. – 30.12. um 22.30 h

1. – 6.1.  um 22.30 h
 

 
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MISS KIET'S CHILDREN
(DE KINDEREN VAN JUF KIET)
Niederlande 2016. Regie: PETRA LATASTER-CZISCH, PETER LATASTER.
HD Digital. 114 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Dokumentarfilm über eine niederländische Lehrerin und ihre Grundschulklasse voller Flüchtlingskinder. In zeitgemäßer Direct-Cinema-Manier beobachtet er sie und ihre Schüler ein Jahr lang durchgängig auf Augenhöhe, meist im Klassenzimmer, gelegentlich auf dem Pausenhof oder in der Sporthalle. Anrührend und einfühlsam registriert er mit großem Gespür für Details Konflikte, Gefühle und Herausforderungen, die sich unter der ebenso liebevollen wie strengen Anleitung der Lehrerin ergeben, wobei die Schüler häufig mit ihren Traumata oder denen ihrer Eltern zu kämpfen haben. (Filmdienst)
29.12. – 3.1. um 20.00 h
 
 
 

 
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DER KONZERTDEALER
Deutschland 2017. Regie: SOBO SWOBODNIK.
HD Digital. 86 Min.
Ungewöhnlicher Porträtfilm über den Ex-Punk Scumeck Sabottka, der seit 30 Jahren als Tournee- und Konzertveranstalter eine Größe in der Welt der Rock- und Pop-Musik ist. Mit essayistischen Mitteln rekapituliert er eine erstaunliche Biografie, in der Leidenschaft für Musik, Geschäftssinn und der Strukturwandel der Branche eine Balance gefunden haben. Formal nutzt er ein langes Radiointerview, das in Verbindung mit Bildern aus Sabottkas Alltag sowie mit dem elektronischen Klang von Dinos Chapman zu einer erzählerisch wie ästhetisch bezwingenden Form vereint wird. (Filmdienst)
Sonntag, 7.1.2018 um 11.00 h (Matinee)
 
 
 
 
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QUEERCORE – HOW TO PUNK A REVOLUTION
USA 2017. Regie: YONY LEYSER.
HD Digital. 83 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.

In den 1980er-Jahren gründeten Künstler wie Bruce LaBruce oder G.B. Jones die als „Queercore“ bezeichnete Bewegung aus Kanada, in der sich die wachsende Unzufriedenheit einer queeren Subkultur artikulierte, die ihr Selbstverständnis und ihre Lebensart in den Mainstream-Medien nicht wiederfand. Der Dokumentarfilm holt zahlreiche Vertreter und Wegbereiter der Szene vor die Kamera und zeichnet die Geschichte einer jugendlichen Selbstermächtigung mit teilweise spektakulärem, bislang unveröffentlichtem Archivmaterial nach. (Filmdienst)                                                                            
7. – 10.1. um 22.30 h

 
 
 
 
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GHOSTLAND – REISE INS LAND DER GEISTER

Deutschland 2016. Regie: SIMON STADLER, CATENIA LERMER, SVEN MEHLING. HD Digital. 88 Min.

Seitdem die Menschen vom Stamm der Ju/’Hoansi in Namibia nicht mehr jagen dürfen, leben sie davon, Touristen ein archaisches Leben vorzugaukeln, das sie längst nicht mehr führen. Der unterhaltsame Dokumentarfilm begleitet einige Stammesmitglieder auf eine Reise nach Frankfurt am Main, wohin sie eine Hilfsorganisation eingeladen hat. Zivilisationskritisch, aber ohne erhobenen Zeigefinger verdeutlicht er die extremen Unterschiede zwischen der Stammeskultur und dem großstädtischen Rhythmus, wobei er vor allem von seinen Protagonisten zehrt, die sich über die Errungenschaften des Fortschritts amüsieren. (Filmdienst)

Dienstag, 26.12. um 16.00 h
Sonntag, 31.12. um 11.00 h (Matinee)
 
 
 
 
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LIFE ON THE BORDER
Irak/Syrien 2017.
Regie: MAHMOD AHMAD, RONAHL EZZADIN, SAMEL HOSSEIN, DELOVAN KEKHA, HAZEM KHODELDEH, DIAR OMAR, ZOHOUR SAEID.
HD Digital. 67 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Der große kurdische Regisseur Bahman Ghobadi, dessen Werk u.a. mit der Goldenen Palme des Festivals in Cannes oder dem Friedenspreis der Berlinale ausgezeichnet wurde, hat sich einem ganz besonderen Projekt gewidmet: Unter seiner fachkundigen Anleitung bekamen sieben Kinder aus den Flüchtlingslagern in Kobanê und Sindschar die Möglichkeit, mit eigenen filmischen Ideen von sich und ihren Erlebnissen zu erzählen. Abseits der täglichen Berichterstattung gewähren die jungen FilmemacherInnen so einen seltenen, unmittelbaren und authentischen Einblick in ihr Leben und ihre Erfahrungen. Mal ungeschönt dokumentarisch dann wieder voller Poesie erzählen sie ihre Geschichten in Bildern, die jeder gesehen haben sollte. Sie berichten von ihren Erfahrungen mit dem sogenannten Islamischen Staat und zeigen das harte Leben des Campalltags, aber auch ihre Traditionen und Musik. Voller Liebe für die Menschen, die sie verloren haben und die, die noch an ihrer Seite sind. Eine einmalige und wichtige Chance, das Leben der Menschen auf der Flucht mit ihren eigenen Augen sehen und verstehen zu können.
Montag, 1.1.2018 um 18.00 h
Sonntag, 7.1.2018 um 16.30 h
 
 
 
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IM INNEREN KREIS
Deutschland 2017. Regie: HANNES OBENS, CLAUDIA MORAR.

HD Digital. 83 Min.
In Hamburg haben verdeckte Ermittlerinnen jahrelang die linke Szene ausspioniert. Sie führten sexuelle Beziehungen, verschafften sich so Zutritt zu Wohnungen und Computern. Der Dokumentarfilm zeigt, wie weit die Polizei geht – und was das mit Bespitzelten macht.
„Der Film IM INNEREN KREIS lässt sich gut als Beitrag zur Debatte über die Ereignisse während des G20-Gipfels betrachten. Zwar war das nicht geplant, aber man kann die Zusammenhänge kaum ignorieren. In der Geschichte um die verdeckten Ermittlungen geht es einerseits um die »Gefahr« radikal linken Denkens und Handelns für die bürgerliche Gesellschaft – und konkret vor allem um die nun heiß diskutierte Rote Flora. Andererseits behandeln die knapp 90 Minuten die Frage, wo in dieser Gesellschaft Polizeigewalt anfängt, und wann und durch wen dieser Gewalt
Grenzen gesetzt werden.“ (intro magazin)
Freitag, 29.12. um 18.00 h
 

 

 

 

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Charlie Chaplins Rede an die Menschheit aus dem Film DER GROSSE DIKTATOR (1940):