Programm

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

UNSERE EINTRITTSPREISE SIND MODERAT UND ABHÄNGIG VON DEN GESPIELTEN FILMEN UND BEWEGEN SICH ZWISCHEN 4,50 EUR und 5,50 EUR.

ÜBERLÄNGE 6,00 EUR.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

KEIN VORVERKAUF, NUR ABENDKASSE.

 

 

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ZAMA
Argentinien/Brasilien/Spanien/Frankreich/Niederlande/Mexiko/Portugal 2017.
Regie: LUCRECIA MARTEL.
Mit Daniel Gimenez, Lola Duenas, Matheus Nachtergaele.
HD Digital. 115 Min. Originalfassung (spanisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ein Offizier der spanischen Krone verwaltet Ende des 18. Jahrhunderts eine Kolonie in Südamerika und wünscht sich nichts sehnlicher, als in seine Heimat zurückbeordert zu werden. Da die Regierung aber keine Anstalten macht, seinem Gesuch zu entsprechen, nimmt er jeden noch so absurden Auftrag des Gouverneurs an. Das meisterhafte Drama schildert den geistigen wie körperlichen Verfall des Konquistadors als groteske Farce fortschreitender Auflösung. Die umfassende Zersetzung spiegelt sich auch in gespenstischen Verzerrungen der Tonebene, aber auch in der scheinbaren Auflösung der Erzählzeit wider. Auch werden die Gräuel des Kolonialismus nicht als unmittelbare Gewalt, sondern als surreal-groteske Fegefeuer vergegenwärtigt. (Filmdienst)
13. – 18.7. um 20.00 h
 
 
 
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LOST IN THE LIVING
Irland/Deutschland 2015.
Regie: ROBERT MANSON.
Mit Aylin Tezel, Tadhg Murphy, Ian McFarlane, Roy Duffy.
HD Digital. 77 Min. Originalfassung (englisch/deutsch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ein irischer Musiker Mitte Zwanzig kommt mit seiner Band nach Berlin, verzankt sich dann aber mit seinen Kollegen und streunt verloren durch die Stadt. Dabei lernt er eine junge Frau kennen, mit der er die nächsten Tage verbringt. Als sich aus dem Kontakt ein Liebesverhältnis entwickelt, bricht die Frau die Beziehung ab. Das bewusst im Unbestimmten gehaltene Drama erkundet das Driften als Lebensgefühl und findet für Entfremdung und Heimatlosigkeit unprätentiöse Bilder. (Filmdienst)
13. – 18.7. um 22.15 h
 

 
 
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LOS VERSOS DEL OLVIDO – IM LABYRINTH DER ERINNERUNG
(LOS VERSOS DEL OLVIDO/OBLIVION VERSES)
Frankreich/Deutschland/Niederland/Chile 2017.
Regie: ALIREZA KHATAMI.
Mit Juan Margallo, Tomas del Estal, Manuel Moron.
HD Digital. 92 Min. Originalfassung (spanisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ein alter Mann arbeitet im Leichenschauhaus auf einem südamerikanischen Friedhof. Die Spuren von Diktatur und staatlichem Terror sind in der jungen Demokratie noch immer spürbar, auch wenn sich die Gesellschaft ins Vergessen flüchtet. Als der Alte von einer Todesschwadron überfallen wird, entschließt er sich, aktiv gegen die kollektive Amnesie anzugehen. Der poetische Film verbindet auf meisterhafte Weise politische Motive mit magischem Realismus und einer kafkaesk-grotesken Atmosphäre. Der Friedhof und das Leichenschauhaus werden darin zu Metaphern für eine Gesellschaft, die ihre Vergangenheit nicht bewältigt und keinen Frieden findet. (Filmdienst)
Sonntag, 22.7. um 11.00 h (Matinée)
Sonntag, 29.7. um 11.00 h (Matinee)
Freitag, 3.8. um 20.15 h
 
 
 
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IUVENTA
Deutschland/Italien 2018.
Regie: MICHELE CINQUE.
HD Digital. Originalfassung (deutsch/englisch/arabisch) mit deutschen Untertiteln. 92 Min. Erstaufführung.
Eine Gruppe junger engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 in Berlin die Initiative JUGEND RETTET. Über einen Crowdfunding-Kampagne kaufen sie einen umgebauten Fischkutter und taufen in auf den Namen "Iuventa". Im darauffolgenden Jahr startet ihr Schiff zu seiner ersten Mission und schliesst sich den Schiffen verschiedener NGOs, der italieinischen Küstenwache sowie der Marine an. Nach über einem Jahr Einsatz und ca. 14.000 auf hoher See geretteter Menschen wird im August 2017 das Schiff plötzlich beschlagnahmt und von den italienischen Behörden in Lampedusa festgesetzt. Seitdem kursiert u.a. der Vorwurf der Kooperation mit Schlepperbanden. Eine Anklage ist jedoch bis heute nicht erfolgt. Die bewegende Geschichte wurde von Regisseur Michele Cinque festgehalten. Über ein Jahr lang verfolgt der Film das Leben der jungen Protagonist*innen, fängt die gesamte Spanne der Mission ein, beginnend mit dem Moment, in dem sie in See stechen und ihr unglaubliches Vorhaben wahr wird, bis zu dem Punkt, an dem dieses mit der politischen Realität kollidiert.
Donnerstag, 19.7. um 18.30 h
Dienstag, 24.7. und Mittwoch, 25.7. jeweils um 18.30 h
Weitere Termine in Vorbereitung
 

 
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COMIC CAFE
http://comic.highlightzone.de/comic-cafe/
Sonntag, 22.7. um 18.00 h
Eintritt frei!

 

 
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ENDLESS POETRY
(POESIA SIN FIN)
Chile/Großbritannien/Frankreich 2016.
Regie: ALEJANDRO JODOROWSKY.
Mit Adan Jodorowsky, Brontis Jodorowsky, Leandro Taub, Pamela Flores.
HD Digital. 126 Min. Originalfassung (spanisch/französisch/englisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
„Der chilenische Kultregisseur Alejandro Jodorowsky hat einen autobiographischen Film gedreht, der vor Ideen, visueller Kraft und unbändiger Freude am Filmemachen Funken sprüht. Santiago de Chile, in den 50er-Jahren. Der 20-jährige „Alejandrito” Jodorowsky beschließt gegen den Willen seiner Familie, Dichter zu werden. Bald befindet er sich im „Inner Circle“ der intellektuellen Avantgarde Lateinamerikas. Sie tauchen tief in eine Welt der poetischen Experimente ein. Ihr Leben ist sinnlich, authentisch, frei und oft auch ziemlich verrückt.“ (film.at)
„Er war einer der Helden des Autorenkinos der 70er Jahre: Alejandro Jodorowsky, chilenischer Regisseur, Autor, Schauspieler, Mystiker, Poet, eine Art Universalkünstler, der nun, im hohen Alter, eine Art filmische Autobiographie vorlegt. Auch wenn man wenig über Jodorowsky Leben und Kunst weiß ist ENDLESS POETRY ein Rausch an Bildern und exzentrischen Motiven, mehr Märchen als Realität, aber gerade deswegen faszinierend.“ (programmkino.de)
Freitag, 20.7. um 17.45 h
Sonntag, 22.7. um 15.15 h
Montag, 23.7. um 17.45 h
Samstag, 4.8. um 20.00 h
 
 
 
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PHANTASM 2 – DAS BÖSE 2                                                                                                                                                                                                                                                                             

USA 1988. Regie: DON COSCARELLI. Mit James Le Gros, Reggie Bannister, Angus Scrimm. HD Digital. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. 96 Min. Erstaufführung der ungekürzten Fassung.                                                                                                                                                                                                                                                                                                                           Der Kampf gegen das Böse geht in die zweite Runde! Mit einem Kofferraum voller Waffen nehmen die unkonventionellen Helden Mike und Reggie die Verfolgung ihres Erzfeindes auf, der eine Spur von unfassbarer Verwüstung und Tod hinterlässt. „Phantasm II“ steht dem Original an Einfallsreichtum und Action in nichts nach und gewährt dem Publikum weiteren Einblick ins düstere Universum des Tall Man!

Montag, 23.7. um 22.30 h
 
 

 
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19.7. bis 1.8.2018 
INDIANERFILME
 
WIND RIVER
USA 2017.
Regie, Buch: TAYLOR SHERIDAN.
Kamera: Ben Richardson. Musik: Nick Cave, Warren Ellis.
Mit Jeremy Renner, Jon Bernthal, Graham Greene, Kelsey Asbille, Elizabeth Olsen.
HD Digital. 107 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Ein Mädchen wird in einem Indianerreservat in Wyoming tot aufgefunden, weit draußen, mitten im Schnee. Die Reservatspolizei, ein Jäger und eine Frau vom FBI untersuchen ihren Tod – die Dialoge sind knapp, die Gemüter streng, der Film gehört zum Besten des Jahres 2018.
"Taylor Sheridan's films take place in a mythical version of the American West that doesn't exist anymore, if it ever really did. It's a place where there are no rules beyond the ones people invent to survive." (Roger Ebert)
19. – 21.7. um 20.30 h
Sonntag, 22.7. um 22.30 h
 
 
 
 
 

THE SILENT ENEMY

USA 1930.
Regie: HARRY P. CARVER.
Kamera: Marcel Le Picard.
Mit indianischen Häuptlingen als Laiendarsteller.
16mm. 84 Min. Stummfilm mit Musik.
Dokumentarfilm und Spielhandlung über das Leben der Ojibwa-Indianer, gedreht zwischen 1928 und 1930 im nördlichen Kanada. Mit dem "unsichtbaren Feind" des Filmtitels ist der Hunger gemeint, da die Karibu-Herden auf sich warten lassen. Rares Kinostück!
"How the cameramen made tracking shots in the midst of a blinding snowstorm, or achieved steady point-of-view shots in a canoe, is beyond me. The climactic caribou run is one of the most astonishing sights I have ever witnessed on film – and director H. P. Carver and his crew had time enough to get coverage of this event from a variety of angles!" (Leonard Maltin)
Sonntag, 22.7. um 20.30 h
Sonntag, 29.7. um 20.30 h
 

 

 

 

THE EXILES

USA 1961.
Regie: KENT MACKENZIE.
Mit Homer Nish, Tom Reynolds, Yvonne Williams.
HD Digital. 72 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
"Im Juli 1957 nahm Mackenzie mit einigen jungen Indianern Kontakt auf, die in Bunker Hill, Los Angeles lebten, und besuchte zu diesem Zweck die Bars rund um die Third Street und die Main Street. Nach einigen Monaten ließ er durchblicken, dass er einen Film machen wolle,d er ein realistisches Abbild vom Leben der amerikanischen Ureinwohner in dieser Community zeichnet." (Viennale)
"Zwölf Stunden im Leben der Indianer von Los Angeles, mit einem Minimum an dramatischer Handlung, durchsetzt von Melancholie. Es bleibt in Kent Mackenzies Film offen, ob der Native American, der sich das Leben seiner Vorfahren in einem inneren Monolog ausmalt, nicht selbst schon einem Klischee erliegt." (taz)
26. – 28.7. um 20.30 h
Sonntag, 29.7. um 22.30 h
 
 
 

Ausserdem Filme von Robert Aldrich, Ralph Nelson, Kevin Costner, Chris Eyre und Bruce McDonald

 
 
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HAMBURGER GITTER Deutschland 2018. Regie: MARCO HEINIG, STEFFEN MAURER, LUISE BURCHARD, LUCA VOGEL. HD Digital. 76 Min. Erstaufführung.

Manchmal entstehen gute Filme allein dadurch, dass man Bilder, die Angst machen, kommentiert. Auch die Polizei hat ein Interesse daran, solche Bilder zu produzieren. Diese Erkenntnis nimmt man aus dem Film "Hamburger Gitter" über den Einsatz beim G-20-Gipfel mit, der nun auf einer kleinen Kinotour zu sehen ist. Die Aufnahmen gingen durch die Nachrichten. Polizisten in schwarzen Kampfanzügen, die ohne Vorwarnung losstürmen und einen Demonstrationszug niederknüppeln. Flüchtende Demonstranten, die eine Mauer hinabstürzen, auf andere fallen, die dort schon liegen, teils mit offenen Knochenbrüchen. Eine junge Frau in bunten Klamotten, die mit Pfefferspray vom Dach eines gepanzerten Fahrzeugs gesprüht wird, als wäre sie ein Insekt.

Wer so etwas sieht, überlegt es sich bei der nächsten Großdemonstration zweimal, ob es nicht vielleicht doch klüger wäre, zu Hause zu bleiben. "Obwohl die Veranstalter sich einig waren, da soll jeder mitgehen können, die Frau mit Kinderwagen genauso wie der Mann im Rollstuhl, hat die Behörde ständig versucht, die Gewalt herbeizureden." Sagt Gabriele Heinecke, die im Vorstand des Republikanischen Anwaltsvereins sitzt und während des Gipfels im anwaltlichen Notdienst tätig war. Sie ist eine von mehreren im Film interviewten Expertinnen und Experten, die zu dem Schluss kommen: G20 war, so heißt es im Untertitel, ein "Schaufenster moderner Polizeiarbeit". Sich die noch mal in der Praxis anzuschauen, lohnt sich besonders, seit die in Hamburg generalerprobten Praktiken mit dem in Bayern verabschiedeten Polizeiaufgabengesetz das freistaatliche Gütesiegel erhalten haben, und von dort aus Schule zu machen drohen.

In München gingen Zehntausende auf die Straßen. Auch die Frau mit Kinderwagen und der Mann im Rollstuhl.

"Hamburger Gitter" entstand quasi ohne Budget, größtenteils aus bestehenden Aufnahmen. Seine bloße Existenz ist trotz allem Grund zur Hoffnung. Auch die Zivilgesellschaft betreibt heute Videoüberwachung. (Philipp Bovermann, Süddeutsche Zeitung)

Donnerstag, 26.7. um 18.30 h

Sonntag, 5.8. um 18.30 h

Montag, 6.8. um 18.30 h


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12 TAGE

(12 JOURS)
Frankreich 2017.
Regie: RAYMOND DEPARDON.
HD Digital. 87 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Der Film beginnt mit atemlosen dreieinhalb Minuten: Die Kamera schleicht über einen Klinikkorridor, auf der Tonspur ein metallisches Rauschen, ein Mann kommt um die Ecke, eine Ärztin aus einem Zimmer, die Kamera wird überholt. Mit aller Ruhe führt uns Regisseur Raymond Depardon immer tiefer hinein in eine psychiatrische Klinik, mitten ins Herz eines Gegenraumes, den der Philosoph Michel Foucault als heterotopischen Ort »jenseits aller Orte« beschrieben hat. Folgendes Zitat Foucaults stellt Depardon voran: »Der Weg vom Menschen zum wahren Menschen geht über den Verrückten«. Darin steckt so etwas wie die Essenz seines Films.
Nie zuvor hat man solche Bilder aus einer Psychiatrie gesehen, wie Depardon sie in einer Einrichtung in Lyon eingefangen hat. Der Titel bezieht sich auf eine in Frankreich gängige Frist: 12 Tage nach einer Zwangseinweisung müssen die Patienten eine richterliche Anhörung bekommen, die über das weitere Vorgehen entscheidet. Nachdem sich Depardon bereits 1988 in Notaufnahme mit Psychiatriepatienten auseinandergesetzt hat, stehen im Mittelpunkt des in Cannes uraufgeführten Films zehn berührende Anhörungen, die der Regisseur als Erster überhaupt filmen durfte. (epd Fiilm)
Weitere Termine im August während einer Psychiatrie-Filmreihe (16. bis 29.8.)!
 

 

 

 

 

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Charlie Chaplins Rede an die Menschheit aus dem Film DER GROSSE DIKTATOR (1940):