Programm

 

 

DIAMOND ISLAND

Kambodscha/Frankreich/Deutschland/Thailand/Katar 2016. Regie: DAVY CHOU. Mit Nuon Sobon, Nov Cheanick, Chhem Madeza, Korn Mean. HD Digital. 101 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.

Bora verlässt seine Heimat im ländlichen Kambodscha, um an dem titelgebenden Luxusprojekt in der Nähe von Pnomh Penh als Bauarbeiter mitzuschuften. Da begegnet er überraschend seinem älteren Bruder Solei, den er seit fünf Jahren nicht gesehen hat und der ihn einführt in das schöne Leben rund um die Hauptstadt. Eng an den Figuren entlang entwirft Regisseur Davy Chou das Mosaik eines Landes im Wandel – und das einer Generation, die lernen muss, sich neu zu verorten in einer unberechenbaren neuen Umgebung. (Filmfest München)

 

19. – 20.1. & 22. – 25.1. um 20.15 h

Ausserdem Sonntag, 29.1. um 18.00 h

 

 

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KING COBRA

USA 2016. Regie: JUSTIN KELLY. Mit Garrett Clayton, Christian Slater, Alicia Silverstone, Molly Ringwald, James Franco. HD Digital. 91 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.

Ein kleiner packender Film-noir aus dem Kosmos der Schwulenpornos. Es geht um Liebe, Sex und Tod, um Gier und Erfolg, um Schönheit, Jugend und Alter. »King Cobra« birgt eine schmutzige, aberwitzige und schmerzliche Geschichte mit grandiosen, verstörenden Darstellungen von Christian Slater und James Franco. (Hans Schifferle)

 

19. – 20.1. & 22. – 24.1. um 22.30 h

 

 

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A SHOT IN THE DARK

Deutschland 2016. Regie: Frank Amann. HD Digital. 79 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung. Wem würde man weniger Leidenschaft und Genialität für Fotografie zutrauen, als einem Blinden? SHOT IN THE DARK ist ein intimes Porträt von drei erfolgreichen Künstlern und Künstlerinnen (Bruce Hall, Sonia Soberats, Pete Eckert), deren Sehschwäche zum Ausgangspunkt ihrer visuellen Erkundungen geworden ist. Sehende wie Blinde träumen. Und in unseren Träumen sehen wir.

20.1./22.1./23.1. um 18.30 h

https://vimeo.com/165739769

 

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LIEBMANN
Deutschland 2016. Regie: JULES HERRMANN.
Mit Godehard Giese, Adeline Moreau, Fabien Ara.
HD Digital. 82 Min. Erstaufführung.
Der Lehrer Antek Liebmann lässt sein Leben in Deutschland hinter sich und mietet sich im sommerlichen Nordfrankreich ein. Von seinem Vermieter erfährt er, dass in den umliegenden Wäldern ein Mörder sein Unwesen treibt. Einer dunklen Vorahnung folgend, zieht es Antek auf einem seiner Spaziergänge in das Unterholz, wo er eine gefährliche Entdeckung macht. Er freundet sich mit seiner attraktiven Nachbarin Geneviève und dem fröhlichen Sébastien an. Keiner ahnt, dass Antek in seinem Heimatland ein furchtbares Geheimnis zurückgelassen hat. Erst die Entdeckung eines seltsamen Anwesens, zu dem ihn Geneviève mitnimmt, und die Möglichkeit einer neuen Liebesbeziehung weisen Antek einen Weg aus dem
Dunkel. Doch bevor er ein neues Leben beginnen kann, muss er sich den Geistern seiner Vergangenheit stellen, sie heraufbeschwören und bezwingen. Die Erzählung orientiert sich am Gefieder des Pfaus, changiert zwischen zurückhaltendem Schimmern und auffälligem Schillern. So gleiten leichte Sommertage in nächtliche Abstürze über oder entschwinden zu kurzen Ausflügen in Parallelwelten. (www.berlinale.de)
Halb-improvisiertes Spielfilmdebüt, das viel Raum für Assoziationen und verspielte Ideen lässt. (filmdienst)
26.1. – 1.2. um 20.30 h
Sonntag, 5.2. um 11.00 h (Matinee)
 
 
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HAVARIE
Deutschland 2016. Regie: PHILIP SCHEFFNER.
HD Digital. 97 Min. Erstaufführung.
Ein Kreuzfahrtschiff sichtet am 14. September 2012 zwischen Spanien und Algerien ein manövrierunfähiges Schlauchboot mit Flüchtenden. Der experimentelle Dokumentarfilm reduziert diese 90-minütige „Begegnung“ visuell auf rudimentäre „Youtube“-Bilder, während sich auf der Tonspur ein dichtes Geflecht aus Erzählungen und Atmosphären entfaltet. Das überzeugende Essay ist ein Musterbeispiel für das produktive Zusammenspiel von intensiver politischer Reflexion und künstlerischformalen Radikalität. Durch die raffinierte visuelle Reduktion kommt der Zuschauer nicht umhin, sich selbst mit dem Geschehen in Bezug zu setzen. (filmdienst)
Freitag, 27.1./Samstag,28.1./Montag, 30.1. jeweils um 18.30 h
 

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OPERA
Italien 1987. Regie: DARIO ARGENTO.
Mit Cristina Marsillach, Ian Charleson, Urbano Barberini, Daria Nicolodi.
HD Digital. 107 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Die junge Opernsängerin Betty glaubt zu träumen, als ihr durch einen Zufall die Hauptrolle in einer avantgardistischen Inszenierung von Giuseppe Verdis „Macbeth“ an der Oper von Parma zufällt. Ihre Freude findet jedoch bald ein jähes Ende: Ein Unbekannter, der einst ein sadomasochistisch-voyeuristisches Verhältnis zu Bettys Mutter unterhielt, treibt sein mörderisches Unwesen im Opernhaus und zwingt das Mädchen, seine blutigen Untaten mitanzusehen – im festen Glauben, in der Tochter nicht nur das Ebenbild, sondern auch die Nachfolgerin der Mutter gefunden zu haben…
Am Ende entlässt Argento Betty aus der gleichmütigen Schwärze des Opernhauses in das lichte Idyll der Schweizer Alpen, dem Wahnsinn ihrer eigenen Unschuld näher denn je. Dario Argentos großes Meisterwerk, das unbedingt die große Leinwand braucht, ist nach der Aufhebung
der jahrzehntelangen Indizierung endlich ungeschnitten im Kino zu sehen. (kommkino)
26.1. – 29.1. um 22.15 h
 
 
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EIN KUSS
(UN BACIO) 
Italien 2016. Regie: IVAN COTRONEO.
Mit Rimau Ritzberger Grillo, Valentina Romani, Leonardo Pazzagli.
HD Digital. 107 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Drei 16-jährige Jugendliche, zwei Jungen und ein Mädchen, gelten an ihrem Gymnasium in Udine als Außenseiter. Der eine macht keinen Hehl daraus, homosexuell zu sein, der andere gilt als unterbelichtetes Basketball-Ass, die Schülerin als Schlampe. In ihrer Freundschaft finden sie die Kraft, dem alltäglichen Mobbing zu begegnen. Eine mal heitere, mal melancholische Tragikomödie übers Erwachsenwerden, die in „stylischen“ bunten Pop-Fantasien voller Musik und Tanz den jugendlichen Aufbruch feiert. Zunehmend drängen sich dunklere Töne in die Handlung, als die aufkeimende Liebe zwischen den Jungs das Trio in Frage stellt. (filmdienst)
Sechzehn sein, Außenseiter sein, immer allein die Schule erdulden. So ist das für zwei italienische Teenager bis ein Neuer kommt. Der Junge ist schwul, er tritt auf wie ein Star, mit ihm werden sie zu einer Dreierbande, die sich der Welt mit Übermut und Kampfgeist stellt. Ivan Cotroneos funkelndes Drama trifft den Glamour der Jugend so genau wie ihre Realität, es zeigt, was Freundschaft kann und wo sie scheitert. (Doris Kuhn)
30.1. – 1.2. um 22.15 h
 
 
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SHORTS ATTACK: UND… ACTION!
7 Filme in 90 Minuten. Vom Tiertthriller zur Killerkomödie, vom Nachrichtenüberfluss über Tanzekstase zum opulenten Abenteuerfilm samt
Wunderlampe und Prinzessinnenerrettung: SHORTS ATTACK im Januar bietet Action in vielen Genres. Mal zeigt sich, dass der Untergang von Amsterdam schon im Mittelalter begann, mal drehen Helden vom Land mit Auto- und Skiabenteuer voll auf.
Ausführliches Programm unter: http://www.shortsattack.com/und-action/
Donnerstag, 25.1. um 22.30 h
Samstag, 28.1. um 16.30 h
 
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Kinokränzchen #104:
BABY CART AT RIVER STYX – AM TOTENFLUSS

Japan 1972. Regie: KENJI MISUMI.
HD Digital. 84 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
BABY CART AT RIVER STYX ist die zweite und beste Episode der sechsteiligen „Lone Wolf And Cub“-Filmreihe um den geächteten Wander-Ronin Ogami Itto und seinen kleinen Sohn Daigoro. Aus irgendeinem Grund ist halb Nippon hinter den beiden her, für Konfliktpotential ist also gesorgt. Die Gewaltausbrüche sind gnadenlos und fantastisch inszeniert – psychedelische Todes-Ballette unter meterhohen Blutfontänen. „Baby Cart …“ ist
selbstverständlich eine Hauptinspirationsquelle von Quentin Tarantino, der aber nie das Moment dieser fast schon meditativen Strenge hinbekommen hat – z.B. wunderbar eingefangen in dem Bild des sterbenden Kriegers, der über die Kunst des Schwertstreichs sinniert, der ihm gerade den Garaus gemacht hat. Außerdem ist Hauptdarsteller Tomisaburo Wakayama eine Klasse für sich und der Score ist wahrscheinlich der beste den Ennio Morricone nie geschrieben hat – ein Meisterwerk des asiatischen Blutrunst-Kinos.
Einführung: Thomas Reitmair
Sonntag, 29.1. um 14.30 h
 
 
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RIGHT NOW, WRONG THEN

Südkorea 2015. Regie und Buch: HONG SANG-SOO.
Mit Jung Jae-young, Kim Min-hee, Ko Ah-sung, Youn Yuh-jung.
HD Digital. 121 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
„Es hat nicht sollen sein.“ Was retrospektiv über viele Beziehungen gesagt wird, die scheitern bevor sie richtig begonnen haben, trifft auch auf das Verhältnis von Ham Chun-su und Yoon Hee-jung zu. Er ist Regisseur und wegen einer Filmvorführung in Suwon. Dummerweise reist er einen Tag zu früh an und lernt zufällig die Künstlerin Hee-jung kennen. Die beiden verbringen den Tag zusammen, besuchen ihr Atelier, essen Sushi, trinken Soju und gehen am Abend mit Freundinnen aus. So kommen sie einander näher, und doch geht am Ende alles schief. Doch was genau läuft verkehrt? Dieser Frage geht Regisseur Hong Sang-soo in seiner verspielten, humorvollen Romanze nach – und lässt sie mitten im Film einfach noch einmal beginnen, unter leicht veränderten Voraussetzungen…
Freitag, 3.2. um 18.00 h

 
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COMIC CAFE
Der bunte Comic-Nachmittag mit Gästen aus der Comicszene, Impressionen von Comicfestivals aus aller Welt, filmischen Raritäten, der Expertenrunde “Comics lesen!“ als Prüfstand für Neuerscheinungen, Trailer zu aktuellen Comic-Filmen, fachmännisch kommentierten Cartoons, Liveacts, dem Quiz “Erkennen Sie die Melodie?“ und, und…
http://comic.highlightzone.de/comic-cafe/
Eintritt frei!
Sonntag, 5.2. um 18.00 h

 
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MARKETA LAZAROVA
CSSR 1967. Regie: FRANTISEK VLÁCIL. Mit Josef Kemr, Magda Vasaryova, Nad Hejna.
HD Digital. 165 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Ein 15-jähriges Mädchen im Hochmittelalter erblickt seine Zukunft in der vollkommenen Ergebenheit zu Gott, wird aber in die Strudel der Zeit gerissen und zur irdischen Liebe bekehrt. Die komplex verästelte Legende einer leidenschaftlichen Liebe, die alle mit ihr in Berührung kommenden Menschen verwandelt, übersetzt die Empfindungen der Figuren in metaphorische Bilder und assoziative Montagen. Das monumentale Epos ist in den Übergang aus einer Ära der ungehemmten Gewalt in die neue Entwicklungsstufe der Humanität eingebunden und erinnert in seiner
Symbiose aus Naturalismus und Überhöhung, Wildheit und Poesie, Grausamkeit und Zärtlichkeit an Andrej Tarkowskis fast zeitgleich entstandenes Drama ANDREJ RUBLJOW (1966-69). (Filmdienst)

 
Nächste Vorstellung am Samstag, 11.2. um 17.00 h