Programm

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

UNSERE EINTRITTSPREISE SIND MODERAT UND ABHÄNGIG VON DEN GESPIELTEN FILMEN UND BEWEGEN SICH ZWISCHEN 4,50 EUR und 5,50 EUR.

ÜBERLÄNGE 6,00 EUR.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

KEIN VORVERKAUF, NUR ABENDKASSE!

 

 
 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DIE LIEBHABERIN
(LOS DECENTES)
Österreich/Südkorea/Argentinien 2016. Regie: LUKAS VALENTA RINNER.
Mit Iride Mockert, Martin Shanly, Andrea Strenitz, Mariano Sayavedra.
HD Digital. 100 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
„Eine junge Argentinierin aus ärmlichen Verhältnissen nimmt einen Job als Haushälterin bei einer reichen Familie in Buenos Aires an, womit sie Zugang zu einer privilegierten Welt hinter befestigten Mauern erlangt. Bei einem Spaziergang durch die Gated Community entdeckt sie ein
dschungelähnliches Nudisten-Camp, und durch ihren Übertritt geraten die oppositionellen Systeme unter Hochspannung. Eine in klaren Tableaus gedrehte Reflexion über menschliche Beziehungen in abgeschlossenen Systemen, die sich besonders dem durchorganisierten Raum und der Vielfalt der Körper widmet.“ (Filmdienst)
"Rinner entwickelt seine lakonische Romanze in eine vollkommen ungeahnte Richtung, schrammt am Surrealen vorbei ins Groteske, ohne je ins Lächerliche abzurutschen." (ORF)
"Eine exquisit inszenierte Komödie mit trockenem Humor im Stile von Jacques Tatis MON ONCLE." (Film Society Lincoln Center New York)
"Nicht im Dialog, sondern in bildstarken Tableaux vivants erkundet der Film die Lebensrealitäten zweier abgeschlossener Gemeinschaften." (Falter)
Festivals: Diagonale 2017 – Großer Preis: bester Spielfilm + bestes Sounddesign | Visionär Film Festival Berlin 2017 – Publikumspreis | Toronto International Film Festival 2016 – Spezial-Preis der Jury
16.11./18.11. und 20. – 22.11. jeweils um 20.15 h
Ausserdem am 28.11. um 17.30 h
 

 

 

***

 

 

 

 

FLUIDO
Deutschland 2017. Regie: SHU LEA CHEANG.
Mit Bishop Black, Kristina Marlen, Prince William E. Morris, Candy Flip.
HD Digital. 81 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Im Jahr 2060 ist die Welt von Aids befreit. Allerdings sind bei einigen Menschen die HI-Viren zu einem Gen mutiert, aus dem sich eine Droge gewinnen lässt, die zum Rauschmittel des 21. Jahrhunderts geworden ist. Eine Geheimpolizei versucht mithilfe virtuell unterstützter Direktkontrollen zu ermitteln, wer Träger*in dieses Gens ist. Währenddessen müssen anderenorts junge Männer an ein Kabelsystem gefesselt Sperma für die Gewinnung marktbeherrschender Pharmazeutika produzieren.
Die in Taiwan geborene Multimediakünstlerin und Filmemacherin Shu Lea Cheang hat in Berlin einen dystopischen Science-Fiction gedreht, bei dem es um die Macht von Körperflüssigkeiten und um deren Gewinnung geht. In Form einer orgiastischen Oper inszeniert sie einen atemlosen Reigen aus Körpern, Sekreten, Performances und sexuellen Akten, die oft im Dienste einer übergeordneten Ökonomie stehen. Ein über weite Strecken experimentelles und ungewöhnliches, auf konsequente Art parapornografisches Drama, in dem die Grenzen zwischen den Geschlechtern sowie zwischen homo-, hetero-, bi-, trans- oder intersexuell kontinuierlich verschwimmen. (Berlinale 2017)
20. – 22.11. um 22.30 h
 

 

 

***

 

 

UNTITLED
Österreich/Deutschland 2017. Regie: MICHAEL GLAWOGGER, MONIKA WILLI.
HD Digital. 107 Min. Erstaufführung.
„Dieser Film soll ein Bild der Welt entstehen lassen, wie es nur gemacht werden kann, wenn man keinem Thema nachgeht, keine Wertung sucht und kein Ziel verfolgt. Wenn man sich von nichts treiben lässt außer der eigenen Neugier und Intuition“, so Michael Glawogger, dessen frühere Filme häufig die globale Ausbeutung behandelten. 2014 verstarb der Regisseur auf seiner ziellosen Reise durch den Balkan, Italien, Nordwest- und Westafrika bereits nach fünf Monaten an Malaria. Zwei Jahre später übernahm seine Editorin Monika Willi die Fertigstellung des Films. Mal mit scharfen Schnitten, mal sanft und leise montiert sie aus dem entstandenen Material ein faszinierendes, bildgewaltiges Dokument, unterlegt mit einem starken, aber unaufdringlichen Mix aus Original- und komponierten Tönen. UNTITLED ist ein nie zur Ruhe kommender Film über Bewegung und das Unterwegssein, über das Fremde und die Fremde. Vor allem aber, und das macht die Magie der Bilder aus und das Betrachten zu einem aufregenden Erlebnis, ist es ein Film über die Poesie des Zufalls. Eine Reise durch die Welt, um zu beobachten, zuzuhören und zu erleben – mutig, roh und offen. (Berlinale 2017)
Mittwoch, 22.11. um 17.30 h
 

 

 

***

 

 

 

LATEINAMERIKANISCHE FILMTAGE MÜNCHEN
FESTIVAL DE CINE LATINO AMERICANO
 
In diesem Jahr widmen wir uns einem der bedeutendsten Filmländer Lateinamerikas: ARGENTINIEN. In sieben Spiel- und Dokumentarfilmen zeigen wir einen Ausschnitt des gegenwärtigen nationalen Filmschaffens, das sich dank einer lebendigen Szene unabhängiger Regisseur*innen durch große ästhetische wie thematische Vielfalt und Experimentierfreude auszeichnet.
Die Lateinamerikanischen Filmtage 2017 versammeln Alltägliches, Politisches, Subwelten und ganz persönliche Schicksale: ein skurriles Familienportrait (ADIÓS ENTUSIASMO), ein Generationendrama in den Weiten Patagoniens (EL INVIERNO), den Kampf eines Anwalts für die Rechte sozial Schwacher (LOS CUERPOS DÓCILES), eine leise Liebesgeschichte im Roadtrip-Kostüm (LA NOVIA DEL DESIERTO), ein Shakespearsches Gewebe aus Liebschaften (LA PRINCESA DE FRANCIA) und ein Stück um Eva Perón (EVA NO DUERME). Außerdem bringen wir mit Lucrecia Martels LA CIÉNAGA einen bahnbrechenden Klassiker zurück auf die Leinwand, der 1991 den Beginn einer anhaltende Hochphase des argentinischen Kinos markiert.
 
ADIÓS ENTUSIASMO
Argentinien/Kolumbien 2017. Regie: VLADIMIR DURÁN.
Mit Camilo Castiglione, Laila Maltz, Mariel Fernandez, Martina Juncadella.
HD Digital. 79 Min. Originalfassung mit englischen Untertiteln.
Jede Familie ist ein rätselhaftes Gebilde, in das Außenstehende nur bedingt Einblick bekommen. In ADIÓS ENTUSIASMO ist das Rätselhafte
offensichtlich: Die Mutter von Alex, Antonia, Alejandra und Alicia lebt in einem verschlossenen Zimmer, aus dem sie nie herauskommt, während ihre Kinder im Rest der heimeligen Wohnung essen, schlafen, singen, sich streiten, lachen und diskutieren. Durch eine kleine Luke hindurch teilen sie wie jede andere Familie die Mahlzeiten, erzählen sich ihren Alltag, feiern Geburtstag…
Doch was, wenn das Gebilde ins Wanken gerät? Ein surreales und doch wirklichkeitsnahes Kammerstück. 
Donnerstag, 23.11. um 18.45 h und 21.15 h (dazwischen Eröffnungsempfang in der Kulisse)
Samstag, 25.11. um 22.30 h
 
LA PRINCESA DE FRANCIA
Argentinien 2014. Regie: MATÍAS PIÑEIRO.
Mit Julián Larquier Tellarini, Agustina Muñoz, Laura Paredes, María Villar, Elisa Carricajo, Romina Paula.

HD Digital. 66 Min. Originalfassung mit englischen Untertiteln.
Víctor liebt Paula. Er liebt aber auch Ana, das darf nur niemand wissen. Mit Natalia war auch mal was und ein bisschen mit Lorena. Und dann ist da noch Carla – vielleicht die nächste große Liebe? Sie alle sind junge Schauspielerinnen, die an Víctors jazziger Radio-Adaption von Shakespeares
„Verlorene Liebesmüh“ mitwirken wollen. In Matías Piñeiros charmant-schrulligem Beziehungsreigen schwatzt sich die Bohème von Buenos Aires durch allerhand Irrungen und Wirrungen. Mit seiner eigenwilligen Handschrift zählt der Regisseur zu den spannendsten jungen Autoren des
argentinischen Gegenwartskinos.
Freitag, 24.11. um 18.15 h
Mittwoch, 29.11. um 20.00 h
 
LA NOVIA DEL DESIERTO
Argentinien/Chile 2017. Regie: CECILIA ATÀN,VALERIA PIVATO.
Mit Paulina García, Claudio Rissi.
HD Digital. 78 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Teresa hat ihr Leben lang als Hausangestellte bei einer Familie in Buenos Aires gearbeitet, bis sie eines Tages eine neue Stelle im entfernten San Juan annehmen muss. So begibt sie sich auf eine Reise durch die kar ge Leere der argentinischen Wüste. Mit ihrem leisen Road-Movie über die Suche einer Frau nach ihren liegen gebliebenen Wünschen und Sehnsüchten feierten die Regisseurinnen Cecilia Atán und Valeria Pivato Weltpremiere in Cannes.
Freitag, 24.11. um 20.00 h
Dienstag, 28.11. um 20.00 h
 
LA CIÉNAGA
Argentinien/Spanien 2001. Regie: LUCRECIA MARTEL.
Mit Graciela Borges, Mercedes Morán, Martín Adjemián, Juan Cruz Bordeu.
35mm. 103 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Ein tropischer Sommer hängt über dem Nordwesten Argentiniens. Am Pool eines maroden Landsitzes vegetieren die Erwachsenen in Lethargie
und Alkohol versunken vor sich hin, während die heranwachsenden Kinder ganz sich selbst überlassen sind. Erstarrt und desillusioniert versinkt das
einst aufstrebende Bürgertum im Morast der aufkommenden nationalen Wirtschaftskrise. Lucrecia Martels aufregendes Spielfilmdebüt aus dem Jahr
2001 kommt ganz ohne konventionelle Erzählstruktur aus. Ein Klassiker des „Neuen Argentinischen Kinos“.
Freitag, 24.11. um 22.00 h
Sonntag, 26.11. um 20.00 h
 
LOS CUERPOS DÓCILES
Argentinien 2015. Regie: DIEGO GACHASSIN, MATÍAS SCARVACI.
HD Digital. 75 Min. Originalfassung mit englischen Untertiteln.

„Ich hab genug von dieser ganzen Realität.“ Der argentinische Rechtsanwalt Alfredo García Kalb tritt für die Rechte sozial Schwacher ein. Seine Fälle interessieren weder Presse noch Politik und entscheiden doch über das Schicksal ganzer Familien. Die Kamera folgt Alfredo bei Klientenbesuchen, flammenden Verteidigungsreden vor Gericht bis ins Privatleben und beobachtet dabei einen Balanceakt zwischen Legalem und Illegalem. Durch die Augen seines charismatischen Protagonisten zeigt der Dokumentarfilm uns die absurden Mechanismen eines überkommenen Strafsystems.
Präsentiert von DOK.fest München.
Samstag, 25.11. um 18.15 h (in Anwesenheit des Regisseurs Matías Scarvaci)
 
EL INVIERNO
Argentinien/Frankreich 2016. Regie: EMILIANO TORRES.
Mit Alejandro Sieveking, Cristian Salguero, Adrián Fondari, Pablo Cedrón.
HD Digital. 97 Min. Originalfassung mit englischen Untertiteln.
Eine große Viehfarm in den Weiten Patagoniens: Der alteingesessene Vorarbeiter Evans weist wie jedes Jahr neue Saisonarbeiter zum Schafscheren ein. Doch dann wird er entlassen und ein junger Nachfolger nimmt seinen Platz ein. Ein schwieriger Wechsel, denn für beide geht es darum, den bevorstehenden Winter zu überleben. Der Debütfilm von Emiliano Torres ist eine dramaturgisch einfallsreiche Generationenstudie. Mit seinen ausdrucksstarken Bildern gewann EL INVIERNO unter anderem den Kamerapreis auf dem San Sebastián Filmfestival.
Samstag, 25.11. um 20.30 h
 
EVA NO DUERME
Argentinien 2015. Regie: PABLO AGÜERO.  
Mit Gael García Bernal, Denis Lavant, Daniel Fanego, Sabrina Macchi.
HD Digital. 85 Min. Originalfassung mit englischen Untertiteln.
„Ihr Körper macht uns zu Tieren. Er macht uns verrückt, ja rasend.“ Eva Perón wurde zur Ikone der argentinischen Arbeiter und Frauen. Als sie mit
33 Jahren starb, schaffte das Militär ihren Leichnam außer Landes, um die Verehrung ihrer Person zu beenden. Rund um Peróns Körper imaginiert
Pablo Agüero drei Episoden aus der Geschichte Argentiniens, von Evitas Tod 1952 bis zum Militärputsch 1976. Wie ein Theaterstück inszeniert und
durchsetzt mit Archivaufnahmen, ist EVA NO DUERME ein ebenso strenger wie experimentierfreudiger Konzeptfilm, ein Spiel zwischen zärtlichem
Mythos und gewaltvoller Skurrilität. 
Montag, 27.11. um 20.00 h
 
 
 
***
 
 

 

MONTRAK
Deutschland 2017. Regie: STEFAN SCHWENK.
HD Digital. 122 Min.
Mit Julia Dietze, Florian Freiberger, Cosma Shiva Hagen.
In Deutschland verschwinden immer mehr Menschen. Hinter den mysteriösen Vermisstenfällen stecken aber keine vermuteten Wolfsangriffe, sondern Vampire, die ihren Ursprung im Mittelalter haben. Montrak, ein einstiger Burggraf, wird durch einen von Luzifer verwandelten Ring zum Vampir-Dasein verdammt. Als er von den Menschen gejagt wird, bleibt ihm keine andere Wahl als sich töten zu lassen, damit der Mythos Vampir in Vergessenheit gerät. Doch Montraks Untertanen erschaffen im Geheimen einen neuen Vampirmeister, der in der Zukunft das Land mit seiner Armee endgültig ins Chaos stürzen soll. Nur eine kleine Gruppe von Menschen stellt sich ihnen in den Weg…
Samstag, 25.11. um 15.00 h
 
 

 

 

 

***

 

 

 

AUF EDITHS SPUREN
Österreich/Deutschland/Russland/Großbritannien 2016.
Regie: PETER STEPHAN JUNGK.
HD Digital. 91 Min. Erstaufführung.
Dokumentarfilm, mit dem sich der Regisseur auf die Spuren seiner Großtante begibt, der Fotografin Edith Tudor-Hart (1908-1973), die in ihren Werken ihren aufmerksamen, empathischen Blick mit ihrem sozialkritischen Engagement in Einklang brachte. Das „Familiengeheimnis“ besteht darüber hinaus darin, dass Tudor-Hart als passionierte Kommunistin von London aus als KGB-Spionin tätig war. Der spannende, an Fakten und Geschichten überbordende Film rekonstruiert in einer Mischung aus Archiv-Recherche, Zeitzeugen-Interviews und animierten Sequenzen die faszinierende, ebenso widersprüchliche wie tragische Lebensgeschichte von Edith Tudor-Hart, bringt die herausragende Künstlerin nachhaltig in Erinnerung und fragt zugleich kritisch nach den Ursachen ihrer politischen „Schwärmerei“ und deren weitreichenden politischen Folgen. (Filmdienst)
Sonntag, 26.11. um 11.00 h (Matinée)
 

 

 

 

***

 

 


DER LANGE SOMMER DER THEORIE
Deutschland 2017. Regie: IRENE VON ALBERTI.
Mit Julia Zange, Katja Weilandt, Martina Schöne-Radunski, Timo Jacobs.
HD Digital. 84 Min. Erstaufführung.
Drei Bewohnerinnen einer Berliner Künstlerlinnen-WG Mitte 30 werden in ihrem prekären Dasein vom endenden Mietverhältnis, aber auch von der Gentrifizierung ihres Viertels bedroht. Sie erkunden unterschiedliche Handlungsperspektiven, darunter ein Filmprojekt mit Interviews, das einen Überblick über aktuelle Gesellschaftstheorien verschaffen soll. Komplexe Verbindung aus Fiktion, Dokumentation, Theatralität und Essay, die sich humorvoll, aber stets verbindlich mit Feminismus, dem Geschichtsrevisionismus der Filmbranche sowie den politischen Herausforderungen des linken Milieus durch die neue Rechte auseinandersetzt. Das durchaus widersprüchliche Panorama aktueller Verhältnisse gibt sich antiautoritär und öffnet sich mittels Hypertext den Neuen Medien. (Filmdienst)
26. – 29.11. um 22.30 h und Freitag, 1.12. um 18.30 h
 

 

 

***


 


DAS IST UNSER HAUS

Die Kinoreihe der Aktionsgruppe Untergiesing e.V. geht im Jahr 2017 in die zweite Runde. Nun zeigen wir den Film "„Das ist unser Haus!“ – Räume aneignen mit dem Mietshäuser Syndikat"

Und darum geht´s:

Gemeineigentum – Selbstorganisation – Solidarität – Seit vielen Jahren gibt es eine Netzwerkstruktur von mehr als 100 Hausprojekten in Stadt und Land, um die Wohnungsfrage nach anderen Werten zu organisieren: das Mietshäuser Syndikat. Finanzschwache Gruppen können sich mit der Solidarität anderer ermächtigen und so bezahlbare Räume sichern. Deshalb wächst in immer mehr Köpfen das Interesse an dieser wichtigen Initiative aus der Zivilgesellschaft.

Im 65 minütigen Film „Das ist unser Haus!“ erläutern Akteure des Mietshäuser Syndikats das Modell der kollektiven Raumaneignung und präsentieren vielseitige Projekte in unterschiedlichen räumlichen Kontexten. Die Zuschauer werden motiviert, eigene Projekte im stabilen solidarischen Verbund des Mietshäuser Syndikats zu starten.

Mit Impressionen aus den Projekten: Freie Hütte (Lübeck), LÜDIA (Hadmersleben), Handwerkerhof Ottensen (Hamburg), Jugendwohnprojekt Mittendrin (Neuruppin), Grethergelände (Freiburg), 4-Häuser-Projekt (Tübingen)

Sonntag, 26.11. um 18.00 h

 

 

***

 

 

HYPER HYBRID

 

Das weltweit erste Filmfestival für hybride Filme

 

1. Ausgabe

 

30.11. – 06.12.2017

 

 

Hybride Filme für hybriden Zeiten!“, so das Credo von hyper hybrid, dem weltweit ersten

 

Festival für hybride Filme.

 

Mit purer Absicht haben wir uns einer klaren Definition von Hybridität verweigert und uns

 

die Freiheit genommen Filme auszuwählen, die – jeder auf seine ganz eigene Art und

 

Weise – die Grenze zwischen Realität und Fiktion aufbrechen und mit ihr spielen, die

 

klassische Genreschubladen überwinden oder sich ihnen gleich vollends entziehen, die

 

mit altbekannten Macharten brechen oder diese in neuem Gewand zelebrieren.

 

Aus über 2.700 Einreichungen haben wir uns für 61 Filme aus 27 Ländern entschieden,

 

die in 12 Blöcken zu sehen sein werden. Filme, deren Bandbreite von spannend bis

 

unterhaltsam, von tiefgründig bis pseudointellektuell, von pornographisch bis arty, von

 

schräg bis absurd, von steril bis liebevoll reicht. Gemeinsamer Nenner der ausgewählten

 

Werke: Sie haben uns berührt, erstaunt, unterhalten, gefordert, schockiert oder amüsiert,

 

und genau deshalb möchten wir sie mit euch teilen!

 

Der omnipräsenten Informations-, Planungs- und Kontrollwut zeigen wir übrigens die kalte

 

Schulter und laden den Zuschauer/ euch ein, sich/ euch ohne großes Vorwissen auf die

 

Reise in Welten zu begeben und sich auf Realitäten einzulassen, die mit dem

 

vorweihnachtlichen Treiben Münchens definitiv nichts zu tun haben.

 

Auch der zwanghaften Kür des „besten“ Films und der damit einhergehenden Wertung

 

einer Arbeit entziehen wir uns – schließlich lebt doch jeder von uns in seiner eigenen

 

kleinen Blase….

 

In diesem Sinne freuen wir uns auf eine Woche voller Paralleluniversen im Kino unseres

 

Vertrauens.

 

Keep it hybrid!

 

Eure

 

hyper hybrids

 

www.facebook.com/hyperhybridfilmfestival

 

 

***

 
 
 
 
 
DER KONZERTDEALER
Deutschland 2017. Regie: SOBO SWOBODNIK.
HD Digital. 86 Min. Erstaufführung.
Ungewöhnlicher Porträtfilm über den Ex-Punk Scumeck Sabottka, der seit 30 Jahren als Tournee- und Konzertveranstalter eine Größe in der Welt der Rock- und Pop-Musik ist. Mit essayistischen Mitteln rekapituliert er eine erstaunliche Biografie, in der Leidenschaft für Musik, Geschäftssinn und der Strukturwandel der Branche eine Balance gefunden haben. Formal nutzt er ein langes Radiointerview, das in Verbindung mit Bildern aus Sabottkas Alltag sowie mit dem elektronischen Klang von Dinos Chapman zu einer erzählerisch wie ästhetisch bezwingenden Form vereint wird. (Filmdienst)
Weitere Spieltermine in Planung
 
 
 
***

 

 

GHOSTLAND – REISE INS LAND DER GEISTER

Deutschland 2016. Regie: SIMON STADLER, CATENIA LERMER, SVEN MEHLING. HD Digital. 88 Min. Erstaufführung.

Seitdem die Menschen vom Stamm der Ju/’Hoansi in Namibia nicht mehr jagen dürfen, leben sie davon, Touristen ein archaisches Leben vorzugaukeln, das sie längst nicht mehr führen. Der unterhaltsame Dokumentarfilm begleitet einige Stammesmitglieder auf eine Reise nach Frankfurt am Main, wohin sie eine Hilfsorganisation eingeladen hat. Zivilisationskritisch, aber ohne erhobenen Zeigefinger verdeutlicht er die extremen Unterschiede zwischen der Stammeskultur und dem großstädtischen Rhythmus, wobei er vor allem von seinen Protagonisten zehrt, die sich über die Errungenschaften des Fortschritts amüsieren. (Filmdienst)

Weitere Spieltermine in Planung
 
 
 
 
***

 
 
 
LIFE ON THE BORDER
Irak/Syrien 2017.
Regie: MAHMOD AHMAD, RONAHL EZZADIN, SAMEL HOSSEIN, DELOVAN KEKHA, HAZEM KHODELDEH, DIAR OMAR, ZOHOUR SAEID.
HD Digital. 67 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Der große kurdische Regisseur Bahman Ghobadi, dessen Werk u.a. mit der Goldenen Palme des Festivals in Cannes oder dem Friedenspreis der Berlinale ausgezeichnet wurde, hat sich einem ganz besonderen Projekt gewidmet: Unter seiner fachkundigen Anleitung bekamen sieben Kinder aus den Flüchtlingslagern in Kobanê und Sindschar die Möglichkeit, mit eigenen filmischen Ideen von sich und ihren Erlebnissen zu erzählen. Abseits der täglichen Berichterstattung gewähren die jungen FilmemacherInnen so einen seltenen, unmittelbaren und authentischen Einblick in ihr Leben und ihre Erfahrungen. Mal ungeschönt dokumentarisch dann wieder voller Poesie erzählen sie ihre Geschichten in Bildern, die jeder gesehen haben sollte. Sie berichten von ihren Erfahrungen mit dem sogenannten Islamischen Staat und zeigen das harte Leben des Campalltags, aber auch ihre Traditionen und Musik. Voller Liebe für die Menschen, die sie verloren haben und die, die noch an ihrer Seite sind. Eine einmalige und wichtige Chance, das Leben der Menschen auf der Flucht mit ihren eigenen Augen sehen und verstehen zu können.
Weitere Spieltermine in Plaung
 
 
 
***
 
 

IM INNEREN KREIS
Deutschland 2017. Regie: HANNES OBENS, CLAUDIA MORAR.

HD Digital. 83 Min. Erstaufführung.
In Hamburg haben verdeckte Ermittlerinnen jahrelang die linke Szene ausspioniert. Sie führten sexuelle Beziehungen, verschafften sich so Zutritt zu Wohnungen und Computern. Der Dokumentarfilm zeigt, wie weit die Polizei geht – und was das mit Bespitzelten macht.
„Der Film IM INNEREN KREIS lässt sich gut als Beitrag zur Debatte über die Ereignisse während des G20-Gipfels betrachten. Zwar war das nicht geplant, aber man kann die Zusammenhänge kaum ignorieren. In der Geschichte um die verdeckten Ermittlungen geht es einerseits um die »Gefahr« radikal linken Denkens und Handelns für die bürgerliche Gesellschaft – und konkret vor allem um die nun heiß diskutierte Rote Flora. Andererseits behandeln die knapp 90 Minuten die Frage, wo in dieser Gesellschaft Polizeigewalt anfängt, und wann und durch wen dieser Gewalt
Grenzen gesetzt werden.“ (intro magazin)
Weitere Spieltermine in Planung
 

 

 

 

***

 

Charlie Chaplins Rede an die Menschheit aus dem Film DER GROSSE DIKTATOR (1940):