Programm

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DAS HAMLET SYNDROM
Deutschland/Polen 2022.
Regie: ELWIRA NIEWIERA.
HD Digital. 85 Min. Originalfassung (ukrainisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Dokumentarfilm über die Traumata junger Ukrainer, die zur Zeit der Maidan-Revolution etwa 20 Jahre alt waren, festgemacht an fünf jungen Menschen, die wenige Monate vor dem Einmarsch der russischen Armee im Frühjahr 2022 bei einem Theaterprojekt rund um die Hamlet-Figur mitmachen und sich in Reibung an der Shakespeare-Figur an den eigenen (Kriegs-)Erfahrungen und dem Zwiespalt abarbeiten, die im Kampf gefallenen Kameraden unter Gefährdung des eigenen Lebens vom Feld holen oder sich selber in Sicherheit bringen? Auswandern und in der Fremde Karriere machen oder bleiben und um die Heimat kämpfen? Der Film vermittelt eindringlich, welche psychische und physische Schwerstarbeit die künstlerische Konfrontation mit den eigenen Traumata für die Protagonisten darstellt, und wirkt umso beklemmender angesichts des Wissens, dass nach dem Theaterprojekt ein neuer Krieg begann. (Filmdienst)
Wiederholung am Freitag, 3.2. um 18.00 h

 
RETURN TO SEOUL
(RETOUR À SEOUL)
Belgien/Frankreich/Deutschland/Südkorea 2022.
Regie: DAVY CHOU.
Mit Park Ji-Min, Oh Kwang-rok, Guka Han.
HD Digital. 119 Min. Originalfassung (englisch, französisch, koreanisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Eine junge Französin reist zum ersten Mal nach Korea, das Land ihrer unbekannten biologischen Eltern. Über einen Zeitraum von acht Jahren begleitet der Film die unberechenbare Frau bei der Suche nach ihren Wurzeln und den Versuchen, die Lücke, die die Adoption in ihr Leben gerissen hat, mit einer neuen Identität zu füllen. Ein mitreißendes, erzählerisch höchst einfallsreiches Drama über Identität, die als komplexes Gemisch von Fremd- und Selbstzuschreibungen, kultureller Prägungen und Projektionen sichtbar wird. Auf vergleichbare Weise wirkt auch der Film mal herzzerreißend-berührend, mal komisch-kühl bis elegant. (Filmdienst)
26. – 28.1./30.1./1.2. jeweils um 20.00 h
 
 
EINE REVOLUTION – AUFSTAND DER GELBWESTEN
(UN PEUPLE)
Frankreich 2022.
Regie: EMMANUEL GRAS.
HD Digital. 104 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Oktober 2018, Frankreich. Die Regierung Macron verordnet eine Steuererhöhung auf die Spritpreise. Eine Protestwelle überzieht das ganze Land: der Beginn der Gelbwesten-Bewegung. In Chartres, einem Vorort von Paris, treffen sich die Bürger:innen täglich, darunter Agnès, Benoît, Nathalie und Allan. Wer sind diese wütenden Menschen, was sind ihre Motive? Der Regisseur hat sechs Monate mit ihnen verbracht und zeigt, wie sie ihre Sache selbst in die Hand nehmen, sich organisieren und sich Gehör verschaffen. Ein Film, der detailgenau beobachtet: die Protestmethoden, die Ziele und die inneren Widersprüche der Gelbwesten-Bewegung. Er bewertet nicht, lässt Fragen offen und viel Raum zum Diskutieren.
„Emmanuel Gras schildert präzise die Metamorphosen einer sozialen Revolte.“ (Le Monde)
„Der Film zeigt uns; Es ist gar nicht so einfach sich mit anderen zu organisieren und Sachen auf die Beine zu stellen. Er zeigt uns aber auch, wenn Menschen zusammen kommen die den Willen zur Veränderung haben, dann bewegt sich auch was.“ (Anarchismus.de)
„Die leise Beobachtungsgeduld von EINE REVOLUTION ist entschieden subjektiv, das Betrachten allein genügt dem Regisseur nicht, er schließt sich an. Der Originaltitel UN PEUPLE (immerhin nicht »das Volk«, sondern »ein Volk«) wirft die Frage auf, in wessen Namen die vier sprechen. Gras beantwortet sie, in dem er einen Blick in die Kulissen der Bewegung wirft, Entscheidungsprozesse und praktische Probleme schildert.“ (Gerhard Midding, epd Film)
Vorerst letzte Vorstellung am Donnerstag, 26.1. um 22.30 h
 
 
SCHLACHTHÄUSER DER MODERNE
Deutschland 2022.
Regie: HEINZ EMIGHOLZ.
HD Digital. 80 Min. Erstaufführung.
Ausgehend von der Doppeldeutigkeit des Filmtitels (kann laut Regisseur auch heißen: „Häuser, in denen die Moderne geschlachtet wird“) entwirft Heinz Emigholz in seinem neuen Essayfilm eine Argumentationskette, die von Schlachthäusern der 1930er Jahre in Argentinien (im bekannten Stil seiner Architekturfilme) bis zur (Teil)Wiedererrichtung des preußischen Stadtschlosses in Berlins Mitte (Emigholz: „Da wurde im wahrsten Sinne Mist gebaut“) reicht. Mittendrin: deutsche Nazis in Südamerika, die Kolonialpolitik des präfaschistischen deutschen Kaisers Wilhelm II. und die Kitschbauten eines bolivianischen Architekten in El Alto. Sarkastisch, wütend und sehr angriffslustig. (Lars Penning, Viennale)
Freitag, 27.1. um 18.00 h
Sonntag, 29.1. um 15.30 h
 
 
CATCH THE FAIR ONE
USA 2021.
Regie. JOSEF KUBOTA WLADYKA.
Mit Kali Ries, Shelly Vincent, Kendall Morris, Faye Lone.
HD Digital. 85 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ein Film wie ein Schlag. Dieser Thriller ist Boxfilm und Rachefilm gleichermaßen und doch schimmert zu jeder Zeit das Drama durch die Bilder, die so trist und trostlos sind, dass es einen schaudert. Bei wem nun THE WRESTLER in der Erinnerung klingelt, hat den richtigen Mann vor der Türe. Darren Aronofsky war hier ausführender Produzent und diesen Spirit atmet der Film. Was jedoch noch viel mehr wiegt, ist Kali Reis‘ schier unglaubliche Leinwandpräsenz.
(hardline-filmfestival.com)
Freitag, 27.1. und Montag, 30.1. jeweils um 22.30 h

 
DIE DIVAS
(DIVAS)
Ungarn 2021.
Regie. MATE KÖRÖSI.
HD Digital. 79 Min. Originalfassung (ungarisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Während sie versuchen, die 12. Klasse abzuschließen, jonglieren die besten Freunde (Szani, Tina und Emese) die Schule mit Teilzeitjobs in einem Kino, einer Bar und einer Karaoke-Bar. Der Film ist eine intime Momentaufnahme des Lebens von drei jungen, überlebensgroßen, unvollkommenen Influencern, die den Übergang zum Erwachsensein vollziehen. Szani, Tina und Esme, die sich an der Schwelle zwischen Jugend und Erwachsensein befinden, haben eine enge Freundschaft geschlossen, die auf dem gemeinsamen Wunsch beruht, ihren individuellen Stil und Charakter zum Ausdruck zu bringen. Im Laufe der Dreharbeiten werden die Gemeinsamkeiten in ihrer schwierigen Kindheit und ihren derzeitigen dysfunktionalen Beziehungen deutlich. Ein unerwartetes Ereignis drängt sie mehr in Richtung Erwachsensein.
(spielfilm.de)
Samstag, 28.1. um 16.30 h
Montag, 30.1. um 18.00 h
 
 
BRANDED TO KILL
(KOROSHI NA RAKUIN)
Japan 1967.
Regie: SEIJUN SUZUKI.
Mit Jo Shishido, Mariko Ogawa, Anne Mari.
HD Digital. 90 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Wilde Schießereien, präzise Auftragsmorde: Hanada führt ein aufregendes Leben. Er liebt seine Frau und den Duft von kochendem Reis. Er ist einer der besten Killer – Killer No. 3, um genau zu sein. Doch eines Tages tritt die mysteriöse Misako in Hanadas Leben und erteilt ihm einen fatalen Auftrag. Hanadas Alptraum beginnt: Er versagt und das Opfer überlebt. Nun ist ihm sein eigenes Syndikat auf den Fersen, seine Frau verrät ihn und Killer No. 1 fordert ihn zu einem Zweikampf auf Leben und Tod… Stylischer als James Bond und gewagter als die Nouvelle Vague: Mit BRANDED TO KILL fand Seijun Suzukis rastlos kreative Schaffensphase für das Studio Nikkatsu ihren Höhepunkt. (Rapid Eye Movies)
„Düster-nihilistische Variante des japanischen "film noir", deren gewollte Künstlichkeit und große Gewalttätigkeit die Produktionsfirma veranlassten, die Zusammenarbeit mit ihrem Hausregisseur nach 40 Filmen zu beenden.“ (Filmdienst)
Samstag, 28.1. und Mittwoch, 1.2. jeweils um 22.30 h

 
UNRUH
(UNRUEH)
Schweiz 2022.
Regie: CYRIL SCHÄUBLIN.
Mit lara Gostynski, Alexei Evstratov, Monika Stalder.
HD Digital. 93 Min. Originalfassung (schweizerdeutsch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
In den 1870er-Jahren wird das Uhrmacherstädtchen Saint Imier im schweizerischen Jura zum Zentrum des Anarchismus. Unter anderem kreuzen sich die Wege von Pjotr Alexejewitsch Kropotkin, einem russischen Geographen, und einer Arbeiterin in einer Uhrenfabrik, die sich bald einer anarchistischen Arbeiterbewegung anschließt. Mit einem ausgefeilten Bildkonzept, das auf Dezentralisierung setzt, geht der Film den Verbindungen von Uhrenarbeit, Anarchismus, Fotografie und globaler Kommunikation nach. Die außergewöhnliche Inszenierung fängt dabei ein historisches Moment ein, in dem die Welt noch offen war für alternative Konzepte von Arbeit und Zeit. – Sehenswert. (Fllmdienst)
Sonntag, 29.1. um 11.00 h (Matinée)
 
 
THE DUST OF MODERN LIFE
(PA VA HÊNG, DUST OF MODERN LIFE)
Deutschland/FrankreichVietanm 2021.
Regie: FRANZISKA VON STENGLIN.
HD Digital. 81 Min. Originalfassung (vietnamesisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Liem trägt sein Kind warm an seinem Körper, kocht für die Familie und arbeitet auf dem Feld. Aber bald wird er die Familie für einige Tage verlassen. Gemeinsam mit anderen Männern der Sedang, einer ethnischen Minderheit in Vietnam, zieht er in den Dschungel, um eine verborgene Lebensweise zu erinnern und sich von dem zu ernähren, was die Natur ihm bietet. Liem macht Feuer, jagt und zieht durch die Wälder. Zwischen moderner Zivilisation und verblassenden Traditionen entsteht ein Dialog in analogen Filmfarben. Während die schweigsamen Wanderer über Kindheit und bevorstehende Zukunft der eigenen Kinder nachdenken, hat auch die Natur, die sie umgibt, ihre eigene Geschichte. Wie lange werden solche Rituale noch möglich sein? Wird sich jemand ein letztes Mal an sie erinnern, bevor für immer vergessen wird, dass die Sedang einst in den Dschungel zogen?
Franziska von Stenglin erzählt beobachtend und genau, verlässt ihre Rolle als Regisseurin dabei jedoch nicht und schafft es vielleicht gerade dadurch, einen Film wie ein Gemälde zu entwerfen. Ein kurzer Zeitraum wird festgehalten, der Zeichen von Vergangenheit und Gegenwart festhält. Dabei dringt aktuelle Werbung absurd aus den Lautsprechern, und Handys leuchten unwirklich, so fremd, wie sie uns selbst einst waren, wie sie aber nie mehr sein werden. (frauenfilmfest.com)
Letzte Vorstellung am Sonntag, 29.1. um 17.30 h Anwesenheit der Regisseurin Franziska von Stenglin, mit anschließendem Publikumsgespräch

 
PETROV‘S FLU
(PETROWI W GRIPPE)
Russland/Frankreich/Deutschland/Schweiz 2021.
Regie: KIRILL SEREBRENNIKOW.
Mit Semjon Sersin, Chulpan Khamatova, Wlad Semiletkow.
HD Digital. 145 Min. Originalfassung (russisch, englisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Eine russische Familie leidet an einer schweren Grippe. Im Fieberwahn gehen die einander entfremdeten Eltern weiter ihren Berufen nach, doch verschwimmen ihre Erlebnisse immer wieder zu verstörenden Gewaltvisionen, bei denen zeitliche und örtliche Gewissheiten sowie die Grenzen zwischen Fantasie und Wirklichkeit nicht mehr auszumachen sind. Ein abgründiger filmischer Trip in eine albtraumhaft verzerrte russische Gesellschaft, in dem die dysfunktionale Familie in den Taumel einer aus den Fugen geratenen Weltwahrnehmung gerät. Die intensiven, mitreißenden Bilder rauschen durch die von schmutzigen und abstoßenden Details geprägten Stationen und sind in ihrer Unbarmherzigkeit als Rundumschlag gegen ein implodierendes Land zu verstehen. (Filmdienst)
PETROV'S FLU ist ein zweieinhalbstündiger cineastischer Kraftakt, der die (post-)sozialistische Tristesse als Endlosschleife durchspielt. Ein Film wie eine Grippe. Das Zusehen wirkt ansteckend. (epd Film)
Sonntag, 29.1. und Dienstag, 31.1. jeweils um 20.00 h
 
 
SHARAF
(YA 3ALAM)
Deutschland/Frankreich/Luxemburg/Tunesien 2021.
Regie: SAMIR NASR.
Mit Ahmed Al Munirawi, Khaled Houissa, Fadi Abi Samra.
HD Digital. 90 Min. Originalfassung (arabisch) mit deutschen Untertiteln). Erstaufführung.
Als Sharaf ins Gefängnis kommt, weil er in Notwehr einen Mann getötet hat, wird er abrupt aus seinen Träumen von Reichtum und Konsum gerissen. Der Mikrokosmos des Gefängnisses spiegelt die komplexe Situation der arabischen Gesellschaft wider, die unter Diktatur und Armut leidet, abhängig von einem ungerechten globalen Wirtschaftssystem. Sharaf beschließt, seinen eigenen sozialen Aufstieg hinter Gittern zu erreichen. Aber er muss dafür einen sehr hohen Preis zahlen.
Mittwoch, 1.2. um 18.00 h
 
 

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PROGRAMMÜBERSICHT:

 
Do. 26.1. um 20.00 h: RETURN TO SEOUL (OmU)
Do. 26.1. um 22.30 h: EINE REVOLUTION (OmU)
 
Fr. 27.1. um 18.00 h: SCHLACHTHÄUSER DER MODERNE
Fr. 27.1. um 20.00 h: RETURN TO SEOUL (OmU)
Fr. 27.1. um 22.30 h: CATCH THE FAIR ONE (OmU)
 
Sa. 28.1. um 16.30 h: DIE DIVAS (OmU)
Sa. 28.1. um 20.00 h: RETURN TO SEOUL (OmU)
Sa. 28.1. um 22.30 h: BRANDED TO KILL (OmU)
 
So. 29.1. um 11.00 h (Matinée): UNRUH (OmU)
So. 29.1. um 15.30 h: SCHLACHTHÄUSER DER MODERNE
So. 29.1. um 17.30 h: THE DUST OF MODERN LIFE (OmU) | In Anwesenheit der Regisseurin
So. 29.1. um 20.00 h: PETROV'S FLU (OmU)
 
Mo. 30.1. um 18.00 h: DIE DIVAS (OmU)
Mo. 30.1. um 20.00 h: RETURN TO SEOUL (OmU)
Mo. 30.1. um 22.30 h: CATCH THE FAIR ONE (OmU)
 
Di. 31.1. um 20.00 h: PETROV'S FLU (OmU)
 
Mi. 1.2. um 18.00 h: SHARAF (OmU)
Mi. 1.2. um 20.00 h: RETURN TO SEOUL (OmU)
Mi. 1.2. um 22.30 h: BRANDED TO KILL (OmU)
 

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