Programm

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

UNSERE EINTRITTSPREISE SIND MODERAT UND ABHÄNGIG VON DEN GESPIELTEN FILMEN UND BEWEGEN SICH ZWISCHEN 4,50 EUR und 5,50 EUR.

ÜBERLÄNGE 6,00 EUR.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

KEIN VORVERKAUF, NUR ABENDKASSE.

 

 

              

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IUVENTA
Deutschland/Italien 2018.
Regie: MICHELE CINQUE.
HD Digital. Originalfassung (deutsch/englisch/arabisch) mit deutschen Untertiteln. 92 Min. Erstaufführung.
Eine Gruppe junger engagierter Menschen gründet im Herbst 2015 in Berlin die Initiative JUGEND RETTET. Über einen Crowdfunding-Kampagne kaufen sie einen umgebauten Fischkutter und taufen in auf den Namen "Iuventa". Im darauffolgenden Jahr startet ihr Schiff zu seiner ersten Mission und schliesst sich den Schiffen verschiedener NGOs, der italieinischen Küstenwache sowie der Marine an. Nach über einem Jahr Einsatz und ca. 14.000 auf hoher See geretteter Menschen wird im August 2017 das Schiff plötzlich beschlagnahmt und von den italienischen Behörden in Lampedusa festgesetzt. Seitdem kursiert u.a. der Vorwurf der Kooperation mit Schlepperbanden. Eine Anklage ist jedoch bis heute nicht erfolgt. Die bewegende Geschichte wurde von Regisseur Michele Cinque festgehalten. Über ein Jahr lang verfolgt der Film das Leben der jungen Protagonist*innen, fängt die gesamte Spanne der Mission ein, beginnend mit dem Moment, in dem sie in See stechen und ihr unglaubliches Vorhaben wahr wird, bis zu dem Punkt, an dem dieses mit der politischen Realität kollidiert.
Sonntag, 19.8. um 11.00 h (Matinee)
Sonntag, 26.8. um 11.00 (Matinee)
 

 
 
 
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HAMBURGER GITTER
Deutschland 2018.
Regie: MARCO HEINIG, STEFFEN MAURER, LUISE BURCHARD, LUCA VOGEL.
HD Digital. 76 Min. Erstaufführung.
Manchmal entstehen gute Filme allein dadurch, dass man Bilder, die Angst machen, kommentiert. Auch die Polizei hat ein Interesse daran, solche Bilder zu produzieren. Diese Erkenntnis nimmt man aus dem Film "Hamburger Gitter" über den Einsatz beim G-20-Gipfel mit, der nun auf einer kleinen Kinotour zu sehen ist. Die Aufnahmen gingen durch die Nachrichten. Polizisten in schwarzen Kampfanzügen, die ohne Vorwarnung losstürmen und einen Demonstrationszug niederknüppeln. Flüchtende Demonstranten, die eine Mauer hinabstürzen, auf andere fallen, die dort schon liegen, teils mit offenen Knochenbrüchen. Eine junge Frau in bunten Klamotten, die mit Pfefferspray vom Dach eines gepanzerten Fahrzeugs gesprüht wird, als wäre sie ein Insekt. Wer so etwas sieht, überlegt es sich bei der nächsten Großdemonstration zweimal, ob es nicht vielleicht doch klüger wäre, zu Hause zu bleiben. "Obwohl die Veranstalter sich einig waren, da soll jeder mitgehen können, die Frau mit Kinderwagen genauso wie der Mann im Rollstuhl, hat die Behörde ständig versucht, die Gewalt herbeizureden." Sagt Gabriele Heinecke, die im Vorstand des Republikanischen Anwaltsvereins sitzt und während des Gipfels im anwaltlichen Notdienst tätig war. Sie ist eine von mehreren im Film interviewten Expertinnen und Experten, die zu dem Schluss kommen: G20 war, so heißt es im Untertitel, ein "Schaufenster moderner Polizeiarbeit". Sich die noch mal in der Praxis anzuschauen, lohnt sich besonders, seit die in Hamburg generalerprobten Praktiken mit dem in Bayern verabschiedeten Polizeiaufgabengesetz das freistaatliche Gütesiegel erhalten haben, und von dort aus Schule zu machen drohen. In München gingen Zehntausende auf die Straßen. Auch die Frau mit Kinderwagen und der Mann im Rollstuhl. HAMBURGER GITTER entstand quasi ohne Budget, größtenteils aus bestehenden Aufnahmen. Seine bloße Existenz ist trotz allem Grund zur Hoffnung. Auch die Zivilgesellschaft betreibt heute Videoüberwachung. 
(Philipp Bovermann, Süddeutsche Zeitung)
Samstag, 18.8. um 16.00 h
Dienstag, 28.8. um 18.30 h

 
 
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12 TAGE

(12 JOURS)
Frankreich 2017.
Regie: RAYMOND DEPARDON.
HD Digital. 87 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Der Film beginnt mit atemlosen dreieinhalb Minuten: Die Kamera schleicht über einen Klinikkorridor, auf der Tonspur ein metallisches Rauschen, ein Mann kommt um die Ecke, eine Ärztin aus einem Zimmer, die Kamera wird überholt. Mit aller Ruhe führt uns Regisseur Raymond Depardon immer tiefer hinein in eine psychiatrische Klinik, mitten ins Herz eines Gegenraumes, den der Philosoph Michel Foucault als heterotopischen Ort »jenseits aller Orte« beschrieben hat. Folgendes Zitat Foucaults stellt Depardon voran: »Der Weg vom Menschen zum wahren Menschen geht über den Verrückten«. Darin steckt so etwas wie die Essenz seines Films.
Nie zuvor hat man solche Bilder aus einer Psychiatrie gesehen, wie Depardon sie in einer Einrichtung in Lyon eingefangen hat. Der Titel bezieht sich auf eine in Frankreich gängige Frist: 12 Tage nach einer Zwangseinweisung müssen die Patienten eine richterliche Anhörung bekommen, die über das weitere Vorgehen entscheidet. Nachdem sich Depardon bereits 1988 in Notaufnahme mit Psychiatriepatienten auseinandergesetzt hat, stehen im Mittelpunkt des in Cannes uraufgeführten Films zehn berührende Anhörungen, die der Regisseur als Erster überhaupt filmen durfte. (epd Fiilm)
18.8. um 20.30 h
 

 

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WHILE WE KISS THE SKY
Japan 2016.
R+B+K: AYAKO MOGI, WERNER PENZEL.
Mit Fukumori Family & Shobu Gakuen Community.
HD Digital, 73 Minuten, japOV/englUT.
The documentary immerses into the daily life of Shobu Gakuen in Japan, a community where so called 'disabled and handicapped' persons live and work together with their 'normal' helpers, sharing equal rights – creating music and a broad variety of artistic skills. In the course of four years Ayako Mogi & Werner Penzel have created an intimate portrait that reflects life in contemporary society and raises questions: What is 'normal'? What is 'creativity'? What is 'human'?
Samstag, 18.8. und Montag, 20.8. um 18.00 h
 

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HEINO JAEGER – LOOK BEFORE YOU KUCK
D 2012.
R+B: GERD KROSKE.
Mit Heino Jaeger, Joska Pintschovius.
HD Digital, 124 Minuten.
Der Mann war Maler, Kabarettist, Satiriker und einer der großen deutschen Komiker der Sixties. In den 1970ern schaffte er es zum Kultstatus, zog sich jedoch dann zurück in die Psychiatrie. Kroske sucht Spuren, wir finden ein Gesellschaftsporträt.
Dienstag, 21.8. und Mittwoch, 22.8. um 22.30 h
 
 
 
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DIE ÜBERGLÜCKLICHEN
(LA PAZZA GIOIA)
Italien/Frankreich 2016.
R+B: PAOLO VIRZI.
Mit Valeria Bruni Tedeschi, Micaela Ramzotti.
HD Digital, 116 Minuten, italOV/dtUT.
„Die eine sagt nichts, die andere lügt so wortreich wie möglich. In diesem Gegensatz liegt die Gemeinsamkeit der beiden Psychiatriepatientinnen Donatella und Maria: Jede schiebt weg, was ihr an Emotionen nicht erträglich erscheint. Gemeinsam brechen sie aus der Anstalt aus und unternehmen eine fantastische Reise durch die Toskana.“  – Doris Kuhn
Donnerstag, 23.8. um 20.30 h
 
 
 
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TALES OF THE MADHOUSE
(CHRONIQUE DU TIERS-EXCLU)
Frankreich 2017.
R+B+K+S: CLAIRE ANGELINI.
HD Digital, 109 Minuten, frzOV/englUT.
„Die Geschichte der 400 Jahre alten psychiatrischen Klinik von Armentières, Nord-Pas-de-Calais: Die Chronik verweist auf die tragische Situation der Kranken, einst lebenslänglich weggeschlossen. Sie erzählt über einen Alltag des Ausgesperrtseins, Reste einer konkreten Geschichte, die nicht länger fortbesteht, an leeren Orten mit blinden Fenstern. Eine Chronik für eine Zivilisation, die noch nicht vollendet ist.“  – Claire Angelini
Freitag, 24.8. und Samstag, 25.8. um 18.00 h
 
 
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SAN CLEMENTE
Frankreich 1982.
R+B+K: RAYMOND DEPARDON.
16 mm, 102 Minuten, italOV/dtUT.
„San Clemente heißt eine kleine Insel vor Venedig, auf der eine psychiatrische Anstalt betrieben wurde. Kurz vor deren Schließung realisierte Depardon diesen beispiellosen Film, der als ein zentrales Zeugnis über die Institution Psychiatrie gilt. Eine zärtliche Begegnung mit Menschen, die von aller Welt vergessen sind. Ein komischer, erschütternder und immer wieder ratloser Film, der viel zu selten gezeigt wird.“  – Viennale
Freitag, 24.8. und Samstag, 25.8. um 20.30 h
 
 
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FILME VON ANNE CHARLOTTE ROBERTSON
PIXILATION, MAGAZINE MOUTH, DEPRESSION FOCUS PLEASE, APOLOGIES, FIVE YEAR DIARY REEL 22: A SHORT AFFAIR (AND) GOING CRAZY, FIVE YEAR DIARY REEL 80: EMILY DIED
USA 1976-1994.
R+B+K+S: ANNE CHARLOTTE ROBERTSON.
HD Digital, 84 Minuten, OV.
„Filme zu machen bot Anne Charlotte Robertson (1949-2012) die Chance, mit ihrer, wie man damals sagte, manisch-depressiven Erkrankung umzugehen. Und es war ihre Art, all das zu feiern, was das Leben reizvoll, frustrierend, schön und erschreckend macht. Robertsons Filmschaffen war voller Leidenschaft. Sie zeigt ihr Ringen mit Belangen des Körpers, ihre Sehnsucht nach Romantik, ihre Freude am Familienleben und ihre Sorge, ein Publikum zu finden. Ihre Filme sind überdreht, manchmal phantasmagorisch und oft ziemlich schön. Im Nachhinein betrachtet zerreißen sie einem natürlich auch das Herz.“  – Scott MacDonald
Dienstag, 28.8. um 20.30 h
 
 
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THE SHINING
USA 1980. R+B: STANLEY KUBRICK.
Roman: Stephen King.
Mit Jack Nicholson, Shelley Duvall, Scatman Crothers.
HD Digital, 119 Minuten, DF.
All work and no play makes Jack a dull boy.
„Jack Nicholson is great in this unconventional and chilling horror film destined to be regarded as a classic once the initial criticism is forgotten. Scenes and dialogues will linger in your mind years later. See it again!“  – Michael Weldon 
Mittwoch, 29.8. um 20.00 h !
Ausserdem in der Originalfassung und im directors cut (144 Min.) am Sonntag, 2.9. um 17.00 h
 
 
 
 

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In Kooperation mit der Kunsthalle Lothringer 13, zur Ausstellung „Die Insel der Dachhasen“ von Tomoya Kato / Martin Fengel und zur Frage:
WAS IST NORMAL?
 
A FREE MAN
D/Japan 2017.
R+B+K: ANDREAS HARTMANN.
HD Digital, OmeU, 75 Minuten.
Ein junger Japaner entscheidet sich dafür, auf der Straße zu leben. Ob er diesen Lebenswandel aufrecht erhalten kann, bleibt fraglich, aber Hartmann dokumentiert, wie einer der normalen Gesellschaft den Rücken kehrt.
Mittwoch, 22.8. und Donnerstag, 23.8. um 18.00 h
Am 22.8. in Anwesenheit des Regisseurs Andreas Hartmann.
 
DREAMING MURAKAMI
DK 2017.
R: NITESH ANJAAN.
Mit Mette Holm.
HD Digital, OmeU, 58 Minuten.
„More than twenty years ago, Mette Holm read a novel by Haruki Murakami, who had yet to reach literary stardom. Since then she has spent thousands of hours translating Murakami's puzzling and widely discussed stories. As Mette struggles to find the perfect sentences capable of communicating what Murakami's solitary, daydreaming characters are trying to tell us, the boundary between reality and imagination begins to blur.“  – final cut 
Montag, 27.8. um 18.00 h
 
DAS DACHHASEN-ARCHIPELAGO:
KURZFILME KURATIERT VON FENGEL/KATO
ATSUSHI WADA: THE MECHANISM OF SPRING (2010)
Digital, ohne Dialoge, 5 Minuten.
REI HORIOSHI: THE STRIP (2014)
Digital, japOV/englUT, 11 Minuten.
Und einige andere mehr…
Dienstag, 28.8. um 22.30 h
 
ROBO-GEISHA
Japan 2009.
R+B: NOBORU IGUCHI.
Mit Asami, Naoto Takenaka, Takumi Saito.
Digital, OmU, 101 Minuten.
Zwei Schwestern lassen sich Körperteile durch Stahl und Plastik ersetzen, um hübscher auszusehen. Bald nutzen sie die neuen Glieder auch als Waffen.
„Regisseur Noboru Iguchi und Effekt-Wizard Yoshihiro Nishimura, geistige Väter des modernen japanischen Splatter-Trash-Genres, finden auch bei ROBO-GEISHA wieder die richtige Mischung aus unterhaltsamem Chaos und Gallonen an Kunstblut.“  – the-fan.net 
Mittwoch, 29.8. um 22.30 h
 
 
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THE ENDLESS
USA 2017.
Regie: JUSTIN BENSON, AARON MOORHEAD.
Mit Callie Hernandez, Justin Benson, Emily Montague, Aaron Moorhead.
HD Digital. 116 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ein mysteriöses Video mit der scheinbaren Ankündigung eines Massenselbstmords verleitet zwei Brüder dazu, zu einer obskuren kleinen Sekte zurückzukehren, die sie zehn Jahre zuvor verlassen haben. Während sie freundlich aufgenommen werden, häufen sich unerklärliche Ereignisse, die das Misstrauen des einen Bruders weiter schüren, während der andere die Abkehr von der Sekte inzwischen offen bedauert. Sorgfältig inszenierter Independent-Horrorfilm, der einige Längen in der
Ausbreitung der zwischenmenschlichen Dynamik aufweist. Die drastischen Enthüllungen sind jedoch klug dosiert und die Mythologie wird immer wieder auf die menschliche Ebene heruntergeholt. (Filmdienst)
Sonntag, 26.8. um 15.30 h
 
 

 
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WARTEN AUF SCHWALBEN
 
 
6. – 12.9.
 
 
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BREAKDOWN IN TOKYO
 
 
6. – 12.9.
 
 
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LOST IN TRANSLATION
 
 
Montag, 9.9. um 22.15 h
 
 
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Charlie Chaplins Rede an die Menschheit aus dem Film DER GROSSE DIKTATOR (1940):