Programm

 

 

SOMMERPAUSE VOM 25.6. – 30.6.

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In Zusammenarbeit mit SEA SHEPHERD:
OPERATION JEEDARA
Im Jahr 2010 verursachte BP die schlimmste Ölkatastrophe aller Zeiten. Durch die Explosion der Bohrinsel Deep Water Horizon im Golf von Mexiko gelangten nahezu fünf Millionen Barrel Öl ins Meer. Millionen Meereslebewesen wurden getötet und das umliegende Ökosystem nachhaltig zerstört.
Doch nur ein Jahr später gestattete die australische Regierung dem BP-Konzern, in ihren Gewässern nach Öl zu bohren und das obwohl die Gewässer vor Ort tiefer und stürmischer sind als der Golf von Mexiko. 2016 starten die Great Australian Bight Alliance, eine Kooperation verschiedener Naturschutzorganisationen und australischer Ureinwohnerverbände, gemeinsam mit Sea Shepherd die Kampagne „Operation Jeedara“. Steve Irwin drang ins Herz der Großen Australischen Bucht vor, um nicht nur ihre Schönheit zu dokumentieren, sondern aufzudecken, was wir alle verlieren würden, wenn Australien BP erlaubt, dort nach Öl zu bohren. Dieser Film erzählt die Geschichte dieser Kampagne.
Samstag, 1.7. um 20.30 h
Eintritt gegen Spende
 

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MENANDROS & THAIS
Tschechien/Österreich 2016. Regie: ANTONIN SILAR, ONDREJ CIKAN. Mit  Jakub Gottwald, Jessyca R. Hauser, Ondrej Bauer, Violetta Zupancic. HD Digital. 129. Minuten. Originalfassung (tschechisch, deutsch, finnisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Thais wird während ihrer Hochzeit mit Menandros von Piraten aus Athen entführt. Der Bräutigam begibt sich mit seinem treuen Diener Eudromos auf eine verzweifelte Suche durch einen Großteil der antiken Welt und verwandelt sich nach und nach zu einem blutrünstigen Ungeheuer. Während er skythische Völker unterwirft und dann sogar gegen den perischen Großkönig Xerxes in den Krieg zieht, wird Thais versklavt und von Besitzer zu Besitzer weitergereicht, wobei ihrer außergewöhnliche Schönheit sie immer vor dem größten Leid bewahrt. Die Jugendliebe des Menandros, die Hetäre Chryseïs, stellt dem Helden nach und lässt sich von einer Hexe dabei helfen. In einer Prophezeiung erfährt Menandros aus dem Mund seines inzwischen verstorbenen Schwiegervaters Aristoboulos, dass eine glückliche Wiedervereinigung mit Thais das Liebespaar in größtes Unglück stürzen würde. Chryseïs und die Hexe haben alles genau geplant.
MENADROS & THAIS ist ein surrealistischer Sandalenfilm, der auf Schund- und Abenteuerromanen der Spätantike beruht und auf eigenwillige Weise Antike und Gegenwart vermischt. Er wurde von privaten Kleinsponsoren finanziert und zwischen 2012 und 2015 mit über 300 (!) Freiwilligen gedreht.
"…ein bildgewaltiges, brutales, unbezähmbares Monster von einem Film." (Fm4.orf.at)
"Alles da, in Menandros & Thais, einem blutlustigen Sandalenfilm zwischen Experimentaltheater und Schundroman." (Kurier.at)
3. – 5.7. um 20.00 h
 

 

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RATRACE
Österreich 1998. Regie: VALENTIN HITZ. Mit Haymon Maria Buttinger, Proschat Madani, Roman Kaminski. Digital. 60 Min. Erstaufführung.
Wien in der nahen Zukunft ist ein gesellschaftlich marodierender Moloch, in dem Drogen- und Organhandel das große Geschäft bedeuten, dem kein Gesetz mehr einen Riegel vorschiebt. Der Glücksspieler Kater hält sich über Wasser, indem er mit Gehirnen handelt – und mit Erinnerungen. Aber: Sind Erinnerungen synonym mit der Persönlichkeit eines Menschen? Als Katers Ex-Freundin Maria droht, selbst als Ware unter dem Messer zu landen, gewinnt die Antwort auf diese Frage für ihn eine ganz neue Bedeutung.
RATRACE ist der Debütfilm von Valentin Hitz, der durch seine Filme KALTFRONT (2003) und STILLE RESERVEN (2016) bekannt wurde.
"Einer der sperrigsten und originellsten, formal vielleicht der innovativste der Wettbewerbs beim Max-Ophüls-Festival." (Saarbrücker Zeitung)
"Lakonisch im Erzählton und emphatisch in der Bildgestaltung ist RATRACE eine eigenwillige Mischung aus reflexivem Erzählkino und spitzbübisch überzeichnetem Genre-Trash." (Die Presse)
"Valentin Hitzs wunderschöner Film RATRACE, ein schwarz-weisser Alptraum, ist einer der faszinierendsten Science Fiction seit ALPHAVILLE." (Neue Presse)
3. – 5.7. um 22.30 h

 

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DIL LEYLA
Deutschland 2016. Regie: ASLI ÖZARSLAN.
HD Digital. 71 Min. Originalfassung (deutsch, türkisch, kurdisch) mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Die 26-jährige Leyla Imret, in Bremen aufgewachsene Tochter eines toten PKK-Kommandeurs, wurde 2014 zur Bürgermeisterin der anatolischen Stadt Cizre gewählt und kehrte mit großen Plänen in ihre Geburtsstadt im Südosten der Türkei zurück. Dann aber brachen die Kämpfe erneut aus, die Stadt wurde zweimal vom türkischen Militär belagert und schwer beschädigt, Imret als Terroristin angeklagt. Der unter schwierigen Bedingungen entstandene Dokumentarfilm zeichnet ein fragmentarisches Porträt der jungen Politikerin, wobei sich protokollarische Beobachtungen und persönliche Nähe zur bedrückenden Innensicht eines brachialen Militärkonflikts verdichten. (Filmdienst)
Sonntag, 2. Juli um 20.30 h in Anwesenheit der Regisseurin
Montag, 3. Juli um 18.00 h
6. – 12. Juli täglich um 20.30 h


 

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SPACE IS THE PLACE
USA 1974. Regie: JOHN CONEY.
Mit Barbara Deloney, Sun Ra, Ray Johnson, Erika Leder, Sinthia Ayala.
HD Digital. 85 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Der avantgardistische Jazzkomponist und Jazzmusiker Sun Ra galt schon zu Lebzeiten als einer der umstrittensten Jazzmusiker. Er schrieb den Soundtrack zu dem Afrofuturismus-Science-Fiction Film SPACE IS THE PLACE und war auch am Drehbuch beteiligt. Der Film ist aber nicht lediglich eine avantgardistisch-künstlerische Spielerei. Er ist auch ein klarer Kommentar zur Situation der Afroamerikaner in den USA. SPACE IS THE PLACE ist in vielerleih Hinsicht ein einzigartiger Film: Die originale (und wohl einzige) 35mm-Kopie ist ein fragiles Unikat. Sie wurde in behutsamer Feinarbeit gänzlich neu abgetastet und löst wieder Kinogefühle aus. Es knistert und rauscht mit analogem Herzhunger. Durch die Digitalisierung wurde der Film gleichzeitig vor der langsamen physischen Auflösung seines analogen Originals bewahrt und kann wieder im Kino gezeigt werden.
6.7. – 7.7. und 9.7. – 12.7. um 22.15 h
 
 
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DER TOD VON LUDWIG XIV.
(LA MORT DE LOUIS XIV)
Frankreich/Portugal/Spanien 2016. Regie: ALBERT SERRA.
Mit Jean-Pierre Leaud, Patrick d'Assumçao, Marc Susini.
HD Digital. 115 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Die letzten Wochen im Leben des französischen „Sonnenkönigs“ Ludwig XIV. (1638-1715), die der von Wundbrand gepeinigte Monarch im Bett zubringt, umgeben von Höflingen, Ärzten und Kurtisanen. Sein unter einem strengen Protokoll der Beobachtung stehendes Sterben verwandelt das Kammerspiel in eine groteske Vivisektion des Zerfalls absolutistischer Macht. Das hoch stilisierte, filmästhetisch kunstvoll gedehnte Requiem, halb Totentanz, halb Karikatur, entlarvt die Mediziner als aufgeblasene Scharlatane, während der Hauptdarsteller Jean-Pierre Léaud in einer grandiosen Altersrolle dem tödlichen Ernst mitunter einen grotesken Humor abgewinnt. (Filmdienst)
Samstag, 8.7. bis Montag, 10.7. um 18.00 h/Sonntag, 16.7. um 17.30 h
 
 
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SHORTS ATTACK – ABENTEUER STADT
8 Kurzfilme in 80 Minuten. HD Digital. Originalfassungen mit englischen Untertiteln.
Von Deutschland über Österreich nach China, Frankreich, Kanada und Mexico City: Shorts Attack lädt im Juli zu urbanen Abenteuern, bei denen Leute auf einem Marktplatz einen kolossalen Remix der Carmina Burana erleben (Metube 2), Tanz als Sprache genutzt wird (Crack the Cypher), ein mexikanischer Held in urbane Wasser taucht (The Diver) und eine Berliner Heldin gemeinsam mit dem Berliner Bären viel Stadttrubel übersteht (Berlin Metanoia). In China bricht eine nächtliche Begegung die Klassengesellschaft auf (Somebody Else), ein Sonderling erleidet Großstadtkoller (Das Wildschwein), aus Stadtmüll lassen sich wunderbare Sachen machen (Mexico Recyclers), und wilde Hunde an einem apokalyptischen
Stadtrand reflektieren die Zukunft des Urbanen (Peripheria).
Das ausführliche Programm unter www.shortsattack.com
Samstag, 8.7. um 22.15 h
 
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DEMNÄCHST:
 
DER ORNITHOLOGE
 
 
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MANN IM SPAGAT
 
 
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IM INNEREN KREIS
 
 
 
 
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Charlie Chaplins Rede an die Menschheit aus dem Film DER GROSSE DIKTATOR (1940):