Programm

 

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

UNSERE EINTRITTSPREISE SIND MODERAT UND ABHÄNGIG VON DEN GESPIELTEN FILMEN UND BEWEGEN SICH ZWISCHEN 4,50 EUR und 5,50 EUR.

BEI ÜBERLÄNGE ERHEBEN WIR EINEN MINIMALEN PREISAUFSCHLAG.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

KEIN VORVERKAUF, NUR ABENDKASSE.

WIR NEHMEN NUR BARGELD. CASH ONLY.

WIR SPIELEN KEINE WERBUNG, DESHALB BITTE PÜNKTLICH KOMMEN.

 

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A SNAKE OF JUNE
(ROKUGATSU NO HEBI)
Japan 2002.
Regie: SHINYA TSUKAMOTO.
HD Digital. 77 Min. Originalfassung mit englischen Untertiteln.
Eine junge Frau wird von einem Unbekannten mit kompromittierenden Fotos erpresst, ihre sexuellen Fantasien öffentlich auszuleben. Als ihr Mann in dieses Spiel einbezogen wird, entwickelt sich eine ungewollte Dreierbeziehung, die auf eine Katastrophe zusteuert. Formstrenges, klaustrophobisches Drama um Krankheit, Sex und Tod. (Filmdienst)
Sonntag, 15.9. um 18.15 h
Montag, 16.9. und Dienstag, 17.9. um 22.15 h
 

 

 

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THINKING LIKE A MOUNTAIN
USA 2018.
Regie: ALEXANDER HICK.
HD Digital. 91 Min. Originalfassung (deutsch, spanisch, arhuaco) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
„Wenn diese Felsen sprechen könnten, würden sie die Geschichte des Widerstands erzählen“, spricht Alexander Hick zu Beginn seines bildgewaltigen Dokumentarfilmessays aus dem Off. Zusammen mit seinem Bruder, dem Kameramann Immanuel Hick, hat er ein Jahr bei den Bewohnern des höchsten Küstengebirges der Welt gelebt: den Arhuacos. In Gesellschaftstableaus und atemberaubenden Naturlandschaften erzählt der Chiemgauer Filmemacher als „Bonachi“ (weißer Mann) die Geschichte eines freiwillig isoliert lebenden Volkes. Die Folgen des kolumbianischen Bürgerkriegs und die globale Klimaerwärmung sind nicht spurlos an ihm vorübergegangen. Ein pazifistisches Filmpoem, das lange nachhallt. (DOK.fest München 2019)
Sonntag, 15.9./Dienstag, 17.9./Mittwoch, 18.9. jeweils um 20.15 h
 
 
 
 
 
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HINTER DEM SCHNEESTURM
Deutschland 2016.
Regie: LEVIN PETER.
HD Digital. 92 Min. Erstaufführung.
„Die Erde ist ein Gedächtnis“ heißt es in diesem Film einmal. Sie nimmt die Toten in sich auf, und mit ihnen deren Erinnerungen. Nach diesen zu graben, kann den Blick auf ein Leben verändern. Der Großvater des Regisseurs Levin Peter war 1943 als Besatzungssoldat in der Ukraine stationiert. Inzwischen lebt er steinalt und mit wenig Außenkontakten, wie auf einer verlorenen Insel, in einem kleinen Zimmer eines Altenheimes. Im Schrank seines Großvaters fand Levin Peter eines Tages ein Fotoalbum. Seite für Seite führte es tiefer in den Krieg und tiefer in die Ukraine. Die letzten Fotos zeigten, rätselhaft und abstrakt, Silhouetten von Menschen in der schneeverwehten Steppe nahe der ostukrainischen Stadt Mariupol. Sie wurden gewissermaßen der Auslöser dieses Films, der lange Gespräche zwischen Opa und Enkel verknüpft mit den Schemen von damals und diese wiederum in Zusammenhang bringt mit Eindrücken des jungen Filmemachers aus der Ukraine von heute. Reibungsvoller Versuch der Verständigung über jene Schatten, die man Erinnerung heißt.
Montag, 16.9. und Montag, 23.9. um 20.15 h
 
 
 
 

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WAJIB
Palästina/Frankreich/Kolumbien/Deutschland/Katar/Norwegen/VAE 2017.
Regie: ANNEMARIE JACIR.
Mit Mohammad Bakri, Saleh Bakri, Maria Zreik.
HD Digital. 96 Min. Originalfassung (arabisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ein junger palästinensischer Architekt lebt seit Jahren in Italien. Zur Hochzeit seiner Schwester kehrt er in seine Heimat nach Nazareth zurück und überbringt gemeinsam mit seinem Vater, einem geschiedenen Lehrer, die Einladungen zu dem Fest an Nachbarn, Freunde und Verwandte. Auf den Autofahrten zwischen den Besuchen drängen die unterschwelligen Konflikte zwischen beiden immer deutlicher ans Licht. Das subtile, von glänzenden Darstellern getragene Road Movie kreist um eine zerbrochene Familie und balanciert gekonnt zwischen Einsamkeit, politischer Bestandsaufnahme, ethnografischer Studie und feiner Situationskomik. (Filmdienst)
 
In Palästina gibt es eine schöne Tradition, man nennt sie Wajib (Wadschib), eine Verpflichtung. Ihr zufolge werden die Einladungen zur Hochzeit eines Kindes persönlich von den Nächsten überbracht. Abu Shadi ist der Vater der Braut Amal und schickt sich an einem sonnigen Morgen an, zusammen mit seinem vorübergehend aus dem Römer Exil heimgekehrten Sohn Shadi die adressierten Umschläge mit den Einladungen in Nazareth zu verteilen. Wir steigen mit Mohammad und Saleh Bakri, die in diesem Film Vater und Sohn verkörpern und auch im wirklichen Leben Vater und Sohn sind, in einen alten Volvo und tuckern die Hügel von Nazareth rauf und runter, besuchen Leute und tauchen im Leben. Wenn ich schreibe wir, dann gehe ich davon aus, dass es den meisten Zuschauenden ähnlich ergeht und so, wie man das bei der Uraufführung des Films am Festival von Locarno erleben konnte: Das Publikum fährt mit, die Filmemacherin Annemarie Jacir schafft es, uns alle auf die Reise des Paares mitzunehmen und hautnah an dem teilhaben zu lassen, was die beiden erleben. WAJIB ist der bislang intensivste Spielfilm, den Annemarie Jacir geschrieben und inszeniert hat. Man spürt, dass sie selber nach Jahren im Exil heimkehren konnte und sich wohl fühlt, wenngleich die Situation auch in Nazareth alles andere als eine entspannte ist. Aber sie will vom Alltag erzählen, dem Leben, das sich da abspielt, und die erzählt ihre Geschichte mit dem einzigartigen Schauspielerpaar Saleh und Mohammad Bakri, sie hat gleichzeitig jede noch so kleine Rolle delikat besetzt, erzählt über Gesichter, Körper, Gesten, aber auch mit Elementen wie Architektur, Dekor, Kleidung, Klängen. Ein Film, der ganz einfach daherkommt und ungemein vielschichtig und reichhaltig ist und obendrein und vor allem auch voller feinstem Humor. (Walter Ruggle, Trigon-Film)
19.9. und 22. – 25.9. jeweils um 20.15 h
 
 
 
 
 
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LA FLOR
Argentinien 2018.
Regie: MARIANO LLINAS.
HD Digital. Originalfassung (spanisch, französisch, englisch, russisch, deutsch, schwedisch, italienisch) mit deutschen Untertiteln. Gesamtlänge: 837 Min.
Zehn Jahre lang hat Mariano Llinas an seinem knapp 14-stündigen Epos gearbeitet. Das Ergebnis zählt unbestritten zu den aussergewöhnlichsten Kinoereignisssen des Jahres. Eine Serie für die Leinwand; eine verspielte, vor Ideen berstende Hommage an das Kino und das Geschichtenerzählen überhaupt. Der Film feierte auf dem Locarno-Filmfestival 2018 seine Weltpremiere und wurde von Publikum und Kritik begeistert aufgenommen.
Der Film hat sechs Episoden. Die Episoden müssen nicht zwingend alle geschaut werden. Jede steht für sich allein.
Episode 1 ist eine Hommage an die B-Movies der 1960er und 1970er Jahre.
Episode 2 ist ein Musical über Leidenschaft und Liebe mit einem geheimnisvollen Touch.
Episode 3 führt unsere vier Heldinnen im Gewand einer Spionagegeschichte nach Europa.
Episode 4 ist unvorhersehbar, magisch und mysteriös.
Die 5. Episode ist eine Verbeugung vor einem französischen Filmklassiker.
Die 6. Episode handelt von gefangenen Frauen, die im 19. Jahrhundert, nach vielen Jahren bei den Indianern, aus der Wüste zurückkehren.
Wiederholungsvorstellungen in neuer Aufteilung, damit die Episoden möglichst geschlossen gesehen werden können:
Freitag, 20.9. um 20.00 h: Episode 1 und Episode 2 (214 Min.)
Samstag, 21.9. um 20.00 h: Episode 3 Anfang und Fortsetzung (201 Min.)
Freitag, 27.9. um 20.00 h: Episode 4 (191 Min.)
Samstag, 28.9. um 19.30 h: Episode 3 Ende + Episode 5 und 6 (231 Min.)

 
 

 

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KINO WIEN FILM
Österreich 2018.
Regie: PAUL ROSDY.
HD Digital. 97 Min. Erstaufführung.
KINO WIEN FILM ist eine Kinoreise durch Wien von 1896 bis heute. Sie erzählt mittels Gesprächen mit Kinobetreibern, Filmvorführern und Technikern, Kinobesuchern und einem Historiker sowie zahlreichen Film-, Foto- und Textdokumenten eine Kinogeschichte Wiens – vom ersten Kino auf der Kärntner Straße bis zur heutigen Multiplexwelt.
Kurz nachdem die Brüder Lumière 1896 in der Kärntner Straße ihre ersten „lebenden Bilder“ vorführten, entstanden in Wien hunderte Kinos. Nicht allein den heute noch existierenden spürt diese lokale Kinoreise mit enzyklopädischer Zugewandtheit nach. Architektur, Technik, Besitzverhältnisse und längst vergessene Berufsbilder werden aufgerufen – der „Filmpendler“ als ambulante Vorwegnahme digitaler Downloadzeiten hetzte mit kurzen Filmteilen von Haus zu Haus. Warum, so fragt das „Blatt des Kinobesuchs“ 1923 sein Publikum, geht ihr ins Kino? Antwort aus Freuds Wien: „Um meine Fantasien und unterdrückten Sehnsüchte spielen zu lassen.“ (Viennale)
Letzte Vorstellung am Samstag, 21.9. um 17.45 h
 

 

 

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ICH WAR ZUHAUSE, ABER…
Deutschland/Serbien 2019.
Regie: ANGELA SCHANELEC.
Mit Maren Eggert, Jakob Lassalle, Clara Möller, Franz Rogowski.
HD Digital. 105 Min. Erstaufführung.
Astrids 13-jähriger Sohn Phillip kehrt wortlos zurück, nachdem er für eine Woche verschwunden war. Mutter und Lehrer*innen mutmaßen, dass sein Verschwinden mit dem Verlust des Vaters zusammenhängen könnte. Nur allmählich kommt der Alltag wieder in Gang. Die Fragen, mit denen sich Astrid konfrontiert sieht, lassen sie anders auf ihr bürgerliches Leben und ihren Beruf im Berliner Kulturbetrieb blicken. Auch ihre Auffassung von Kunst verändert sich. Zu Hause fällt es der alleinerziehenden Frau immer schwerer zu akzeptieren, dass ihr Sohn ein eigenes Leben führt. Dann kommt Phillip mit einer Blutvergiftung ins Krankenhaus. Aufgerieben zwischen Sorge, Versagen und Schuldgefühlen, verliert Astrid die Nerven. Aber Phillip und seine kleine Schwester wenden sich nicht von ihr ab. Das Familiengefüge zerfällt, um sich neu zu bilden. Die Kamera tritt stets einen Schritt zurück, gibt Mutter und Kindern den Raum und die Zeit, ihre Gefühle wieder und anders zu entdecken. Diese Szenen werden eingerahmt von den Proben einer Schulklasse zu Shakespeares „Hamlet“, dem Kauf eines kaputten Fahrrads und weiteren, losen Handlungssträngen, die wechselseitig Widerhall finden. (Berlinale)
Letzte Vorstellung am Sonntag, 22.9. um 10.45 h
 
 
 
 
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I AM SUN MU
USA/China/Südkorea 2015.
Regie: ADAM SJÖBERG.
HD Digital. 80 Min. Originalfassung (koreanisch) mit englischen Untertiteln.
Sun Mu – geboren 1972 in Nordkorea – wurde in der dortigen Armee als Propagandamaler ausgebildet. In der Zeit der schwerwiegenden Hungersnot der 1990er Jahre flüchtete er nach China und später über Thailand und Laos nach Südkorea. Seitdem lebt und arbeitet er als Maler in Seoul. Anstelle seines Geburtsnamens verwendet er aus Rücksicht auf seine Familie in Nordkorea ein Pseudonym und erlaubt keine Fotos seines Gesichts. Der Künstler bleibt somit gesichtslos. Durch das Verbergen seiner "alten" Identität und die Konstruktion einer "Neuen", überträgt er ein gängiges Phänomen der virtuellen in die reale Welt. Sein Künstlername Sun Mu bedeutet „Ohne Grenze/ Grenzenlosigkeit“ und symbolisiert für ihn die Wiedervereinigung beider Koreas. Sun Mus Malerei lehnt sich formal an die sog. Propagandabilder seiner alten Heimat an, bricht aber inhaltlich deren ideologische Botschaften und Themen. So dienen die Mittel der Überhöhung, des Personenkultes und verordnetes Kollektivglücks als Schablonen für eine politische Bildkunst, deren vermeintlich vertrauten Chiffren unter verkehrten Vorzeichen Sun Mus politische und gesellschaftliche Perspektive spiegeln, die auch und gerade Korruption, Demokratiedefizit und Machtmissbrauch in seiner neuen Heimat, im Westen allgemein befragen. Auf den ersten Blick wirken die Bilder wie eine Pop-Art-Variante von Propagandapostern der nordkoreanischen Arbeiterpartei, aber in seiner alten Heimat sind die Kunstwerke Kapitalverbrechen: „Das Gesicht des Großen Führers zu malen, ohne Genehmigung der Partei, das ist Gotteslästerung. Niemand darf das. Aber ich fordere diesen Gott heraus.“ Die Dokumentation begleitet den Künstler während seiner Vorbereitungen für seine Einzelausstellung in Peking.
Im Kunstraum München läuft vom 14.09. – 20.10.2019 seine aktuelle Ausstellung "Look at us".
Nach der Filmvorführung spricht der Kurator Jae-Hyun mit Sun Mu.
Sonntag, 22.9. um 17.30 h
 
 
 
 
 
 
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FILME VON D. A. PENNEBAKER
vom  22. – 25.9. jeweils um 22.15 h
 
 
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DIE KANDIDATEN
Deutschland 2019.
Regie: MICHAEL SCHWARZ.
HD Digital. 82 Min. Erstaufführung.
24. September 2017. Bundestagswahl. Das Ergebnis ist bekannt; doch der Film geht mitten hinein, unmittelbar hin zu den angespannten Gesichtern der Kandidaten und Unterstützer, die sich dann in Freude, in Enttäuschung auflösen. Um sechs Wahlkandidaten geht es, um ihren Wahlkampf, der an diesem Punkt, genau um 18 Uhr, kulminiert. Sechs Kandidaten aus Rheinland-Pfalz, von der Landeshauptstadt bis ins hinterste Südpfälzer Eck, von den sechs Parteien, die dann auch in den Bundestag einzogen: Wie sie rackern und wie sie sich abmühen und wie sie sich einsetzen für sich und die Sache. DIE KANDIDATEN ermöglicht hier tolle Einblicke ins Funktionieren von Politik. (kino-zeit.de)
Donnerstag, 26.9. um 20.15 h/Freitag, 27.9. um 18.00 h/Sonntag, 29.9. um 18.15 h
 
 
 
 
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DON'T BLINK – ROBERT FRANK
Kanada/USA/Frankreich 2015.
Regie: LAURA ISRAEL.
HD Digital. 82 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Dokumentarfilm über den Fotografen und Filmemacher Robert Frank (1924 – 2019), der als deutsch-schweizerischer Jude 1947 in die USA emigrierte und mit seinen Werken stark die US-amerikanische Popkultur beeinflusste. Fotografien, Filmausschnitte und Archivmaterial fügen sich zu einem eigenwillig-subjektiven „Memory Book“, das mit verschmitzten Assoziationen und Andeutungen spielt. Eine leicht melancholische, aber unsentimentale Reminiszenz an die New Yorker Bohème der 1960er- und 1970er-Jahre. (Filmdienst)
Donnerstag, 26.9. um 22.15 h
Samstag, 28.9. um 15.30 h
 
 
 
 
 
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DAS ENTSCHWINDEN
(VERDWIJNEN/DISAPPEARANCE)
Norwegen/Niederlande 2017.
Regie. BOUDEWIJN KOOLE.
HD Digital. 92 Min. Originalfassung (niederländisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Roos ist als Fotojournalistin um die Welt gereist. Jetzt ist sie wie in jedem Jahr unterwegs zu ihrer Mutter Louise, einer einst gefeierten Konzertpianistin, die sich in den hohen Norden Norwegens zurückgezogen hat. Diese Besuche sind nie besonders gut verlaufen, denn Mutter und Tochter sind einander auch emotional entfremdet. Aber dieses Mal ist es anders, denn Roos hat schlechte Nachrichten und möchte sich mit ihrer Mutter versöhnen. Zunächst verhindern alter Schmerz und ständige Vorwürfe jegliche Aussprache. Erst die Beziehung zu ihrem jüngeren Halbbruder Bengt und zu ihrer alten Liebe Johnny und die Erfahrung der weiten Schneelandschaften geben Roos die Kraft, den entscheidenden Schritt zu gehen. DAS ENTSCHWINDEN erinnert an die filmischen Kammerspiele Ingmar Bergmans, entfaltet seine emotionale Wucht jedoch weniger mit Worten als durch grandiose Bilder und Töne. (Nordische Filmtage Lübeck)
Das sensibel beobachtete Kammerspiel überzeugt mit dem nuancierten Spiel der Hauptdarsteller, einer faszinierend fotografierten Landschaft und nicht zuletzt durch einen herausragenden Soundtrack. (Filmdienst)
29.9. – 2.10. um 20.15 h
 
 
 
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THE WORLD OF SHINYA TSUKAMOTO:

NIGHTMARE DETECTIVE
(AKUMU TANTEI)
Japan 2006.
Regie: SHINYA TSUKAMOTO.
HD Digital. 102 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Eine Serie bizarr-mysteriöser Selbstmorde lässt einer jungen Tokioter Polizistin keine Ruhe. Mit Hilfe eines Mediums, das Träume nachempfinden kann, kommt sie einem Serienkiller auf die Spur. (Filmdienst)
In der japanischen Großstadt wimmelt es von deprimierten Seelen und die bekommen im Schlaf Besuch von einem Traumschlächter. Im Ergebnis ist dies natürlich alles andere als ein Gute-Laune-Film, sondern hat was von der Untergangsstimmung in einer Suizidgefährdeten-Selbsthilfegruppe. Keine Überraschung; schließlich ist NIGHTMARE DETECTIVE das Werk von Shinya Tsukamoto. Und der geht schließlich per se ohne rosarote Brille aus dem Haus. Der uncool kaputte Held ist gewöhnungsbedürftig, doch die dosiert eingesetzten Alptraumsequenzen sind furios in Szene gesetzter angstschweißtreibender Horror. (filmtipps.at)
29. – 30.9. um 22.15 h
 
 

NIGHTMARE DETECTIVE 2
(AKUMU TANTEI 2)
Japan 2008.
Regie: SHINYA TSUKAMOTO.
HD Digital. 99 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Eine Schülerin fühlt sich vom Geist einer gemobbten Klassenkameradin bedroht und sucht Hilfe bei einem jungen Mann mit übersinnlichen Fähigkeiten, der sie zunächst abweist, weil er den Selbstmord seiner Mutter verarbeitet, dann aber doch in ihre Albtraumwelten eintaucht. Spannender Psychothriller mit Fantasy-Elementen, dessen Regisseur seinen experimentellen und provokativen Genrefilmen (TETSUO) hier eine publikumswirksamere Variante seines Schaffens entgegen setzt, ohne dessen grundlegende Themen wie Einsamkeit und Verlustangst zu vernachlässigen. (Filmdienst)
1. – 2.10. um 22.15 h
 
 
 
 
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Frauenstudien München e.V. zeigt:
MUSTANG
Türkei/Frankreich/Katar/Deutschland 2015.
Regie: DENIZ GAMZE ERGÜVEN.
HD Digital. 94 Min.
Ein kurzer Badespaß hat für die Schwestern Sonay, Selma, Ece, Nur und Lale böse Folgen. Weil ihr Verhalten angeblich die Familie entehrt hat, verwandelt der Onkel das Haus in ein Gefängnis. Nach und nach sollen die Mädchen verheiratet werden. Die Regisseurin Deniz Gamze Ergüven verdichtet in Mustang eigene Erfahrungen und Beobachtungen in einem Familiendrama, in dem ein patriarchalisches Rollenverständnis auf das Emanzipations- und Freiheitsbestreben einer jungen Generation stößt.
Montag, 30.9. um 17.30 h
 
 

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SANTA & ANDRES
(SANTA Y ANDRES)
Kuba/Frankreich 2016.
Regie: CARLOS LECHUGA.
Mit Lola Amores, Eduardo Martinez, Cesar Domínguez.
HD Digital. 105 Min. Originalfassung (spanisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Eine kubanische Bäuerin soll 1983 einen missliebigen Schriftsteller bewachen, der im Osten der Insel in der Nähe eines Ortes wohnt, in dem ein internationaler Kongress stattfindet. Die Machthaber wollen ausschließen, dass der Autor seine Schriften außer Landes schmuggeln lässt. Dass der Poet auf Männer steht, erschwert die Mission der resoluten Frau zusätzlich. Die Konflikte der beiden Antagonisten entfalten sich anfangs recht vorhersehbar, doch die Inszenierung streift ihren pädagogischen Impetus zunehmend ab und entfaltet durch feine Nuancen und viel Raum für gegenseitiges Schweigen subversives Potenzial. (Filmdienst)
Letzte Vorstellung am Sonntag, 29.9. um 11.00 h
 
 
 

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SUPER FRIEDE LIEBE LOVE
Österreich/Deutschland 2017.
Regie: TILL CÖSTER.
HD Digital. 90 Min.
Eine utopische Wortreihung. Ein Mantra zur Beruhigung innerer Stimmen. Durch die Flure und Stockwerke eines Männerwohnheims ertönt die Friedensbotschaft und wird Teil einer vielstimmigen Geräuschkulisse. Im „Haus an der Kyreinstraße“, mitten in München, leben unterschiedlichste Männer zusammen. Sie eint der Verlust einer Wohnung, eines festen Platzes in der Mitte der Gesellschaft. Hier ringen sie gemeinsam um Selbstachtung und um Verständnis für die Eigenheiten ihrer Zimmernachbarn. Sie verpflegen sich selbst und helfen einander aus. Sie teilen Zeiten der Not, wie auch Momente schieren Daseins. Der Dokumentarfilm begleitet die Gemeinschaft durch das Jahr. Zwischen zarten Begegnungen und tiefgreifenden Umbrüchen ist jeder ist auf der Suche. Jeder hat einen Traum.
Termin für die nächste Vorstellung noch nicht bekannt