Programm

 

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

UNSERE EINTRITTSPREISE SIND MODERAT UND ABHÄNGIG VON DEN GESPIELTEN FILMEN UND BEWEGEN SICH ZWISCHEN 5,00 EUR und 6,00 EUR.

BEI ÜBERLÄNGE UND FESTIVALS ERHEBEN WIR EINEN KLEINEN PREISAUFSCHLAG.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

RESERVIERUNGEN SIND LEIDER NICHT MÖGLICH.

WIR NEHMEN NUR BARGELD. CASH ONLY.

WIR SPIELEN KEINE WERBUNG, DESHALB BITTE PÜNKTLICH KOMMEN.

 

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DRY GROUND BURNING
(MATO SECO EM CHAMAS)
Brasilien/Portugal 2022.
Regie: ADIRLEY QUEIROS, JOANA PIMENTA.
Mit Joana Darc, Lea Alves, Andreia Vieira, Deborah Alencar.
HD Digital. 153 Min. Originalfassung (portugiesisch) mit englischen Untertiteln. Erstaufführung.
Aus dem Gefängnis entlassen, kehrt Léa in die Favela Sol Nascente zurück und schließt sich der wehrhaften Frauen-Gang ihrer Halbschwester Chitara an. Die Frauen haben in Léas Abwesenheit ein profitables Business-Modell als gasolinheiras aufgebaut: Sie zapfen illegal Öl aus unterirdischen Pipelines ab, das sie selbst zu Benzin raffinieren; mit den motoboys handeln sie faire Preise aus für ihre Ware. Diese Motorradgangs helfen bei der Verteilung des Sprits im Untergrund und halten konkurrierende Kartelle in Schach. Das Frauenkollektiv errichtet eine regelrechte Festung, kämpft und rebelliert bewaffnet gegen die Entrechtung als Frauen, Schwarze, Lesben und Arme. Sie führen einen Überlebenskampf gegen die autoritäre brasilianische Regierung und deren Vertreter*innen, die immer radikaler nach rechts abdriften. Bolsonaros feiernde Anhänger*innen bilden den größtmöglichen Kontrast zu Andreia, einer anderen Komplizin der Bande, die als Gründerin und Anführerin der Prison People Party mit Megafon von einem fahrenden Laster aus ihren elektrisierenden Wahlkampf führt. Dokumentarisches und Fiktion sind in diesem dystopischen Filmepos eng miteinander verwoben. Die Darsteller*innen spielen sich selbst in ihrem echten Umfeld und bringen ihre Lebensrealitäten mit Stärke und Widerstandskraft in die tiefen Schichten der Erzählung ein. Ethnographische Science Fiction über eine feministische Utopie inmitten einer sich zersetzenden Gesellschaft. (frauenfilmfest.com)
Letzte Vorstellung am Mittwoch, 17.7. um 20.00 h
 
 
 
FOLLOWING
GB 1999. Regie: CHRISTOPHER NOLAN.
Mit Jeremy Theobald, Alex Haw, Lucy Russell, John Nolan.
HD Digital. 69 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Wiederaufführung.
Ein erfolgloser Schriftsteller vertreibt sich die Zeit damit, fremden Menschen durch die Stadt bis zu ihren Wohnungen zu folgen. Seine als literarische Recherche getarnte Obsession „professionalisiert“ sich, als er einen seelenverwandten Einbrecher kennen lernt, der sogar die Wohnungen der Beobachteten durchsucht. Mit einer der „Besuchten“ beginnt er ein Verhältnis, ohne zu ahnen, dass er Spielball einer Intrige geworden ist. Mit geringem Budget atmosphärisch dicht gestaltete Film-Noir-Variation. In den Thriller- Elementen etwas überzogen, kündigt sich in dem Debütfilm eindrucksvoll das Talent des Regisseurs zu komplexen Verwirrspielen an. (Filmdienst)
Donnerstag, 18.7. um 22.00 h
Letzte Vorstellung am Sonntag, 21.7. um 22.00 h
 
 
 
BATTLES WITHOUT HONOUR AND HUMANITY
(JINGI NAKI TATAKAI)
Japan 1973.
Regie: KINJI FUKASAKU.
Mit Bunta Sugawara, Hiroki Matsukata, Kunie Tanaka.
HD Digital. 99 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Nach dem Zweiten Weltkrieg blühen in Japan Gewalt und Kriminalität. Weder die US-amerikanischen Besatzer noch die japanische Polizei können für Recht und Ordnung sorgen. Stattdessen herrschen die Yakuza auf der Straße. Ein junger Kriegsheimkehrer schließt sich einem Verbrecher-Syndikat an. Als es zwischen zwei verfeindeten Yakuza-Banden zu einer Auseinandersetzung kommt, gerät er zwischen die Fronten. Der Auftakt der fünfteiligen Yakuza-Reihe von Kinji Fukasaku gilt als Zäsur im japanischen Genrekino. Der Film zeichnet die Yakuza nicht als ehrbare Verbrecher, sondern entwirft entlang ihrer Blutfehden ein schonungslos brutales Porträt der Nachkriegszeit in Japan, das seinen Aufstieg durch Korruption, Gewalt und Gier erlebt. (Filmdienst)
Freitag, 19.7. und Samstag, 20.7. jeweils um 22.00 h
 
 
 

PROJEKT BALLHAUSPLATZ – AUFSTIEG UND FALL DES SEBASTIAN KURZ
Österreich 2023.
Regie: KURT LANGBEIN.
HD Digital. 100 Min. Erstaufführung.
2010 katapultiert sich Sebastian Kurz per Geilomobil ins Zentrum der Aufmerksamkeit, kurz darauf ist er Integrationsstaatsekretär, Außenminister, ÖVP-Chef und schließlich 2017 Kanzler. Der Weg an die Spitze war akribisch geplant, unlautere Mittel inklusive. Die Macht über den Staat war in der Hand ein paar weniger Menschen, seinen „Prätorianern“, wie sie sich selbst bezeichneten. Die Medien, zunächst skeptisch, liegen Kurz bald zu Füßen. In Deutschland feiert die Bild-Zeitung den „Klartext-Kanzler“ aus Österreich bis heute. Man möchte meinen, ein Comeback stehe im Raum, während in Österreich die Aufarbeitung gerade erst in die Gänge kommt.
Kurt Langbein rekonstruiert in PROJEKT BALLHAUSPLATZ präzise den von langer Hand geplanten Aufstieg von Sebastian Kurz. Eine Collage aus Archivmaterial und Interviews mit Wegbegleiter*innen und Kritiker*innen dekonstruiert den Masterplan dahinter und zeigt die Methoden, die Kurz von der Jungen ÖVP ins Bundeskanzleramt führten. Der Film erzählt den Aufstieg und Fall eines Bewunderten, dessen Geheimnis so furchtbar und banal ist, wie die Welt eines Selbstberauschten nun einmal funktioniert. Mit einer Politik zum reinen Selbstzweck, um Macht zu erweitern und zu zementieren.
18. – 21.7. jeweils um 20.00 h
22. – 23.7. jeweils um 18.00 h

 

BERLIN UTOPIEKADAVER
Deutschland 2024.
Regie: JOHANNES BLUME.
HD Digital. 92 Min. Erstaufführung.
Eine „Räumungswelle“ erfasst Berlin. Die letzten linksautonomen Hausprojekte sollen aufgelöst werden und ihre Bewohner*innen aus der Stadt verschwinden. Der Film zeigt verschiedene Generationen einer Subkultur, die von sich erzählen, um ihre Existenz kämpfen, aber auch gemeinsam tanzen und weinen. Ein Taxifahrer fährt durch die Stadt Berlin und spricht über die Veränderungen und den Boom des Immobilienmarktes. Er selbst ist Punk, links und eine bekannte Größe in der autonomen Szene. Die Stationen seiner Fahrt sind die wichtigsten Orte der linksautonomen Szene: Rigaer Straße, Liebigstraße, das Tuntenhaus, Potse, Drugstore, Syndikat, Meuterei und die Köpi; alle im Überlebenskampf. Junge Menschen wie das Kollektiv der Potse und vom Drugstore fürchten um ihr selbstbestimmtes Leben. Frauen aus der Liebigstraße beschreiben, wie wichtig ihr Hausprojekt als Raum für Unterstützung suchende FLINTA* Personen war. Die letzten Räumungen sind noch nicht verarbeitet und schon stehen die nächsten an: Das autonome Jugendzentrum Potse muss den Schlüssel abgeben und die Verhandlungen um den Köpi Wagenplatz laufen schon. Wir bewegen uns mit den Protagonist*innen durch ihre Lebenswelt. Gemeinsam gehen wir mit ihnen auf Kundgebungen, Konzerte, Demonstrationen, KüFas (Küche für alle) und durch ihr Privat- und Berufsleben. Immer wieder ertönt eine laute Stimme aus dem Megafon und erklärt der Stadt der Reichen den Kampf.
22. – 24.7. jeweils um 20.00 h

 

SYSTEM CHANGE – A STORY OF GROWING RESTISTANCE
Deutschland 2023.
Regie: KLAUS SPARWASSER.
HD Digital. 90 Min. Erstaufführung.
Zweitausend Polizisten gegen zweihundert Baumbesetzer in einem uralten Wald mitten in Deutschland, der einer Autobahn weichen soll. Seit vierzig Jahren dauert das Ringen gegen den Bau dieser Autobahn auf politischer und rechtlicher Ebene an, doch jetzt hat der Staat im Auftrag der Bundesregierung entschieden, ihn durchzusetzen – gegen jeden Widerstand.
Das Drama um die Räumung des Dannenröder Waldes bildet den roten Faden eines Films über die enttäuschten Hoffnungen der jungen Generation auf eine bessere Zukunft. Er dreht sich um ihre wachsende Wut, die Ignoranz der Politik angesichts der größten Krise, die jemals über die Menschheit hereingebrochen ist, und die scheinbar unzerstörbare Macht von Kapitalinteressen über die angeblichen Absichten, eine nachhaltige Zukunft aufzubauen. Doch der Widerstand geht weiter, gegen Naturzerstörung, eine fossile Industrie und die weitere Ausbeutung dieser Welt.
Sonntag, 21.7. um 15.30 h
22. – 24.7. jeweils um 22.00 h

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COMIC CAFÉ
https://highlightzone.de/comic-cafe/
Sonntag, 28.7. um 17.30 h
Eintritt frei!

 

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PROGRAMMÜBERSICHT:

 
Mi. 17.7. um 20.00 h: DRY GROUND BURNING (OmeU)
 
Do. 18.7. um 20.00 h: PROJEKT BALLHAUSPLATZ
Do. 18.7. um 22.00 h: FOLLOWING (OmU)
 
Fr. 19.7. um 20.00 h: PROJEKT BALLHAUSPLATZ
Fr. 19.7. um 22.00 h: BATTLES WITHOUT HONOUR AND HUMANITY (OmU)
 
Sa. 20.7. um 20.00 h: PROJEKT BALLHAUSPLATZ
Sa. 20.7. um 22.00 h: BATTLES WITHOUT HONOUR AND HUMANITY (OmU)
 
So. 21.7. um 15.30 h: SYSTEM CHANGE
So. 21.7. um 17.30 h: COMIC CAFÉ
So. 21.7. um 20.00 h: PROJEKT BALLHAUSPLATZ
So. 21.7. um 22.00 h: FOLLOWING (OmU)
 
Mo. 22.7. um 18.00 h: PROJEKT BALLHAUSPLATZ
Mo. 22.7. um 20.00 h: BERLIN UTOPIEKADAVER
Mo. 22.7. um 22.00 h: SYSTEM CHANGE
 
Di. 23.7. um 18.00 h: PROJEKT BALLHAUSPLATZ
Di. 23.7. um 20.00 h: BERLIN UTOPIEKADAVER
Di. 23.7. um 22.00 h: SYSTEM CHANGE
 
Mi. 24.7. um 20.00 h: BERLIN UTOPIEKADAVER
Mi. 24.7. um 22.00 h: SYSTEM CHANGE
 
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ZU VERSCHENKEN! ALLE JAHRGÄNGE DER ZEITSCHRIFT EPD FILM AUS DEN JAHREN 2006 BIS 2023!
 

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