Programm

BEI UNS IST JEDER TAG KINOTAG!

UNSERE EINTRITTSPREISE SIND MODERAT UND ABHÄNGIG VON DEN GESPIELTEN FILMEN UND BEWEGEN SICH ZWISCHEN 4,50 EUR und 5,50 EUR.

ÜBERLÄNGE 6,00 EUR.

KASSENÖFFNUNG 15 MINUTEN VOR BEGINN DER VORSTELLUNG.

KEIN VORVERKAUF, NUR ABENDKASSE!

 

 

 

 

 

 

 
 
 
 
REVOLUTION OF SOUND. TANGERINE DREAM
Deutschland 2017. Regie: MARGARETE KREUZER.
HD Digital. 86 Min. Erstaufführung
Tangerine Dream und vor allem Edgar Froese, Pionier der elektronischen Musik, suchten zeitlebens nach dem ultimativen Sound und führten die Band zu weltweitem Erfolg, bis in die Hollywood Studios von Los Angeles, wo zahlreiche Filmmusiken enstanden. Die Band gründete sich in einer Zeit, als die Kosmonauten Juri Gagarin und Neil Armstrong zu neuen Welten aufbrachen. Ende der 60er Jahre war der Kalte Krieg in vollem Gange und das Universum wurde zum Sehnsuchtsort. Tangerine Dream erschafften Klangwelten, die den Hörer in andere Sphären katapultierten und das Bewusstsein auch ohne Drogen erweiterte.
Der Film zeigt bisher unveröffentlichte Filmaufnahmen, gedreht vom Bandleader persönlich: Erstmals sehen wir die Band hinter den Kulissen, sowohl auf Touren in Europa und Amerika, als auch beim Fotoshooting mit Jim Rakete oder beim Urlaub am Meer.
Mit seinem Tod im Januar 2015 hinterlässt Edgar Froese 48 Jahre Musikgeschichte.
Letzte Vorstellung am Sonntag, 24.9. um 11.00 h (Matinee)

 
 
 
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MR. LONG

(RYU SAN)
Japan/Hongkong/Taiwan/Deutschland 2017. Regie: SABU.
Mit Chang Chen, Bai Runyin, Yiti Yao, Sho Aoyagi, Masashi Arifuku.
HD Digital. 129 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
„Profikiller Long aus Taiwan übernimmt einen Auftrag in Japan. Als die Sache schiefläuft, muss er fliehen und findet schwer verletzt Unterschlupf in einem verlassenen Viertel einer Kleinstadt. Ein kleiner Junge bringt ihm Wasser und Kleidung. Long richtet sich in einem der heruntergekommenen Häuser ein und bereitet für sich und den achtjährigen Jun, dessen Mutter Lily drogensüchtig ist und wie Long ebenfalls aus Taiwan stammt, einfache Gerichte zu. Schnell spricht sich in der Nachbarschaft herum, wie schmackhaft Long kochen kann, und die Nachbarn besorgen ihm eine fahrbare Suppenküche. Bald stehen die Leute Schlange für Longs Nudelsuppe. Mit seiner Hilfe schafft Lily den
Drogenentzug, und für kurze Zeit sieht es so aus, als könnte für die unkonventionelle Schicksalsgemeinschaft ein neues Leben beginnen. Die Suche nach einem Weg aus der Spirale der Gewalt, nach Ruhe und Geborgenheit durchzieht das Werk des japanischen Regisseurs Sabu. Nahtlos reihen sich dabei raue Szenen eines Gangsterfilms an zarte Momente einer sich anbahnenden Liebesgeschichte, und perfekt choreografierte
Gewaltausbrüche werden mit kontemplativen Koch-Szenen oder überraschenden Slapstick-Einlagen kombiniert.“ (Berlinale)
„Es ist beeindruckend, mit welcher Leichtigkeit Sabu zwischen Actionfilm, Drama und Komödie hin und her wechselt.“ (Süddeutsche Zeitung)
14. – 20.9. um 20.00 h 
Freitag, 22.9. um 17.30 h
Dienstag, 26.9. um 17.30 h
 

 

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LA BOUM

Frankreich 1980. Regie: CLAUDE PINOTEAU.
Mit Brigitte Fossey, Claude Brasseur, Sophie Marceau, Denise Grey.
HD Digital. 110 Min. Wiederaufführung. Deutsche Fassung.
Die 13-jährige Vic zieht neu nach Paris und möchte nun endlich auch mal Erfahrungen mit Jungs zu sammeln. Doch der Junge ihrer Wahl trifft sich nebenher noch mit einer anderen. Während Vic versucht, die Schwierigkeiten bei ihren ersten Gehversuchen mit dem anderen Geschlecht zu meistern, kracht es bei ihren Eltern. Denn Vics Vater François ist seiner Frau Françoise ebenfalls nicht treu…
„Der Riesenhit der 80er Jahre und ein zeitloser Film über die Irrungen und Wirrungen der Pubertät. Eine Schlüsselrolle spielt hier übrigens ein Walkman, damals eine Superneuheit: Vic hört auf ihm den Filmsong ‚Reality‘ von Richard Sanderson. Er wurde bald ein Welthit!“ (Cinema)
18. – 20.9. um 22.30 h
 

 

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CHANCE 2000 – ABSCHIED VON DEUTSCHLAND
Deutschland 2007. Regie:KATHRIN KROTTENTHALER, FRIEDER SCHLAICH.

HD Digital. 125 Minuten. Erstaufführung.
Dokumentation über Christoph Schlingensief (1960-2010), zusammengestellt aus mehr als 100 Stunden Kampagnen-Material unterschiedlicher Provenienz, im dem der Theaterregisseur und Aktionskünstler gemeinsam mit seiner Truppe aus Schauspielern, Dramaturgen, Arbeitslosen und behinderten Artisten Slogans verkündet, Unterschriften sammelt, Parteikämpfe ausficht, Konzerne gründet und Insolvenzen vortäuscht. Vorbildlich auf „amateurhaft“ getrimmt, entstand eine Hommage ganz im Geiste ihres zwischen Ernst, Ironie und notorischem Klamauk schwankenden Erfinders. (Filmdienst)
In der Ära Helmut Kohls mit ihren fast 5 Millionen Arbeitslosen wird eine neue Partei aus dem Nichts gestampft. Sie heißt Chance 2000 und soll den Verlierern in der Gesellschaft eine Stimme geben. Ihr Kopf: der Theatermacher Christoph Schlingensief. Aus nachträglich digitalisiertem Filmmaterial zur Gründung der Partei und ihrem Wahlkampf haben Kathrin Krottenthaler und Frieder Schlaich eine Dokumentation gemacht, die die Grenzen zwischen Realität und Theater verwischt. Sie legen den Irrwitz der Politmaschinerie offen und erinnern an Schlingensiefs unglaublichen Einsatz für die Unsichtbaren. Beeindruckend. (Anna Fastabend, Süddeutsche Zeitung)
Samstag 23.9. um 15.00 h
 
 
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JACKE WIE HOSE – WAS ROCKT HIER?
Deutschland 2017. Regie: HANS KOTTER, CHRISTIAN A. ZSCHAMMER. Digital. 86 Min.
Eine besondere Boygroup aus Brandenburg dokumentiert der Film "Jacke wie Hose – was rockt hier? Wobei Calle (Gesang), Marco (Bass & Gesang), Illy (Keyboard), Micha (Schlagzeug) sowie Marco und Johannes (beide Gitarre) das Lable "Boyband" wohl bescheuert finden würden. Das Sextett Jacke wie Hose aus Potsdam, das hier von den Filmemachern Hans Kotter und Christian A. Zschammer "on the road" durch Bayern begleitet wird, spielt ausschließlich eigene Songs mit deutschen Texten und hört sich ziemlich punkig an, in jedem Fall leidenschaftlich expressiv. Kotter und Zschammer werden nach den 86 Minuten Film über ihre Filmarbeit mit den Jungs berichten.
Samstag, 23.9. und Sonntag, 24.9. um 17.30 h
 
 
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SYRIA'S DISAPPEARED – THE CASE AGAINST ASSAD
GB 2017. Regie: SARA AFSHAR. Digital. 50 Min. Originalfassung. Erstaufführung.
This documentary tells the hidden story of tens of thousands of men, women and children disappeared by the regime of President Bashar al Assad into a network of clandestine detention centres. The film weaves together the powerful personal stories of three Syrians with evidence gathered from regime documentation smuggled out of Syria. With unprecedented access, we follow survivors of detention, families of detainees, regime defectors and international war crimes investigators as they fight to bring the perpetrators to justice and desperately campaign for the release of the disappeared.

 

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IN DEN LETZTEN TAGEN DER STADT
(AKHER AYAM EL MEDINA)
Ägypten/Deutschland/Großbritannien/Vereinigte Arabische Emirate 2016. Regie: TAMER EL SAID.
Mit Khalid Abdalla, Laila Samy, Hanan Youssef, Maryam Saleh.
HD Digital. 118 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
Ein junger Regisseur, der an seinem ersten Film arbeitet, streift im Jahr 2010 auf der Suche nach einer Wohnung durch die Straßen Kairos und rekonstruiert die Geschichte seiner Familie. Vielgestaltiger Debütfilm, der verschiedene Perspektiven, Materialien, Stilmittel und Formen zu einer zugleich fiktionalen wie dokumentarischen subjektiv-essayistischen Betrachtung der ägyptischen Wirklichkeit verbindet. Dabei gelingt eine
eindrucksvolle märchenhafte Suche nach der verlorenen Zeit, aber auch ein hellwaches Stück Gegenwartskino, das sich als Kommentar zur herrschenden Mentalität des Landes nach Revolution und arabischem Frühling lesen lässt. (Filmdienst)
Von 2007 bis 2016 hat Tamer El Said an diesem Wunderwerk gearbeitet, in dem ein ägyptischer Regisseur (Khalid Abdalla) einen Film über Kairo dreht, den er nicht beenden kann. Zwischen Diskussionen übers Filmemachen, der Trennung von der Freundin, einer absurden Wohnungssuche und der aufkommenden Revolutionsstimmung entsteht ein unglaublich reiches Mosaik einer Stadt und eines Lebens im Umbruch.
(Philipp Stadelmaier, Süddeutsche Zeitung)
21. – 27.9. um 20.00 h

 

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BLIND & HÄSSLICH
Deutschland 2016. Regie: TOM LASS.
Mit Naomi Achternbusch, Tom Lass, Clara Schramm.
HD Digital. 100 Min. Erstaufführung.
Eine Schulabbrecherin aus Berlin findet ein Zimmer in einen Blindenheim, weil sie vorgibt, nicht sehen zu können. Dann aber verliebt sie sich in einen von Selbsthass zerfressenen Streuner. Der weitgehend improvisierte Film, der auf Handkamera, eine große Figurennähe und emotional getaktete Schnitte zur Verdichtung der Handlung setzt, entfaltet das komödiantische Potenzial der exzentrischen Figuren mit großer Leichtigkeit. (Filmdienst)
21. – 27.9. umd 22.30 h

 

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STROMAUFWÄRTS

(EN AMONT DU FLEUVE).
Belgien/Niederlande/Kroatien 2016. Regie: MARION HÄNSEL.
Mit Olivier Gourmet, Sergi Lopez, John Lynch.
90 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Die beiden Halbbrüder Homer und Joé wussten bis vor kurzem nichts von der Existenz des jeweils anderen, erfahren haben sie voneinander erst nach dem Tod des gemeinsamen Vaters. Um sich besser kennenzulernen, unternehmen sie eine gemeinsame Bootsfahrt in Kroatien, dorthin, wo sich der Vater zuletzt aufgehalten hat. Was sich dabei schnell zeigt, ist, dass beide zu verschieden sind, um eine gute Zeit miteinander zu verbringen. Worüber die beiden wortkargen Männer auch kaum sprechen können, sind die unterschiedlichen Verletzungen, die beide durch den Vater erlitten haben. Mehr schweigend als redend tuckern sie den Fluß hinauf, der sich durch eine wunderschöne Felslandschaft schlängelt. Kurz vor ihrem Ziel, einem alten Kloster, treffen sie auf einen dritten Mann, den Iren Sean, der mit dem Vater geschäftlich zu tun hatte und der mehr über dessen Vergangenheit weiss als die Söhne.   

28.9. – 5.10. um 20.15 h

 

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FALTEN – EINE AUSEINANDERSETZUNG MIT DEM ÄLTERWERDEN

Schweiz 2015. Regie: SILVIA HÄSELBARTH STOLZ. HD Digital. 85 Min. Erstaufführung. Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

Dokumentarfilm über fünf alternde Menschen und ihre Falten, hinter denen sich ein langes, ereignisreiches Leben voller Glück und Leid, Genuss und Verzicht offenbart. Ein Malermeister, eine Lehrerin, eine Künstlerin, eine Bewegungspädagogin und ein Trödler blicken zurück und denken zugleich über ihre Zukunft nach, wobei sie einig sind in der Einsicht, dass sie im Alter nichts mehr "müssen müssen". Diese Freiheit, sich und anderen nichts mehr beweisen zu müssen, empfinden sie als Freiheit und Genuss. (Filmdienst)

Freitag, 29.9. und Montag 2.10. um 18.15 h und Sonntag, 1.10. um 11.00 h (Matinee)


 


 

 
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ZOOLOGY

(ZOOLOGIYA). Russland/Deutschland/Frankreich 2016. Regie: IWAN TVERDOWSKIJ. Mit Natalia Pavlenkova, Dmitri Groshev, Irina Chipizhenko. HD Digital. 87 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.

Wie einst Gregor Samsa bei Kafka, so sieht sich die Zoo-Angestellte Natascha eines Tages in eine Art Tier verwandelt. Jedenfalls wächst ihr ein Schwanz, der so manchen Zeitgenossen erregt, Kleinbürgerinnen-Seelen verunsichert, Party-Tänzer schreckt sowie Kirche und Medizin eher hilflos aussehen lässt. Wenn man möchte, kann man Tverdovskiys ZOOLOGIYA als Komödie oder surreale Farce betrachten, die von leicht abwegigen Sexual- oder Teufelspraktiken, einem maroden medizinischen System und dem Scheitern der Kirche erzählt. Und doch hat der junge russische Regisseur, der schon in KLASS KORREKTSII die Figur einer weiblichen Außenseiterin skizziert hat, auch eine Revision dessen im Sinn, was sich soziale Normalität nennt. (Filmfestival Cottbus)

29. – 30.9. und 2. – 4.10. um 22.15 h

 

 
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THE SEARCH FOR WENG WENG

Australien 2007/2013. Regie: ANDREW LEAVOLD. HD Digital. 92 Min. Originalfassung mit deutschen Untertiteln. Erstaufführung.
 

Der Dokumentarfilm begleitet B-Movie Enthusiast Andrew Leavold auf einer fieberhaften Mission: Er möchte die Wahrheit über den Mythos um den philippinischen, kleinwüchsigen James Bond WENG WENG ans Licht bringen. Auf seiner 7-jährigen Reise auf den Philippinen enthüllt er nicht nur die Geheimnisse rund um das turbulente Leben des Action-Stars, sondern gewährt auch einen tiefen Einblick in die Entstehungsgeschichte und den Zerfall der philippinischen Filmlandschaft. Tauchen Sie ein in diese bizarre, jedoch liebenswürdige Welt, voller exzentrischer Charaktere, die dem Filmemachen ihr Leben gewidmet haben. Eine Welt, in der WENG WENG uns zeigt, was Mut wirklich bedeutet. Eine überraschend tiefgründige Untersuchung des Lebens einer vergessenen Ikone. Die Suche nach Weng Weng ist ein hintergründiger und wunderbarer Film. (Variety)

Nur Samstag, 30.9. und Sonntag, 1.10. um 18.15 h

 

 

 

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IM INNEREN KREIS
Deutschland 2017. Regie: HANNES OBENS, CLAUDIA MORAR.

HD Digital. 83 Min. Erstaufführung.
In Hamburg haben verdeckte Ermittlerinnen jahrelang die linke Szene ausspioniert. Sie führten sexuelle Beziehungen, verschafften sich so Zutritt zu Wohnungen und Computern. Der Dokumentarfilm zeigt, wie weit die Polizei geht – und was das mit Bespitzelten macht.
„Der Film IM INNEREN KREIS lässt sich gut als Beitrag zur Debatte über die Ereignisse während des G20-Gipfels betrachten. Zwar war das nicht geplant, aber man kann die Zusammenhänge kaum ignorieren. In der Geschichte um die verdeckten Ermittlungen geht es einerseits um die »Gefahr« radikal linken Denkens und Handelns für die bürgerliche Gesellschaft – und konkret vor allem um die nun heiß diskutierte Rote Flora. Andererseits behandeln die knapp 90 Minuten die Frage, wo in dieser Gesellschaft Polizeigewalt anfängt, und wann und durch wen dieser Gewalt
Grenzen gesetzt werden.“ (intro magazin)
Weitere Spieltermine in Planung
 

 

 

 

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Charlie Chaplins Rede an die Menschheit aus dem Film DER GROSSE DIKTATOR (1940):